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Mittwoch, 19. September 2018



Ankunft in Schwaan, der Stadt der Künstlerkolonie

An Fahrradfahren ist heute nicht zu denken, denn die Knie sind nicht besser geworden. Beim Geradeausgehen ist es gut, aber wehe, es kommt eine Stufe oder es geht bergauf oder bergab. Machen wir heute halt einen Ausflug mit dem Auto. Wir haben uns Güstrow ausgesucht, und weil es auf dem Weg liegt, auch die Kleinstadt  Schwaan mit ihrer Künstlerkolonie. Wir fahren über Land, und es kommen weder eine Umleitung noch eine Radarfalle. Ist ja richtig erstaunlich. Schwaan ist dann gemütlich und beschaulich. Es gibt hier eine Kunstmühle, und im Park sind einige Skulpturen und Kunstwerke zu sehen. Wir gehen auch ans Ufer der Warnow, die ja direkt durch Schwaan fließt. Die Warnow ist ja nicht lang; sie entspringt bei Parchim; ein kurzer Fluss, der bis Warnemünde richtig breite Ausmaße annimmt. Wir schauen jetzt auch mal in die Kirche von Schwaan und suchen uns eine Gaststätte fürs Mittagessen aus, landen im Deutschen Haus, einem Hotel-Restaurant. Das Essen ist gar nicht schlecht, aber überteuert: Bratkartoffeln mit Sülzfleisch 9,20 EUR. Die hatten die Preise im Aushang so verdeckt, dass wir schön darauf hereingefallen sind. Dann fahren wir weiter nach Güstrow, können ganz nahe dem Schloss parken und durch Güstrow bummeln. M-V hat drei Schlösser: dieses hier, dann das in Schwerin und eines in Ludwigslust. Güstrow ist immer wieder schön, zuletzt waren wir in 2013 hier, da war es ähnlich heiß wie heute. Schade, dass der Brunnen am Marktplatz - am Pferdemarkt? - gerade restauriert wird und verpackt ist. Jetzt noch ein Eis und dann finden wir in einer Seitenstraße eine Art Pfandhaus, wo es schöne Uhren und Schmuck und dies und das gibt. Annette kauft sich da eine Halskette. Sogar eine schöne Menora haben die da, und Annette wollte schon immer eine kaufen, aber diese hier, zwar vergoldet und schön, ist ihr zu klein. Da müsste man ja winzige Kerzen nehmen. Dann machen wir uns auf die Heimfahrt, nehmen jetzt die Autobahn und fahren durch die Stadt und über Elmenhorst, nicht Warnemünde, das ist kürzer, und mit dem Auto auch leicht zu fahren, mit dem Wohnmobil vielleicht nicht gerade. Bei uns am Platz kommt ein Nachbar zu uns. Er hat auch einen La Strada und freut sich, dass er Gleichgesinnte trifft. Wir erzählen über die Bordtechnik und dies und das. Und wo kommen Sie her?, fragt Herbert. -- Ich wohne in Dresden. -- Aber Sie klingen ja nicht so, als kämen Sie von da, sagt Annette. -- Nein, ich stamme aus München . . . Er sagt, dass er vor drei Jahren nach Dresden gezogen sei. Er hätte mit seinem Wohnmobil an der Elbe gestanden und gesagt, Dresden gefällt mir so gut, in Dresden will ich wohnen. Er sagt uns, dass er ganz oft im Osten sei, dass es für ihn das schönere Deutschland sei, und dass seine Familie es überhaupt nicht verstehen könne, wie er in den Osten ziehen konnte. Ja, sagen wir, das ist bei uns ganz genauso. Auch hier an der Ostsee ist er ganz oft, sagt er uns, diesmal ohne seine Frau. So unterhalten wir uns eine ganze Weile. Es ist ein lauer Abend.



ein Blick auf die Kirche von Schwaan


 



Idylle am Ufer der Warnow



kleine Kunstwerke findet man überall im Ort



hier hat die Warnow noch ganz bescheidene Ausmaße



ein Blick ins historische Landküchencafé


 



wir essen im Deutschen Haus zu Mittag



Ankunft in Güstrow mit Blick auf das Güstrower Schloss


 



vorbei und hinein geht es in die Kirche


 



ein Bummel durchs schöne Güstrow



der Briefkasten ist noch in Betrieb


 



zurück geht es über die Autobahn

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