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Freitag, 30. März 2018



Ebbe . . .

Wir wachen jetzt doch wieder immer früher auf. Annette sagt: Ich warte nur, bis die Kirchglocken gehen, dann weiß ich, dass es 7 Uhr Ortszeit ist und Zeit zum Aufstehen. Die Glocken gehen und gehen aber nicht. Es dauert. Sie sagt: Oder gehen die am Karfreitag nicht? He, das ist aber kein Grund, mir an den nackten Popo zu fassen. -- Ich will ja die Glocken läuten. -- Aber die sind doch im Glockenturm, nicht da unten im Keller. -- Ach so . . . Wenig später gehen die echten Kirchglocken dann endlich, und zwar ist es da schon 8 Uhr Ortszeit. Jetzt aber aus dem Bett. Das Wetter gibt heute nicht so viel her, und in der Nacht hatte es ja sogar etwas geregnet. Die Luft ist wieder kalt. Laut unseren Unterlagen müsste der Karfreitag auch hier ein Feiertag sein, aber wir können ja mal schauen, ob der Lidl nicht doch offen ist. Er ist, und wir sind schon etwas verfroren, als wir ankommen. Der Lidl ist modernisiert, und sie haben einen Cafébereich geschaffen. Aroma português (pur-tu-gääsch), so heißt wohl die neue Kette. Auf dem Heimweg freuen wir uns, wenn wir wieder bei uns an Bord gehen können und aufwärmen. Der Nachmittag sieht dann aber schon wieder gefälliger aus. Wir beobachten, wie das kleine Wassertaxi ständig hin- und herpendelt zwischen Portimão und Ferragudo. Es ist oft pickepackevoll mit Leuten. Wir lesen auch wieder viel. Annette hat gestern angefangen mit "The Piano Tuner" von Daniel Mason. Sie ist zwar erst auf Seite 85, kann aber jetzt schon sagen, dass dieser Roman mal wirklich gut ist. Die Geschichte beginnt in 1886; der Klavierstimmer soll nach Burma reisen, ein seltenes Klavier stimmen. Es ist ja derzeit ziemlich populär, die Romane in dieser Zeit spielen zu lassen, aber die Dialoge (wie z.B. in "The Tea Planter's Wife", spielt auch in Burma, in den 1920ern) sind immer viel zu freimütig und zu laut, es wird immer viel zu viel gelacht; man projiziert das Verhältnis von Mann und Frau aus heutiger Zeit 150 Jahre zurück. Da ist es besser, man liest die alten Klassiker, da bleibt einem das erspart. 



. . . und Flut



auf dem Weg ins benachbarte Parchal zum Einkaufen



im Lidl haben sie diesen Cafébereich geschaffen



diese bunten Sachen werden aber nicht gekauft (die sind im Ausland immer furchtbar süß und kitschig)



es geht zurück nach Ferragudo

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