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Dienstag, 21. November 2017



auf nach Homburg im Regen

Egal, ob es regnet oder schneit - so hatte es Annette gestern gesagt. Die große Überraschung, von der wir gestern Abend noch gelesen hatten, ist diese: Der Saunabereich bei uns im PLUB Pirmasens wird gar nicht mehr betrieben. Aber es gibt ja noch die Badelandschaft in Dahn. Die nächste Überraschung: Dahn hat wegen Wartungsarbeiten im November geschlossen. Hoppala. Und jetzt? Es gibt noch eine Sauna in Homburg und in Landstuhl, aber Landstuhl scheint wohl nur eine Art Fitness-Studio zu. Also auf nach Homburg, und zwar in strömendem Regen. Als wir ankommen, hört der Regen etwas auf, aber verdammt kalt ist es. Die Preistafel ist etwas verwirrend. Frühschwimmer, Spätschwimmer, 3h-Eintritt, 4h-Eintritt, Tageskarten, montags und dienstags kleine Ermäßigungen. Diese vielen Preisvarianten sollen wohl die hohen Eintrittspreise etwas kaschieren. Wir nehmen den 4h-Aufenthalt à 20,50 EUR.



an der Kamininsel im Ruheraum

Die Orientierung ist dann auch erstmal etwas verwirrend, aber wir finden uns schließlich in der Zeremoniensauna bei 75°C wieder. Es ist kurz vor elf, und zu jeder vollen Stunde gibt es einen Aufguss. Anschließend in die Dusche. Wir stellen fest, dass die Wege extrem lang sind, und bis wir am Tauchbecken ankommen, das sich draußen befindet, sind wir schon total durchgefroren. Jetzt mögen wir nicht mehr ins Tauchbecken. Wir gehen nur ins kleine Badebecken, das eine Wassertemperatur von 30°C hat. Alles draußen. Annette klappern die Zähne, als wir wieder an Land sind. Jetzt in den Ruheraum, wo sich ein Kamin befindet. Ist aber nur eine Gasflamme, kein echtes Holzfeuer. Alles hat so einen asiatischen Hauch, alles ist streng und nüchtern. Irgendwie steril. Wir schauen uns später auch etwas um im Saunabereich, laufen die langen Flure entlang, von denen dann hier und da die Saunaräume abgehen. Gemütlich ist es nirgends. Im ganzen machen wir drei Saunagänge, die dritte in der sogenannten Schlossbergsauna, die wohl Platz für 50 Leute hat, wenn nicht 80. Ein Riesenraum. Hier sind wir ganz allein. Und immer der lange Weg nach draußen, und bis man da ist, ist man durchgefroren. Hier hat man wohl mehr Wert gelegt auf die Bewegung. Schade um das Vergnügen des Tauchbeckens. Wie soll das erst im Dezember/Januar sein, wenn es draußen richtig kalt ist. Oder verschneit. Das stelle man sich mal vor: Man geht in so einen pompösen Saunatempel und dann friert man die halbe Zeit.



draußen befinden sich zwei kleine Badebecken und das Tauchbecken

Nein, hier würden wir wohl nicht mehr herkommen, ist uns alles zu nüchtern und streng von der Architektur her. Wir schauen uns auch nicht mal den Schwimmbereich an. Die heutigen schicken Badelandschaften sind eh nur zum Hopsen und Planschen da, nicht zum Schwimmen, alles nur fürs Auge. Wir holen die Badesachen also gar nicht erst raus, und dabei kam es gestern noch zu dieser Unterhaltung, als Annette ihren alten schwarzen Badeanzug mal anprobiert hat: Du schau mal, findest du, dass mich der Badeanzug dick macht? Darauf der Herbert: Der Badeanzug MACHT dich nicht dick - du BIST so dick . . . Irgendwann sind unsere vier Stunden vorbei, und die vier Stunden haben auch vollauf gereicht. Wir freuen uns schon die ganze Zeit auf das restliche Kassler und das Sauerkraut daheim, das ist jetzt genau das richtige. Die Badetücher kommen auf den Wäscheständer, und es ist schön, wieder daheim zu sein. Uns tun alle Muskeln weh, und so richtig wohl fühlen wir uns nicht. Hoffentlich war das heute nicht zu kalt, so nackert draußen herumgesprungen zu sein.

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