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Montag, 14. November 2016



wir gehen nach Guimarães hinein

Fast wollen wir heute Guimarães auslassen, denn Annette fühlt sich nicht besonders wohl und ihr tut das linke Ohr weh. Aber dann sehen wir, dass der Parkplatz hier am Castelo gar nicht so weit weg ist von der Altstadt. Und so machen wir uns dann doch auf den Weg. Guimarães hatten wir in der Adventzeit 2009 mal besucht, hatten damals aber Schlechtwetter. Die Altstadt haben wir in sehr guter Erinnerung. Als wir losgehen, wandelt schon eine ganze Busladung über das Gelände der Festung. Wir finden uns ganz bald auf der schmalen Rua de Santa Maria wieder, einer der ältesten Straßen von Guimarães. Auf den Plätzen der Stadt, wie auf dem Largo da Oliveira (Platz des Olivenbaums) werden schon fleißig die Tische herausgestellt und eingedeckt. Man erwartet wohl immer große Besucheranstürme in Guimarães.



rechts ein Blick auf das Rathaus



die mittelalterliche Rua de Santa Maria bringt uns in die Altstadt



auf dem Largo da Oliveira



die Igreja da Oliveira steht auf dem gleichnamigen Platz



wir bummeln ein wenig durch Guimarães



der Largo do Toural ist heute der Treffpunkt für die Einheimischen

Wir wollen auf jeden Fall noch einmal zu diesem Schriftzug gehen, der besagt, dass Guimarães die Wiege der Nation ist. Zurückzuführen auf eine Schlacht, die Portugal in seine Unabhängigkeit führte. Herbert weiß noch, in welche Richtung wir zu gehen haben. Herrlich, die gekachelten Häuserfassaden, die, je nachdem, wie das Licht fällt, in der Sonne schimmern wie Fischschuppen. Die Idee mit den gekachelten Fassaden hat auch wirklich kein anderes Land, und die Kacheln halten ewig. Dann sehen wir auch den Schriftzug, den wir ganz anders in Erinnerung haben. Wir sind nun auf dem Largo do Toural, dem heutigen Hauptplatz der Stadt. Früher ein Rindermarkt, und hier wurden auch Stierkämpfe ausgetragen. Wir setzen uns auf eine Bank und schauen den Einheimischen zu. Im Süden spielt sich das Leben ja draußen ab; besonders die alten Leute treffen sich und sitzen zusammen und reden. Uns fällt immer auf, wie gut die Leute gekleidet sind. Man geht nie einfach so auf die Straße, nicht mal beim Einkaufen, man macht immer was her. 



Guimarães gilt als die Wiege Portugals, wie dieser Schriftzug besagt



auf dem Largo do Toural



es ist herrlich in der Sonne



das Padrão do Salado Nationaldenkmal

In der Touristinformation fragen wir mal, ob sie dort schon Kartenmaterial für die historischen Dörfer Portugals haben oder ob wir noch zu nördlich sind. Wir sind noch zu nördlich, aber man gibt uns eine Karte von Nordportugal mit, auf der schon ein paar dieser Dörfer mit drauf sind. Man fragt uns am Ende auch wieder, welcher Nationalität wir sind und hat dann sogar noch eine Broschüre von Guimarães auf deutsch für uns. Darin lesen wir, dass mal geplant war, das Castelo abzureißen und seine Steine zum Pflastern der Straßen von Guimarães verwenden wollte. Grund war, dass das Castelo mal als politisches Gefängnis diente und dass die Verteidigungsfunktion der Burg im Laufe der Jahrhunderte mit dem Auftauchen moderner Artillerie schwand. Wenn man das alles so liest, möchte man meinen, dass diese Pläne eher neueren Datums sein müssten, aber das alles geschah in 1836. Der Vorschlag wurde mit vier befürwortenden Stimmen und fünfzehn Gegenstimmen nicht angenommen; er war aber Auslöser lebhafter Diskussionen. Man hat die Burg im 20. Jh. restauriert und hiernach zum Nationaldenkmal ernannt. Als wir zurück am Parkplatz sind, fahren wir direkt weiter nach Amarante, wo wir uns etwas außerhalb hinstellen. Ein hübscher Platz am Fluss, mit zwei Parcours, auf denen die Einheimischen bis nach 22 Uhr laufen oder stramm gehen. In kleinen Gruppen oder einzeln. Es ist aber auch ein milder Abend.



in der Touristinformation gibt man uns noch einiges Kartenmaterial



wieder geht es durch die schmale Rua de Santa Maria



weiter geht unsere Fahrt



Ankunft in Amarante - wir sind nun auf der Rota do Românico



diesen Platz haben wir für uns ausgesucht



was für ein Ambiente am Fluss



unsere Tagesroute ca. 36km

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