d18.jpgd21.jpgd02.jpgd19.jpgd07.jpgd08.jpgd06.jpgd04.jpgd10.jpgd01.jpgd14.jpgd11.jpgd13.jpg

Freitag, 18. Mai 2018



ein letzter Blick auf das Rezeptionshäuschen des Camps (rechts sind die Duschen)

Schade schade, aber das Wetter scheint heute nicht viel herzugeben. Es hängen Wolken am Himmel, und für den Nachmittag sind Regen und Gewitter vorhergesagt. Sollen wir da am besten weiterziehen? Vielleicht nicht - vielleicht doch. Nach dem Frühstück geht Annette erstmal schwimmen, und sobald eine Wolke am Himmel hängt, hat sie den Pool immer für sich allein. Sie schwimmt unten ohne, weil sie ja keinen weißen Hintern kriegen will. Es kommt auch niemand an den Pool. Als sie frierend zurückkehrt, ist Herbert schon am Einpacken, Tisch und Stuhl weg. Fahren wir also doch, wie so viele unserer Nachbarn auch. Diesen Campingplatz können wir nur empfehlen, und bestimmt kommen wir irgendwann mal zurück, denn er ist ja gut gelegen. Dann geht es los in Richtung Estremoz. Wir sind immer noch auf der Rota dos Sabores, der Route des Geschmacks. Vorbei geht es an Estremoz, Portugals Marmorstadt. Heute lassen wir Estremoz aus, aber diese Stadt ist einen Besuch wert. Alles in Estremoz ist aus Marmor, jede Bordsteinkante, jedes Fensterbrett, jede Treppenstufe, jeder Brunnen.



Korkbäume gibt es genug auf dem Camp



der Altentejo (das Wort heißt soviel wie jenseits des Tejo)



vorbei geht es an Estremoz



da liegt der Marmor

Kurz hinter Estremoz kommen die Steinbrüche. Überall große und kleine Marmorbrocken. Wir durchfahren das Concelho (Kreis oder Bezirk) de Borba. Wieviel Flaschen Borba wir über die Jahre wohl schon getrunken haben? Hier kommt er also her. In Elvas halten wir noch bei Pingo Doce, kaufen 1kg Kaffeebohnen Delta-Kaffee für daheim und gehen auf die Autobahn nach Spanien. Die letzten Kilometer in Portugal. Am besten lassen wir unsere Herzen hier bis zum nächstenmal. Es war wieder eine wunderbare Zeit im lieben kleinen Portugal. Diese Jahreszeit hat uns jetzt sehr gefallen. Der Zufall will es, dass sie im Radio gerade das Stück "Leva-me a dançar" von Joana Espadinha. Das hat Annette immer so wahnsinnig gern gehört. (Einfach mal auf youtube gehen.) Dann kommt ruckzuck die Grenze zu Spanien und wir finden uns in Extremadura wieder. Die Stadt Badajoz kommt sofort nach der Grenze. Fast als allererstes begrüßt uns eine schöne große Skulptur. Wir müssen jetzt unbedingt tanken; 22km vor der Grenze hat das Reservelicht vom Dieseltank aufgeleuchtet. Wir folgen der Beschilderung zum Carrefour mit Tankstelle, aber die Einfahrt hat eine Höhenbegrenzung von 2,20m. Dann eben nicht. 



die letzten paar Kilometer auf portugiesischem Boden



Hóla España - wir kommen



diese schöne Skulptur begrüßt uns in Badajoz



es geht über den Río Guadiana, den Grenzfluss



in Spanien ist alles immer so groß

Badajoz ist riesig. Das ganze Land ist ganz anders als Portugal. Es ist, als würde man alles durch eine Lupe sehen, die großen Apartmentblocks und alles. In Spanien will aber auch jeder Hans und Franz in der Stadt wohnen. Die spanischen Städte sind immer so überdimensioniert. Wir halten uns nun in Richtung Cáceres. Eine Tankstelle kommt; der Diesel kostet 1,23 EUR/L. Drüben in Portugal waren es 1,38 EUR/L. Dann gondeln wir dahin auf der EX100. Die Straße geht schnurgerade und das Land ist so dünnbesiedelt, dass man den Unterschied zwischen Portugal und Spanien immer nicht glauben kann. In Portugal sind alle Wege immer kurz. Wir durchfahren die Sierra de San Pedro und am Himmel wird es immer dunkler. Überhaupt ist es heute ziemlich diesig. Als wir Cáceres erreichen, gehen wir auf die A66 in Richtung Salamanca. Es fängt an zu regnen. Es zucken die Blitze. Irgendwann kommt eine Repsol-Tankstelle, auf die wir uns stellen für die Nacht. Jetzt kommt der Regen so richtig herunter. Wir machen es uns gemütlich an Bord, und es ist auch schon 16:40 Uhr. Jetzt sind wir ja keine Stunde mehr zurück.



ein Blick auf Badajoz



alles aus dem Seitenfenster



welche Pracht



es geht durchs weite Land



ein Blick auf Puebla de Obando, eines der ganz wenigen Ortschaften auf der Route



der Regen ist da



unsere Tagesroute ca. 208km

back       |      next