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Dienstag, 18. September 2018



hier entlang zum Stellplatz in Elmenhorst, auf dem Gelände der Fa. Stuhr

Heute lacht die sonne - heute machen wir mal einen Ausflug nach Bad Doberan und Heiligendamm. Wir radeln gegen halb elf los, aber über die Landstraße, nicht über den Ostseeküstenradweg. Das heißt, wir fahren neben der Landstraße her auf einem eigenen Radweg. Das geht leichter als über Stock und Stein. In Elmenhorst halten wir auch mal an und schauen uns den Stellplatz auf dem Gelände der Fa. Stuhr an. 10 EUR plus Strom, aber vielleicht steht man hier ja besser als auf dem anderen Platz im Gewerbegebiet. Dann müssen wir ganz schön gegen den Wind ankämpfen, und wir radeln ja noch ganz aus eigener Kraft, nicht mit Elektroantrieb, wie es fast alle heute tun. Der neueste Trend in Sachen Elektrofahrrad sind kleine Klappfahrräder mit Akku. Die sieht man immer öfter, und die sehen immer etwas albern aus mit ihren Lenkern und Satteln, die 1m lang aus der Halterung schauen. Wir fahren also noch aus eigenem Antrieb, und das Gute daran ist, dass man unsere Räder nicht klauen wird, wie es auf Usedom in großem Stil betrieben wird, sogar zusammen mit den Fahrradträgern. Immer her damit, die Deutschen haben es ja. So, und schon erreichen wir Bad Doberan. Wir biegen gleich mal ab zum Doberaner Münster, das Annette gar nicht in dieser Größe in Erinnerung hat. Ist es nicht so, dass einem immer alles viel kleiner vorkommt, was man von früher her kennt? Sie war auch noch nie im Doberaner Münster, denn da hatte sie früher nichts verloren und also auch nichts zu suchen. Wir werfen mal einen Blick hinein und sind angenehm überrascht. Auf einer Tafel lesen wir, dass es die einzige hochmittelalterliche Klosterkirche Europas ist, die eine komplexe Kirchenausstattung in ihrer Gesamtheit zeigt, und dass es das am besten erhaltene und damit zentrale Denkmal der kulturellen Erschließung des Ostseeraums im Mittelalter ist. Donnerwetter, wieder so ein Superlativ.



so stehen die Wohnmobile hier



Ankunft in Bad Doberan



ein erster Blick auf das Doberaner Münster



alles ist herrlich restauriert worden


 



in Bad Doberan - einem Moorbad - geht es gemütlich zu

Wir verlassen das Münster und hören schon von weitem so ein bim-bim-bim. Das kann ja nur der Molli sein, die Schmalspurbahn, die seit über 100 Jahren ihren Dienst tut. Annette weiß noch, wie der Molli-Bahnhof in Bad Doberan in 1986 seinen 100. Geburtstag gefeiert hatte. Ah, da kommt er auch schon angeschnauft. Immer wieder ein Erlebnis. Auf Rügen kurvt auch so eine Schmalspurbahn über die Insel, und zwar der Rasende Roland. Heute begegnet uns der Molli im ganzen viermal. In einem Asia-Imbiss essen wir eine Kleinigkeit und machen uns auf nach Heiligendamm. Der Fahrradweg entlang den uralten Bäumen ist herrlich, schade, dass wir nicht anhalten für ein Foto. Dann ist Heiligendamm erreicht. Wir radeln zur Seebrücke, vorbei am Gelände des Grand Hotels. Heiligendamm - die Weiße Stadt am Meer, Deutschlands ältestes Seebad, gegründet von Friedrich Franz I. in 1793. Annette war in 1993 zur Zweihundertjahrfeier hier, da war Heiligendamm nicht so steril und künstlich wie heute. Irgendwie findet kein Alltag mehr hier statt. Wir sind ein wenig enttäuscht von Heiligendamm. Da ist uns Warnemünde authentischer, nicht so überzüchtet. Aber jedem, wie es gefällt. Wir müssen uns auch so langsam auf die Heimfahrt begeben, sind am Ende ja bestimmt 30km, die wir auf dem Buckel haben werden. Jetzt nehmen wir den Ostseeküstenradweg, auch wenn es über Schotter und Steine und Sand geht. Vorbei an Börgerende und durch Nienhagen und durch den herrlichen Gespensterwald. Kurz vor Warnemünde biegen wir im Wald ab zum Feriendomizil Ostseeland in Diedrichshagen (ist ausgeschildert), weil das kürzer ist zu uns zur Rohrmannschen Koppel. Puh, jetzt sind wir platt, und Annette tun die Knie weh. Normalerweise hat sie immer eine extrem kurze Erholungszeit, egal wie sie sich verausgabt, aber die Knie tun noch beim Zubettgehen weh. Ist das Fahrradfahren gar nicht so gesund? Das hat sie sich ja immer schon gedacht, dass es außer einem großen Suchtpotenzial gar nicht nicht viel hergibt.



und da kommt auch schon der Molli angeschnauft



die beiden Frauen wollen nachher bestimmt Blümchen pflücken während der Fahrt


 



auf dem Marktplatz von Bad Doberan



und da kommt der Molli schon wieder



auf dem Weg nach Heiligendamm



Heiligendamm - die Weiße Stadt am Meer


 


 


 



alles wirkt etwas steril und ohne Alltagsgeschehen



jetzt sind wir auf dem Ostseeküstenradweg



es geht durch den herrlichen Gespensterwald



in Nienhagen verschnaufen wir kurz



dieser Weg führt zum Feriendomizil Ostseeland

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