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Dienstag, 06. März 2018



wieder geht es am Klohäuschen vorbei

Wieder hat es geschüttet in der Nacht. Morgens sieht es nicht besser aus, aber wir wollen heute einfach mal weiterfahren. So gesehen war es eigentlich ganz gut, dass wir so lange - fünf Nächte - hier in Alcácer do Sal ausgeharrt haben. Schön gestanden haben wir hier ja, das Klohäuschen gleich in der Nähe, sodass wir unser eigenes fast gar nicht nehmen mussten. Aber nur fast gar nicht, und so fahren wir erst noch hinauf zum Intermarché, wo die Ver- und Entsorgung für Wohnmobile ist. Eine Waschanlage haben sie da auch, aber bei dem ständigen Regen lohnt die Autowäsche nicht. Waschmaschinen haben sie auch, und auch eine Tankstelle mit Autogas. Die ist gerade gesperrt, weil ein Tanklaster am Werk ist. Wir fragen, ob es okay ist, wenn wir Autogas tanken (is it okay if we just fill up on autogas?), aber der Angestellte sagt, dass wir warten müssten. Das machen wir nicht; wir fahren los.



beim Intermarche leeren und füllen wir alles



ein letzter Blick auf Alcácer do Sal



Unfallzone - fahren Sie mit Vorsicht

Die IC1 ist ja wirklich eine Katastrophe - diese Gegend hier hat bestimmt die niedrigste Geburtenrate im ganzen Land - hier bleibt keine Frau lange schwanger, wenn sie auf dieser Strecke unterwegs ist. Überall kommen die Baumwurzeln durch den Asphalt durch am Straßenrand. Es wird auch ständig gewarnt vor Unfallzonen, und dass man mit Vorsicht fahren soll. Auf der IC1 gibt es eine Tankstelle, die Autogas hat. Wir halten an und tanken immerhin 18 Liter, fast eine ganze Flasche seit dem letztenmal vor 15 Tagen. Irgendwann erreichen wir Grândola, die Stadt, in der das große Denkmal anlässlich der Nelkenrevolution von 1974 steht. (Das hatten wir uns vor Jahren mal angeschaut, ist sehr sehenswert.) Heute biegen wir mal nicht ab in Richtung Sines, wie wir es sonst immer gemacht haben, weil wir auch nicht nach Porto Covo wollen. Wir bleiben auf der Straße nach Süden, der N120. Die Straßen in Portugal bestehen ja nur aus Kurven, das wissen wir ja, aber diese Strecke hier hat es besonders in sich. Wir kurven dahin bis Santiago do Cacém und weiter bis Cercal, wo wir abbiegen nach Vila Nova de Milfontes. Ach so, ja, der Regen hat unterwegs aufgehört, kommt aber immer noch in kurzen Schauern herunter. Ankunft in Milfontes trockenen Fußes. Wir stellen uns parallel zur Lagune, wo wir eigentlich immer parken. Annette läuft gleich mal zum Hotel HS, in der Hoffnung auf einen Büchertausch. Ein einziges gibt es da auf deutsch, ein einziges auf englisch, und alle anderen sind auf finnisch und schwedisch. Na ja, besser als nichts. Den Rest des Tages verbringen wir bei uns an Bord, es regnet immer wieder mal. Von unserem Ulli lesen wir, dass er gestern in Peso da Régua Portwein für 260 EUR gekauft hat. Wir hatten ihm den Tip gegeben, den Portwein in Régua zu kaufen, nicht in Porto. Schön, dass das geklappt hat, alldieweil wir selbst noch nie Portwein in Régua gekauft haben. Schnell ist der Abend da, und waren wir anfangs noch das einzige Wohnmobil hier, so haben sich jetzt noch weitere dazugestellt. Die müssen einem auch immer alles nachäffen. Selbst trauen sich die meisten gar nicht, irgendwo zu stehen.



Durchfahrt durch Santiago do Cacém - die Orangen hängen überall wie Christbaumkugeln



und hier endlich mal ein Blick auf die geschälten Korkbäume, auch wenn sie meist viel dickere Stämme haben



Durchfahrt durch Cercal



Cercal im Alentejo



wir erreichen unseren Zielort Vila Nova de Milfontes



rechts ab und vorbei an der Touristinformation



und hier wieder rechts ab und dann parallel zur Lagune


 



und wieder gibt es reichlich Regen aufs Dach



unsere Tagesroute ca. 105km

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