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Sonntag, 13. November 2016



Ankunft im gleichnamigen Dorf Bom Jesús - eine Straße führt bis ganz hinauf

Heute wollen und können wir endlich weiterfahren. Die Sonne kommt schon gleich am Morgen. Unsere Kabeltrommel ist ganz verdreckt vom vielen Regen, die wischen wir noch vorm Wegpacken sauber. Für die 5 Nächte sind dann 56 EUR fällig, wirklich günstig, Strom und Internet und Duschen inklusive. Das Sanitärhäuschen war zwar sehr einfach, aber immer sauber. Unser heutiges Ziel liegt bloß 6km entfernt: die Wallfahrtskirche Bom Jesús do Monte. Eine Standseilbahn mit Wasserantrieb führt hinauf zur Kirche, und die wollen wir uns nicht entgehen lassen. Die paar Kilometer in östlicher Richtung legen wir ruckzuck zurück, verpassen dann aber das Schild für den Parkplatz, können nirgends mehr drehen und fahren somit erstmal ganz hinauf zur Kirche zum Guten Jesus.



die Talstation der Standseilbahn sieht ganz verlassen aus, also fahren wir mit dem Auto hinauf

Oben angekommen wollen wir eigentlich gleich wieder hinunter und dann mit der Seilbahn wieder hinauf. Der Parkplatz unten ist dann sehr groß und schnell sind wir an der Talstation. Auf einem Zettel lesen wir, dass die Seilbahn - Elevador - ab 30, Oktober mittags von 12:55 bis 13:55 Uhr Pause macht. Es ist 13:10 Uhr, aber alles sieht hier so verlassen aus, als würde die Bahn jetzt im Winter gar nicht mehr fahren. Es ist auch niemand da, den wir fragen können. So lange im Wohnmobil sitzen und warten wollen wir auch nicht. Also fahren wir wieder hinauf. Es gibt oben einen Parkplatz, zu dem eine Schranke führt. Für Autos kostet das Parken 1 EUR, für Busse 15 EUR und für Wohnmobile 10 EUR. Das ist uns zu viel für eine Stunde Parken. Vorhin hatten wir etwas weiter weg einen größeren Parkplatz an einem verlassenen Kiosk gesehen. Zu dem fahren wir jetzt und stehen da ganz gut. Über den anderen Parkplatz gehen wir dann in Richtung Wallfahrtskirche.



die Pferde warten geduldig auf Gäste



die Parkanlagen der Wallfahrtsstätte sind großzügig und sehr gepflegt

Es geht durch große Parkanlagen, die sehr gepflegt sind. Auf einem kleinen künstlichen Teich kann gerudert werden, was die Leute später auch machen werden. Dann sind wir bei der Kirche angelangt. Überall Blumen und alles so prächtig. Eigentlich müssten wir dankbar sein für das schöne Wetter, aber die Hitze macht uns heute richtig zu schaffen. Dann kommt auch die erste Bahn hoch. Der Waggon ist noch richtig schön alt, mit Holzbänken und allem. Auf der Einstiegsplattform in den Pflasterstein eingelassen lesen wir das Datum 25 III 1882. So alt ist die Standseilbahn also schon. Und wie gesagt mit Wasserantrieb - Elevador Hidraúlico. Wir sehen, wie an zwei Stellen Wasser eingefüllt wird am Waggon. Ist ja wirklich interessant.



überall kann man flanieren



Braga liegt uns zu Füßen



eine grandiose Treppenanlage führt zur Kirche hinauf

Annette will jetzt mal hinuntersteigen bis zu der Terrasse, an der die festliche barocke Treppenanlage ihren Ausgang nimmt. In allen Prospekten war die Wallfahrtskirche immer mit dieser imposanten Treppenanlage zu sehen. Treppab ist ja leicht, aber dann wieder hinauf ist doch arg anstrengend. An jedem Treppenabsatz plätschert Wasser aus diversen Brunnen, und man glaubt fast, dass das Wasser hier das Hauptthema ist. Die Treppe ist wirklich klasse. Nach kurzer Verschnaufpause gehen wir natürlich auch in die Wallfahrtskirche, die neoklassizistisch inspiriert ist (Bauzeit 1784 - 1857). Drinnen ist sie wieder angenehm schlicht im Auge. Das Portal ist in warmes gelbes Licht getaucht. Draußen essen wir uns noch ein Magnum-Eis und schauen hinunter auf Braga. Die Aussicht von hier oben ist grandios, aber Braga ist zu modern, als dass die Stadt hübsch aussieht von hier oben. Für den Rückweg nehmen wir eine andere Route durch die große Parkanlage. Überall gibt es Picknickbänke und -tische. Und überall plätschert Wasser.



ein Blick auf die Gesamtanlage, wie im Prospekt



die Kirche Bom Jesús ist wieder angenehm schlicht im Innern



die Standseilbahn ist richtig schön altertümlich



das System läuft über Wasserantrieb



man kann auch Ruderboote leihen



weiter geht unsere Fahrt über Land

Nur 3km von hier entfernt gibt es noch eine weitere Wallfahrtskirche namens  Sameiro, auf dem Monte Sameiro. Diese ist, so lesen wir, nach Fátima die meistbesuchte Wallfahrtsstätte des Landes. Sie soll lieblos in die Landschaft gebaut worden sein. Aber uns ist jetzt eh nicht mehr nach weiteren Wallfahrtskirchen zumute. Es hätte sogar noch eine Barockkapelle gegeben, weitere 3km entfernt, namens Santa Maria Madalena. Als wäre es nicht genug damit, dass Braga allein schon 30 Kirchen besitzt. Wir fahren jetzt nach Guimarães (gesprochen: Gimarájsch). Dort stellen wir uns auf einen Parkplatz direkt am Castelo. Abends ist das Castelo wunderbar beleuchtet. Bis weit in die Dunkelheit hinein kommen Leute hierher. Wir sind heute Abend total kaputt und können das nur auf die heutige Hitze schieben. Denn ganz so faul waren wir auf dem Camp ja nun auch wieder nicht.



und schon sehen wir die erste Korkeiche



hier stehen wir, in Guimarães, wo wir auch übernachten wollen



unsere Tagesroute ca. 24km

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