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Donnerstag, 03. November 2016



Portugal ist nicht nur das Land der tausend Kacheln, sondern auch der tausend Springbrunnen

Annette hat mörderische Kopfschmerzen, und immer an der gleichen Stelle, links neben der Schläfe. Heute früh fällt ihr das Schreiben schwer. Nach dem Frühstück ist das Wetter deutlich besser geworden. Wir fahren die paar Kilometer bis Viana do Castelo, wo wir einen neuen Internetzugang kaufen müssen. Es geht vorbei am Navio Hospital, dem Hospitalschiff Gil Eannes, das seit Jahren hier in Viana festgemacht hat und besichtigt werden kann. Wir haben das mal gemacht, und wer nach Viana do Castelo kommt, sollte sich das Hospitalschiff nicht entgehen lassen. Alles ist noch im Originalzustand, die Behandlungsräume und alles. Wir finden jetzt einen riesigen Parkplatz direkt neben bzw. hinter dem Hospitalschiff. Dann kann es losgehen in die Stadt.



Ankunft in Viana do Castelo - neben der Gil Eannes gibt es einen riesigen Parkplatz



wir machen uns auf in die Stadt

Kotzübel ist es Annette, und sie hofft, dass wir bei Vodafone schnell fertig sind. Aber erstmal müssen wir den Laden finden. Zweimal fragen wir Leute, bis es heißt, Vodafone wäre im Shopping Center namens Espaço Linha Norte, neben dem Bahnhof. Dort werden wir dann sofort bedient, und der junge Mann weiß auch sofort, was wir wollen. Zack, hat er das Vodafone-Magazin zur Hand und zack, schaltet er die SIM-Karte frei. Er sagt, dass er die PIN-Nummer auch schon gespeichert hätte; wir müssten also gar nichts mehr tun. Immer wieder toll, wie die Portugiesen alle englisch sprechen. Wir haben den Tarif Vodafone Go, 30GB für 30 Tage für 30 EUR. In Spanien wollten wir uns die Anstrengung bei Vodafone ja nicht antun, und die SIM-Karten sind nach 90 Tagen der Nichtbenutzung tot, also hätte die nach unserem Portugalaufenthalt schon nicht mehr funktioniert. Puh, jetzt sind wir froh, dass alles so gut geklappt hat hier; jetzt gehen wir heim und übertragen erstmal die beiden letzten Tage für unsere Leser.



Viana do Castelo ist eine sehr hübsche Stadt, die einen Besuch wert ist



alles ist immer so schön alt



bei Vodafone nehmen wir den 30-Tages-Tarif

Mit Annettes Kopf ist es nicht viel besser, aber sie glaubt dass, wenn sie sich ausruht, die Kopfschmerzen nur noch mehr betont werden. Ablenkung ist da vielleicht besser. Jetzt ist es 12 Uhr Ortszeit, und wir gehen zurück in die Stadt. Wir würden auch gern irgendwo essen, dabei aber draußen sitzen, denn es ist schön warm und drinnen ist die Luft oft so stickig. Wir laufen und laufen, bis wir schließlich wieder an dem großen Einkaufskomplex landen. Es gibt eine Außenterrasse ganz oben, wo die Fressmeile ist, also kaufen wir uns jetzt hier unser Mittagessen. Alles sieht appetitlich aus, schmeckt aber dann nicht so gut. Herbert hatte sich für alentejanische Küche entschieden, und die ist eher deftig und das Fleisch sauer eingelegt, was immer schmeckt, als hätte das Fleisch einen Stich. Annette nimmt ein Stück Bacalhão, Kabeljau, das portugiesische Nationalgericht. Aber es sind tausend Gräten im Fisch, riesige, und doch kann man sie vorher kaum sehen. Möwen fliegen hier umher und warten, dass die Leute Essen auf ihren Tellern zurücklassen. Auf diese noch halbvollen Teller stürzen sich dann die Möwen und schlingen irre schnell alles hinunter. Wir sind schon etwas enttäuscht vom Essen und gehen nun heim, wo wir direkt auf den Rio Lima schauen, an den der Parkplatz angrenzt und der hier in den Atlantik mündet. Viana do Castelo, so lesen wir in unserem uralten Baedeker von 1998, hatte, bevor es von Königin Maria II. seine Stadtrechte bekam, Viana da Foz do Lima geheißen. Und was hatten wir gerade erst letzte Woche gelernt? Foz (Fosch) heißt Flussmündung. Wir gehen sehr früh zu Bett, schon um halb acht. Der Fernseher bleibt aus. Spät nachts fängt es ganz stark an zu regnen.



Viana do Castelo



ein Blick auf das Bahnhofsgebäude



wer mit dem Zug anreist, hat diesen allerersten Blick auf Viana do Castelo



jetzt wollen wir noch irgendwo essen gehen



auf dem Praça da República



der Praça da República in anderer Blickrichtung


 



hier schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf Weihnachten


 



ganz oben im Einkaufskomplex gibt es die Fressmeile, wo wir etwas essen



diesen Blick auf den Rio Lima haben wir von unserem Wohnzimmer aus



unsere Tagesroute ca. 12km

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