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Dienstag, 08. November 2016



morgens sieht es noch nach einem sonnigen Tag aus

Heute früh geht es auf 6°C herunter, da müssen wir froh sein, dass sich der Frischwassertank nicht automatisch leert. Wir haben beschlossen, heute auf einen Campingplatz zu gehen. Zum einen, weil für morgen nur Regen angekündigt ist und zum anderen, um heute Nacht die Wahl in USA zu verfolgen und mit unserem Bordstrom nicht so doll haushalten zu müssen. Wir wollen eh nach Braga, und dort gibt es einen Camping municipal. Am späten Morgen fahren wir los. Einen blauen Himmel bekommen wir heute wohl nicht zu sehen, aber trotzdem sieht das bunte Laub an den Weinstöcken toll aus. In Vila Verde halten wir noch beim Intermarché an, um ein Huhn zu kaufen. (Es darf geraten werden, was es bei uns wohl morgen zu essen gibt. Aber gleich die allererste Antwort muss sitzen!) Wir nehmen ein Huhn aus Freilandhaltung, und selbst das kostet aufs Kilo nur 3 EUR. Kopf und Füße sind noch dran; die lassen wir abhacken und das Huhn dann vierteln. Wenig später erreichen wir Braga.



Durchfahrt durch Vila Verde

Wir hatten uns die Adresse des Camps oder die Koordinaten nicht aufgeschrieben, denn eigentlich sind die Campingplätze in Portugal immer ausgeschildert mit blauen Schildern und Campismo in weißer Schrift. Diesmal ist auch alles ausgeschildert, mit Camping Braga, schwarz auf weiß, mit einem Wohnmobilzeichen dabei. Aber man muss sehr aufmerksam bleiben; wir fahren zwei- oder dreimal an den Schildern vorbei. Na ja, am Ende finden wir ja doch noch hin. Die Nacht kostet 11,20 EUR mit Strom. Wir nehmen gleich den Platz, der dem Eingang gegenüberliegt. Ohne Bäume, die uns bei Regen nur allerhand Laub aufs Dach schicken würden. Nach einer Verschnaufpause gehen wir los in die Stadt. Die Innenstadt von Braga ist nur 2km entfernt. Vom Camp links ab und immer draufbleiben, draufbleiben auf der Avenida da Liberdade. Nirgends abbiegen. Die Straße wird immer hübscher, bis sie zu einer Fußgängerzone mit viel Blumenrabatten wird. Und schon sind wir in der Innenstadt.



Ankunft auf dem Camping municipal in Braga



zu Fuß gehen wir die 2km bis in die Innenstadt - auf der Avenida da Liberdade



wir finden uns auf dem Praça da República wieder

Am Ende der Avenida da Liberdade finden wir uns auf dem Praça da República wieder, wo zwei große Springbrunnen schöne Wasserspiele erzeugen. Was hier für schöne alte Bürger- und Adelshäuser stehen. Wir erkennen auch alles wieder von damals im Spätherbst 2009, als wir in Braga nur Starkregen hatten. Heute müssen wir froh sein, wenn alles trocken bleibt. Wir biegen ab in die Rua do Souto und sehen das schöne alte Café A Brasileira. Wir kehren gleich mal ein, denn es gibt einen freien Tisch am Fenster. Dann bummeln wir die Straße weiter hinunter bis zum Arco da Porta Nova, dem aus dem 18. Jh. stammenden Tor, das lange Zeit als Hauptzugang zur Stadt diente. Vorbei an diversen Kirchen, denn Braga soll nicht weniger als 30 Kirchen besitzen, kommen wir an eine schöne Parkanlage. Mehrere Leute harken die Beete; man ist immer fleißig in Portugal und hegt und pflegt immer alles. Wir machen uns auch schon langsam auf den Rückweg.



Braga wirkt hier richtig großstädtisch



das alte Café A Brasileira (Die Brasilianerin) gibt es schon seit 1907



wir finden einen Tisch am Fenster



wir bummeln durch Braga



ein mobiler Kaffeestand für einen Kaffee zwischendurch (nicht unser Fall)



wir wandeln die Rua do Souto hinunter



das Arco da Porta Nova war mal das einzige Tor zur Stadt



alles ist immer so schön angelegt



noch ein Blick auf den Praça da República



auf dem Platz der Republik gibt es edle alte Bürgerhäuser

Zunächst geht es abschüssig und dann auf den letzten Metern noch arg bergan. Das fiel uns vorhin gar nicht auf. Am Camp angekommen, begrüßt uns einer der Angestellten. Er spricht sehr gut deutsch und sagt uns, dass es ja in etwa zwei Stunden Regen geben würde und dass es besser sei, wenn wir unsere Kabeltrommel mit einer Plastiktüte zudeckten. Herbert antwortet ihm, dass es noch besser sei, wenn es keinen Regen gäbe. Wir lachen und reden noch eine ganze Zeit mit ihm. In unserer Zeile auf dem Camp haben wir übrigens holländische, englische, spanische und französische Nachbarn. Von jeder Nationalität jeweils ein Paar. Wir essen zu Abend und anschließend legt Annette das Huhn in den Topf, denn wer weiß, ob das Fleisch morgen noch gut ist? Am späten Abend beginnt unser Fernsehabend, aber mit einsetzendem Regen verschwindet der Empfang immer mehr. na ja, vor 1 Uhr nachts ist eh nichts an Ergebnissen zu hören. Annette sagt seit Monaten, dass der Trump haushoch gewinnen wird, denn was soll man von der dümmsten Nation der Welt anderes erwarten? Noch vor zehn Jahren hat man müde gelächelt über die Dummheit, aber mittlerweile ist Dummheit richtig gefährlich geworden auf der Welt.


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