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Dienstag, 05. März 2019



und dabei heißt es immer, wir im Norden würden nichts verstehen vom Fasching

Wären wir besser gar nicht aus dem Haus gegangen heute, zumal es nieselt, als wir losfahren zum Ostseepark. Im Einkaufspark wollen wir gerade zum Auto zurückkehren, als Herbert stolpert und wie ein gefällter Baum umkippt. Er hatte die Hände in den Jackentaschen und bekam sie nicht so schnell heraus, um den Sturz abzufangen. Peng, voll auf die Nase und das Gesicht. Das Blut tropft wie wild, geht gleich mal auf die Jacke und den Pullover. Annette hat vier alte Taschentücher einstecken, die alle gleich nass werden von Blut. Erstaunlicherweise sieht die Nase nicht schief aus. Wir sind nur wenige Meter vom Dänischen Bettenhaus entfernt, wo sie Gartenmöbel draußen stehen haben, sodass sie der Herbert auf einen der Gartenstühle setzen kann. Jemand kommt heraus aus dem Laden und fragt, ob wir weitere Hilfe bräuchten. Nein, nein, das sieht wohl schlimmer aus als es ist. Ein schöner Mist. Überall das Blut, und die Kordhose hat am linken Bein einen Riss am Knie. Die Nase ist ganz nass und glänzend. Auch als wir dann daheim sind und Herbert sie abwäscht, bleibt die Nase nass und wässrig. Ist das Blutplasma? Ihm ist schwummrig, aber es geht einigermaßen. Am Abend geht Herbert in die Badewanne, aber die Nase bleibt knallrot vom Blut, das lässt sich nicht abwaschen, ist wohl unter der Haut. Und bleibt nass. Morgen hat er einen Termin für die Röhre, MRT, für seine Schulter (ist eine alte Sache), aber er mag diesen Termin nicht wahrnehmen, mag so nicht aus dem Haus gehen. Annette sagt, ich würde ja mitkommen und dich bei der Rezeption anmelden, du brauchst dir doch bloß ein Taschentuch vors Gesicht zu halten, und außerdem würden eh alle denken, das sei ein Fall von häuslicher Gewalt. Morgen wird bestimmt alles grün und blau im Gesicht.

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