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Dienstag, 06. November 2018



die Fähren kommen und gehen

Genau Wochen sind vergangen, seit wir zuletzt Gas getankt hatten. Wir sollten wieder losziehen und unsere Gasflaschen auffüllen, denn heizen mussten wir tags jetzt fast durchgängig. Nachts hatten wir zumindest das Warmwasser eingeschaltet gelassen. Das frisst alles Gas. Also los, und heute früh sogar bei strahlendem Sonnenschein. 33,6 Liter tanken wir heute. Dann retour, und auf dem Stellplatz fährt ein Wohnmobil nach dem anderen ab. Ob wir heute wohl zum erstenmal ganz allein über Nacht sein werden? Ansonsten waren es manchmal noch bis zu elf Wohnmobilen, die hier täglich eingetrudelt sind. Am Vormittag ruft Herbert das Parkettstudio an: Vielleicht kommt das Material morgen, und dann ginge es am Donnerstag los. Wenn nicht, so werden sie sich  zumindest an den Küchenboden manchen. Estrich gießen und Vinylboden verkleben. Schöner Mist, wenn sich das noch bis in alle Ewigkeit hinzöge mit unserem Einzug. Wir essen früh zu Mittag und fahren dann nach Warnemünde. Ist ja wirklich herrlich, wenn die Sonne lacht. Da brauchen wir keine Überwinterung mehr im Süden, haben ja die Ostsee vor der Haustür. Es kommt ein Anruf von City Möbel: Die Möbel seien nun da und könnten jederzeit geliefert werden. Wir sagen ihnen, dass wir uns melden, sobald die Wohnung fertig sei. Wir tun ein paar Schritte am Strand, und das hebt die Seele. Wohnen, wo andere Urlaub machen - so ging früher immer der Slogan von Rostock. Wir kehren auch wieder ein ins Lotsenhaus und sind dann gegen 16 Uhr wieder daheim. Tatsächlich die einzigen auf dem Platz. Wenig später wird es schon dunkel. Eine Email vom Parkettstudio, der Hauptzentrale in Bad Mergentheim, erreicht uns mit der Auftragsbestätigung. Was sollen wir damit anfangen? Oder soll es bedeuten, dass das Material heute rausging? Vielleicht besteht ja doch noch Hoffnung für uns. Im Radio sagen sie, dass der Rostocker Zoo seinen Titel "Bester Zoo Europas" (Kategorie II, 500.000 bis 1 Mio. Besucher im Jahr) verteidigt hat. Im Jahre 2015 hatte er den Titel bereits gewonnen. Heute wäre ein englischer Zooheini in Rostock gewesen und hätte den Titel überreicht. In Annettes Kindheit, also vor hundert Jahren, war der Zoo noch ganz schön armselig. Die Elefanten standen auf Beton, und die Eisbären hatten auch nur ein Gelände aus Beton und einen breiten und tiefen Wasserkanal zum Schwimmen. In den 70er Jahren fiel mal ein Kind über die Brüstung des Eisbärengeländes (man schaute so von oben herab auf die Eisbären) und die Eisbären stürzten sich auf die unverhoffte Beute und fraßen das Kind auf.



ein Bummel am Strand hebt die Seele


 


 


 



die Strandkörbe sind immer noch zu haben


 



wir sind wieder im Lotsenhaus am Alten Strom

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