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Samstag, 15. September 2018



an Bord der SEDOV

Wir radeln früh los zur Mittelmole, damit die SEDOV, die ja besichtigt werden kann, nicht ganz so überlaufen ist. 5 EUR Eintritt als Paar, und dann kauft Annette noch eine Pinnadel von der SEDOV unter offenen Segeln. Die lange Treppe hinauf und dann sind wir an Bord. Die gute alte SEDOV ist übrigens noch keine hundert, sie ist Baujahr 1921 und wurde unter dem Namen Magdalene Vinnen getauft. In 1936 wurde sie umbenannt in Kommodore Johnsen und nach dem Krieg, in 1946 in SEDOV (schön russisch sprechen: Sjedov). Steht am großen Steuerrad und auch auf einer Infotafel an Bord. Überhaupt ist alles auf russisch und englisch, weil es ja ein Segelschulschiff- ein Sail Training Ship - ist. Also die STS SEDOV. Wir schauen uns überall um. Das Messing glänzt und das Holz ist schön lackiert. Die Matrosen sind ganz junge Burschen, und zu lachen haben sie bestimmt nicht viel bei der Marine; da wird es kaum freundlicher zugehen als bei der russischen Armee, wo untereinander brutale Sitten herrschen, die sogenannte Djedowschtschina. Das leitet sich vom Wort Djeduschka - Großvater - ab. Das Recht des Älteren. Die Besatzung stellt sich zum Appell auf, es werden Fahrkarten für den öffentlichen Nahverkehr ausgegeben und es wird ihnen ein Dolmetscher zur Seite gestellt für den Landgang. Während wir auf Deck sind, kommen auch immer wieder Segelboote in den Hafen hinein. Schade, dass wir die Kajüten usw. nicht besichtigen können; wir bleiben nur auf Deck. Aber immerhin. An Land setzen wir uns bei der Bühne hin, wo gerade Werbung gemacht wird für AIDA. Wenn man jetzt bucht, bekommt man 50% auf alles oder auf das Bordguthaben oder so. Im Werbefilm, der auf dem großen Display spielt, ist natürlich schick, und bestimmt zeigt man die beste Suite her. Wir fahren dann erstmal heimwärts und wollen auch erst am Abend wiederkommen.



Annette muss mal wieder das Steuer übernehmen



alles ist gut in Schuss auf dem Segelschulschiff



immer wieder gibt es schöne Segelboote zu sehen


 



die AIDAmar und die Norwegian Breakaway liegen am Passagierkai


 


 



vorn am Bug


 



es ist noch früh am Tage, der Trubel fängt erst an



abends in Warnemünde

Es genügt ja, wenn wir gegen 20 Uhr losfahren. Aber um 19 Uhr fängt es erst noch zu regnen an. Schöner Mist, wenn der ganze Abend noch ins Wasser fiele. Der Regen hört auf, wir ziehen uns warm an uns fahren los. Gar nicht so einfach, an so einem Abend einen Parkplatz in Warnemünde zu finden. In die teuren Parkhäuser wollen wir nicht. Irgendwann finden wir einen Platz auf der Beethovenstraße, gar nicht weit weg vom Alten Strom. Von fern sehen wir schon Laserstrahlen am Himmel, die von der AIDAmar kommen. Heute Abend wollen wir uns ja mal auf die Ostmole stellen, von wo aus wir bestimmt einen guten Blick auf alles haben werden. Das Spektakel Rostock Cruise Festival wird auch heute Abend ab 21:45 Uhr auf N3 übertragen. Wir sehen auch Drohnen am Himmel, die wohl mit Kameras bestückt sind. So, es ist stockdunkel auf der Ostmole; da sind ja keine Laternen. man hat hier und da Strahler aufgestellt, von denen man total geblendet wird. Aber es findet sich noch ein guter Platz für uns. Auf der Ostmole ist es voll. Dann machen sich die AIDAmar und die Norwegian Breakaway auf den Weg. Es wird natürlich getutet, was die Druckluft hergibt. Von der Norwegian Breakaway hatten wir gerade erst einen Bericht im Fernsehen, auf der WELT, gesehen, da war sie vorn am Bug bemalt mit New Yorker Motiven. Da hatten wir noch gedacht, dass man sie vielleicht seitdem umlackiert hat, denn diesen buten Bug hatten wir nie gesehen, so oft sie hier in Warnemünde auch schon festgemacht hat. Aber jetzt im Dunkeln sehen wir den farbigen Bug. Das Feuerwerk beginnt, während die AIDAmar hindurchfährt. Sieht schon toll aus. Dann die Norwegian Breakaway, und anschließend noch das dritte Schiff, die Columbus, die etwas zu spät ist und vom Feuerwerk nichts mehr abbekommt. Es ist kalt so in der Nacht, und Annette bindet sich den Schal als Kopftuch um. Jetzt siehst du aus wie 'ne Türkin, sagt Herbert. Och, das ist mir egal, Hauptsache, ich habe es schön warm. Irgendwann ist das Schauspiel vorbei und wir verlassen mit hunderten von Leuten die Ostmole. Wieder so schwierig, die grellen Strahler zu vermeiden. Gegen halb zwölf sind wir wieder daheim, gehen zu Bett und müssen erstmal wieder richtig warm werden. Nur gut, dass für die kommende Woche wieder Temperaturen bis 25"C angekündigt sind.



die AIDAmar gibt eine Lichtershow



die beiden Schiffe sind bereit



das Feuerwerk kann losgehen


 



wir sind auf der Ostmole



gegen 23 Uhr machen wir uns an den Heimweg

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