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Dienstag, 04. September 2018



es geht zum Passagierkai

Wir gehen davon aus, dass dies vorläufig unser letzter Tag hier oben an der Küste sein wird. Die Möbel sind bestellt, das Parkett auch, alle weiteren anstehenden Umbauten kommen erst nach Einzug und sind nicht dringend. Wir finden, dass es mal wieder an der Zeit ist, die Familie in Rosenheim zu besuchen. Haben uns ja lange nicht mehr sehen lassen, eigentlich seit Oktober letzten Jahres nicht mehr. Herbert ruft seine Tochter an und will uns für nächste Woche ankündigen. Aber es passt ihnen nicht so gut. Sie muss derzeit viel arbeiten, Mittwoch, Donnerstag, Freitag nächster Woche. Montag und Dienstag alles für den Schulbeginn vorbereiten usw. Allzu spät in den September hinein wollen wir auch nicht wegbleiben und so einigen wir uns, dass wir unseren Besuch bis auf weiteres verschieben. Als Herbert wieder auflegt, sind wir fast ein wenig erleichtert, die lange Anreise von ca. 860km nicht auf uns nehmen zu müssen. Wir hatten auch immer hin und her überlegt, ob wir mit dem Audi oder dem Wohnmobil fahren sollen? Wir wären wohl mit dem Wohnmobil gefahren, weil das bequemer ist vor Ort und man nicht aus dem Koffer leben muss. Huch, wie schön, dass wir nun die Port Party miterleben können, die am nächsten Wochenende stattfindet. Am 15. September werden drei Kreuzfahrtschiffe auslaufen und die werden mit Feuerwerk und allem Drum und Dran verabschiedet werden. Es wird alle möglichen Veranstaltungen geben (hier gibt es ja ständig irgendwelche Veranstaltungen). Bleiben wir also schön hier und werden allenfalls anschließend noch einmal an die Seenplatte fahren.



rauf auf die Fähre, die uns über die Warnow bringt

Was machen wir heute und jetzt? Die Sonne lacht - unsere Herzen lachen. Wir finden, dass wir mal wieder auf den Darß fahren könnten. Mit dem Auto ist es ja doch bequemer und leichter, überall parken zu können. Also auf geht's zum Passagierkai von Warnemünde und zur kleinen Fähre, die über die Warnow geht. 4,90 EUR fürs Auto und uns beide und schon sind wir drüben in Hohe Düne. Zu dumm, dass Annette ihre falsche Brille auf der Nase hat. So, jetzt fahren wir nicht gleich auf den Darß - Deutschlands schönste Halbinsel - sondern biegen erstmal ab nach Graal-Müritz, dem schönen alten Ostseebad. Wir parken am Bahnhof und laufen durch den Wald zur Seepromenade. Ach, wie schön, aber eine Jacke können wir heute vertragen, am Meer ist der Wind etwas frisch. Dann fahren wir weiter zum Darß. Erster Halt ist der Kapitänsort Wustrow, wo wir der Figur Swantewit wiederbegegnen. Die hatte ja letzten Freitag die 800jährige Geschichte Rostocks erzählt und sah auf dem Bildschirm genauso aus wie jetzt hier in Holz. Wir lassen uns wieder den Wind um die Nasen wehen und gehen dann auch zum kleinen Hafen am Achterwasser. Ein Schiff legt gerade an und nimmt Leute - samt deren Fahrrädern - mit nach Born auf einen Ausflug.



heute hat die AIDAdiva festgemacht


 



die Fährfahrt ist immer viel zu kurz



Ankunft in Graal-Müritz


 



Annette füttert immer die Möwen (nicht auszudenken, deren Möwengeschrei irgendwann nicht mehr zu hören)



jeder Ort hat nun wieder seine Seebrücke


 



weiter geht unsere Fahrt



wir erreichen Wustrow, den ersten Ort auf dem Darß



nanu, da ist ja Swantewit, den kennen wir doch


 



in Wustrow an der Seebrücke



die Strandkörbe an der Ostsee haben gerundete Ecken, und die an der Nordsee haben richtig eckige


 



ein Bummel durch Wustrow



wir sind am Achterwasser


 



das Schiff nimmt Leute mit nach Born auf dem Darß



hier noch ein Blick auf die Kirche von Wustrow



vorbei geht unsere Fahrt an windschiefen Bäumen

Wir fahren weiter in Richtung Zingst. Ist auch noch ganz schön was los überall. Vielleicht kommen die Leute auch extra jetzt, in der Hoffnung, dass es ruhiger wird, jetzt, da wieder überall die Schule angefangen hat bis auf Bayern. In Zingst findet sich auch wieder ganz leicht ein Parkplatz. Wir bummeln am Achterwasser entlang und laufen dann durch den Ort. Essen auch eine Kleinigkeit, ein paar Pommes frites. Vorbei geht es am schönen Kurhaus und hinauf auf die Seebrücke. Hier am Strand von Zingst hatte Annette in 2003 mal teilgenommen beim Anbaden am 1. Mai. Das war eine Gaudi, und der jüngste und älteste und am weitesten angereiste Teilnehmer bekam eine Extraurkunde. Am weitesten angereist waren ja wir, von Bernau am Chiemsee, unserem alten Wohnort - und so bekam Annette damals ein paar hübsche Souvenirs und eine Urkunde, die sie heute noch hat. War ja auch hart erarbeitet bei 8°C Wassertemperatur damals. Aber was ein echtes Küstenmädel ist . . . Wir nehmen noch das "Fischland Darß Zingst" Ferienmagazin 2018 mit, in dem unglaublich schöne Landschaftsaufnahmen zu sehen sind. Die Landschaft in ganz M-V ist aber auch einmalig schön. Auf einem Auto aufgeklebt lesen wir jetzt: ZINGST - HALB INSEL, HALB PARADIES. Dem können wir nur zustimmen. Für die Rückfahrt entscheiden wir uns für die Route über Barth, das heißt, wir fahren über die Brücke und zurück aufs Festland. Dann wieder in Richtung Markgrafenheide und Hohe Düne und schwupp, über die Warnow. Die AIDAdiva, die planmäßig um 18 Uhr abgelegt hat, sehen wir noch in der Ferne, denn es ist bereits halb sieben. Ein schöner Tag geht zu Ende, und wir essen jetzt noch eine ganze Ladung Weintrauben, die unbedingt wegmüssen.



wir erreichen Zingst



die Häfen liegen alle am Achterwasser


 



künstlerisch gut umgesetzt



in Zingst



hinauf auf die Seebrücke



ein Blick auf das Kurhaus von Zingst



Alte Liebe rostet nicht? Von wegen.


 



noch ein kleines Sonnenbad



über die Brücke geht es zurück aufs Festland



die Fähre bringt uns wieder heil nach Warnemünde

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