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Mittwoch, 21. November 2018



Möbel Höffner kommt schon um 7:40 Uhr

Von 7 bis 18 Uhr müssen wir heute mit der Möbellieferung von Möbel Höffner rechnen. Annette steht um 7:40 Uhr am Fenster und sieht den Möbelwagen rückwärts in unsere Straße einbiegen. Höffner kommt, sagt sie dem Herbert, der noch im Bett liegt. Ist kein Witz, die kommen wirklich jetzt schon. Aber dann müssen wir wenigstens nicht den ganzen Tag auf Kohlen sitzen. Bis sie rangiert haben, ist Herbert in Hut und Mantel. Sie kommen aber früh, sagt Annette. -- Ja, und jeder will immer der erste sein. -- Aber wir sind doch heute die ersten, oder? -- Nee, die vierten . . Es stellt sich heraus, dass die Matratzen nicht in der Lieferung enthalten sind. Und dabei hatte man extra auf den Auftrag geschrieben, dass alles zusammen geliefert werden wird. Schöne Scheiße. Der Möbelbauer sagt, dass wir Leihmatratzen von Höffner verlangen sollen, das sei kein Problem. Das ist aber doch ein Problem, denn wir haben ja welche in Größe 2,00x0,80m bestellt. Herbert ruft Möbel Höffner an und man sagt ihm, dass die Matratzen in Hamburg seien und am nächsten Dienstag kämen. Und wo sollen wir jetzt schlafen? Aufs Hotel haben wir keine Lust und zurück ins Wohnmobil, nein danke. Bei den Nachtschränkchen ist auch was kaputtgegangen und muss ausgetauscht werden. Mann Mann, nichts ist bisher glattgegangen. Der Parkettheini muss nochmal kommen, das Spülbecken in der Küche ist seitenverkehrt, das Schlafzimmer hat Schäden und ist unvollständig. Wie machen das eigentlich die Leute, die berufstätig sind und wenn jeder zweimal ins Haus kommen muss? Deutschland redet neuerdings immer von künstlicher Intelligenz und dass man darin weltmarktführend werden will, und hat nicht mal die normale Intelligenz drauf. Abgesehen davon, dass das Internet in Deutschland hoffnungslos ist und man mittlerweile sogar in Afrika besseren Empfang hat. Wir sind genervt. Herbert legt nach sechs Minuten in der Warteschleife bei Höffner auf und wir schreiben ihnen eine Email. Wir verlangen eine finanzielle Entschädigung für die kommenden sechs Nächte. Ob wir damit durchkommen in der Servicewüste Deutschland? Wir fahren auch wieder zum IKEA und kaufen ein Bücherregal, das wir ins Schlafzimmer stellen wollen. Am Nachmittag bauen wir eine Wandlampe im Wohnzimmer an. Man kommt so blöd an die Stelle an der Wand, und so gibt Herbert Anweisungen, wo das braune und das gelbgrüne und das blaue Kabel hinmuss in der Lüsterklemme und Annette macht sich ans Werk. Das können wir immer gut, und so hat sich auch der Tisch aufgebaut. Der kommenden Nacht sehen wir nicht mehr so freudig entgegen, hatten ja gedacht, in den neuen Betten zu liegen.



und so sieht die nackte Küche aus - nicht den Wasserhahn am falschen Platz übersehen



der Schuppen muss auch saubergemacht werden, wenn morgen unser Hausstand gebracht wird



jetzt kann man hier vom Fußboden essen (war alles voller Sand und Spinnweben und Laub der letzten 22 Jahre)

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