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Montag, 12. März 2018



ein putziges Gefährt aus Dresden

Sieht ja fast so aus, als hätten wir heute mal Glück mit dem Wetter. Den ganzen Morgen lacht die Sonne, und am späteren Vormittag gehen wir gleich mal los nach Carrapateira, das Dorf, in dem sich immer so viele Aussteiger und Individualtouristen befinden. Diese Gegend hier in der Westalgarve gefällt uns immer wieder sehr. Hier und da sind die Leute am Bauen, und hier und da haben sie Mobilheime hingestellt. Reicht ja vielleicht auch, oder man bekommt keine Baugenehmigung und man kann nur da bauen, wo vorher eine Ruine gestanden hat und diese sozusagen restaurieren. Ansonsten ist man ja hier im Naturschutzgebiet, der Costa Vicentina, die sich von Almograve bis kurz vor Lagos erstreckt. Es ist immer schön hier, und gottlob hält sich das hartnäckig das Vorurteil, dass es hier meist viel zu windig ist. Nach kurzer Zeit erreichen wir das Dorf, und das Café Bravo auf dem Dorfplatz ist geöffnet. Wir haben noch nie erlebt, dass es jemals geschlossen war in all den Jahren. Hier trifft sich immer so manche Nationalität. Und das gefällt uns auch immer so gut.



ein Blick zurück, während wir auf dem Weg nach Carrapateira sind



Carrapateira hat kaum noch verfallene Bausubstanz



so erstreckt sich die Costa Vicentina



auf dem Dorfplatz von Carrapateira



im Café Bravo

Irgendwann setzt sich eine Französin an den Tisch hinter uns. Sie hat eine Schäferhündin dabei. Ein junges Paar, das auch einen Hund hat, kommt zum Café und fragt, ob es sich zur Französin mit an den Tisch setzen könne. Sie sprechen englisch, und die Französin auch. Irgendwann wird die Bestellung gebracht und die Französin sagt Obrigada (danke). Das junge Paar fragt: Do you speak Portuguese? No, I only speak French. Nach einer Sekunde dämmert es allen und sie fangen an zu lachen. Das junge Paar ist aus Schweden - from Sweden - aber die Französin versteht im ersten Moment from Suisse. Sie erzählen, dass sie nur 15 Minuten mit dem Zug von Kopenhagen entfernt wohnen in Schweden. Es ist immer toll, hier alle möglichen Nationalitäten anzutreffen, da kommt einem Europa so groß und weit und vielfältig vor. Nach einem Stück Kuchen und zwei Espressi (2,70 EUR) und einem Sonnenbad wollen wir uns auf den Heimweg machen, als ein Hund kommt und sich - hopp - auf Annettes Schoß setzt. Im stillen denkt sich Annette "Siehste, hat sich doch noch jemand auf meinen Schoß gesetzt". Das Hundi ist ziemlich keck und will gar nicht mehr weg. Annette setzt ihn auf den Boden und - hopp - setzt er sich auf Nachbars Schoß. Auf dem Heimweg finden wir noch ein Restaurant, das uns morgen zum Mittagessen recht sein sollte. Es stehen jetzt bestimmt sieben Autos davor. Mit unserer Nachbarin, die eigentlich heute weiterziehen wollte, aber immer noch da ist, reden wir auch wieder. Sie erzählt, dass sie vor fünf Jahren ihr Häuschen verkauft hat und nun das Geld beim Reisen verprasst. Ihre Kinder bekämen dann halt nur noch, was am Ende davon übrig ist. Im letzten Sommer war sie auf den Lofoten. Sie ist eine reiselustige Person und wir können sie gut leiden. Wir können jetzt auch noch eine Weile draußen sitzen, bis halb vier, bis die Sonne von Wolken verdeckt wird.



da hinten im Minimarkt Irene kaufen wir noch eine Packung Milch



zack hat sich Hundi auf Annettes Schoß gesetzt



noch ein Blick zurück auf Carrapateira



das Meer so nah

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