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Montag, 14. Mai 2018

Immer noch so viel Viechzeug im Haus. Morgens erschlagen wir noch mal 19 Insekten, die ähnlich wie Mücken sind und auch so nervtötende Geräusche machen, aber nicht stechen. Es sind auch wieder nur 12°C an Bord, aber die Wärme kommt mit der Sonne. Trotzdem ist es keine so durchdringende Wärme wie in der Algarve, denn die Brise ist kalt. Nach dem Frühstück fahren wir die paar Kilometer weiter nach Viana do Altentejo, das wir noch von früher her kennen. Aber als wir Viana erreichen, finden wir, dass wir doch besser durchfahren sollen bis Évora. Die Straße geht wirklich schnurgerade, und ein Schild besagt, dass wir auf der Rota dos Sabores (Route des Geschmacks) sind. Aha. Évora (gesprochen Äää-vorra) sieht von weitem schon richtig hübsch aus. Es ist heute unser dritter Besuch. Évora - Património mundial (Welterbe) - so werden wir begrüßt. Wir stellen uns auf den riesigen Parkplatz, wo auch schon ein paar Wohnmobile (Engländer, Schweizer, Spanier) stehen, ziehen uns um und gehen in die Stadt.



wir erreichen Viana do Alentejo



Durchfahrt durch Viana do Altentejo



nirgends eine Kurve auf der Rota dos Sabores



ein Blick auf Évora mit Starkzoom



wir stehen auf dem großen Parkplatz am Stadtpark



auf geht es nach Évora


 



was haben sie denn so auf der Speisekarte

Wir bummeln durch Évora und kommen an mehreren Kirchen vorbei. Wir lesen, dass Évora sich als Kulturhauptstadt für 2027 beworben hat: Candidata a Capital Europeia da Cultura 2027. Wir schauen uns die vielen Produkte aus Kork an, wobei wir nicht glauben können, dass zum Beispiel Rucksäcke aus Kork sein können. Oder Mützen oder Küchenschürzen oder Schuhe. Ob das nicht alles viel zu schnell brüchig wird? Aber der Alentejo (A-len-tää-shu) ist nun mal die Korkregion Nummer 1 in der Welt. Wir wandeln über den prächtigen Hauptplatz der Stadt, den Praça de Giraldo und finden, dass wir noch irgendwo essen gehen könnten. Dass wir die letzten Tage in Portugal noch genießen müssen. Es finden sich aber nur touristische Einkehren, nur Gegrilltes vorwärts und rückwärts. Da fällt Herbert ein, dass man auf dem Platz bei der Jugendherberge doch so schön sitzen kann. Es würde ja reichen, wenn wir nur auf einen Toast einkehrten. Das machen wir.


 



auf dem Praça de Giraldo



ein Bummel durch Évora



alles aus Kork



Évora gehört zur UNESCO


 


 



hier verschnaufen wir ein wenig

Für die beiden Tosta mista, den frischen Orangensaft und den Galão  sind nur 7,40 EUR zu zahlen. Am Nebentisch sitzt eine Frau, die den gleichen Stoffhut hat wie Annette, nur in hellblau. (Scala, handgefertigt seit 1921) Alle möglichen Sprachen hören wir heute in der Stadt, italienisch, spanisch, österreichisch, deutsch. Du, hör mal, das ist doch griechisch, sagt Annette plötzlich. -- Er hat aber noch nicht Endaxi (okay) gesagt, sagt Herbert. -- Stimmt, aber das ist griechisch, das hör' ich doch. Da, jetzt hat er Ochi gesagt. Ich schmelz' gleich dahin . . . Da sitzt man ahnungslos in Portugal und dann hört man die schönste Sprache von ganz Europa. Wir gehen dann noch durch den Park, wo die Pfauen zu sehen sind. Die haben wir schon vom Parkplatz aus gehört. Die machen Geräusche wie die Affen im Zoo. Ein Pfauenmännchen sitzt auf einem Mauervorsprung und lässt sich bewundern. Die Weibchen sind ja eher schlicht. Es ist wieder mal ein herrlicher Tag heute. Wir wollen aber nicht in Évora übernachten, sondern noch die paar Kilometer weiterfahren bis Evoramonte (Ä-vorra-mont). Halb den Berg hinauf gibt es einen schönen Parkplatz, wo wir viel besser übernachten können als hier in der Stadt. Schließlich kennen wir uns ja aus in dieser Region. Also hin nach Evoramonte, und vorher noch eine Packung Eis gekauft beim Intermarché. Kaum kommen wir in Evoramonte auf dem Parkplatz an - als einzige - als auch schon zwei Wohnmobile eintrudeln: Italiener und Franzosen. Wir essen Eis, sitzen draußen, Annette schreibt fleißig, und dann ist der Abend auch schon da. Ist noch ganz schön heiß geworden heute.


 



wieder auf dem Praça de Giraldo - der Brunnen ist ganz aus Marmor


 



auf dem Praça de Giraldo



wir gehen in den alten Stadtpark



in der Tierwelt sind die Männchen ja die schöneren Wesen



der Park ist von 1866



rechts ab und zurück zum Parkplatz



wir verlassen Évora und fahren immer an der Stadtmauer entlang



jetzt noch durch den Aquädukt



auf der Rota dos Vinhos do Alentejo - der Weinstraße



Evoramonte ganz von weitem



wir erreichen Evoramonte



jetzt den Berg hinauf zum Parkplatz



unser Platz für die Nacht



unsere Tagesroute ca. 79km

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