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Samstag, 12. Mai 2018



der neue Tag im Alentejo bringt große Kälte

Was für eine Kälte am Morgen. Kehrt der Winter zurück? Sonst war es morgens um halb acht schon immer richtig warm unten an der Küste. Und hier geht ein bitterkalter Wind. Ist es das flache Land, dass der Wind hier so durchfegen kann? Wir sind jedenfalls überrascht von der Kälte. Nach dem Frühstück fahren wir dann los, kehren zurück auf die IP2 - die Estrada da Planície - die Straße der Ebene. Die Gegen hier ist zwar nicht direkt platt wie eine Flunder, aber doch längst nicht so hügelig wie sonst im Alentejo. Man kann den Blick weit schweifen lassen. Jede Menge Korkbäume sind zu sehen, leicht zu erkennen an ihrer fast waagerechten Baumkrone. Es kreisen auch einige Störche am Himmel, was uns immer wieder freut. Es stehen auch jede Menge großer Schaf und Rinderherden auf den Weiden, oft mit Jungtieren. Es ist eine liebliche Landschaft, und die Straße lässt sich sehr gut befahren. Nach wenigen Kilometern kommt eine Repsol-Tankstelle mit Entsorgungsstelle für Wohnmobile. An die können wir uns noch von damals erinnern, aber sie wird auch groß angekündigt auf der IP2.



die Landschaft ist hier flach



weit können die Blicke schweifen



direkt an der IP2, bei Repsol, gibt es eine Station für Wohnmobile

Nachdem alles erledigt ist, gondeln wir weiter auf der IP2. Wir durchfahren Beja, eine der wenigen Städte in Portugal, die uns nicht so gefällt. Ansonsten gefällt uns ja wirklich so gut wie alles bis auf ganz wenige Ausnahmen wie Pasteis de Nata, diese kleinen Blätterteigkuchen mit Pudding; das Nationalgericht Bacalhau (Kabeljau), weil er zu viele Verarbeitungsschritte durchläuft, bis er auf dem Tisch landet; Beja und vielleicht noch dies und jenes, für das wir tief in unserem Gedächtnis kramen müssten. Wir sind ansonsten ja total portugalverliebt (das Wort dafür ist lusophil). Wir erreichen die kleine Stadt Portel und biegen ab zum Stausee namens Barragem do Alvito. Vielleicht kommen wir da ja gut unter, wenn es dann bitte noch etwas wärmer würde. Auf den Schildern heißt es dann Albufeira de Alvito, aber egal, Stausee ist Stausee. Die Straße bleibt sehr gut zu befahren. Wie lila das Heidekraut ist. Und auch hier überall Störche. Die Einfahrt ins Dorf Oriola ist eine große Überraschung mit der Friedenstaube mit Nelke im Schnabel. Das Dorf selbst ist typisch für den Alentejo, ein Haus reiht sich ans andere. Links geht es dann ab zum Stausee, wo wir die einzigen sind und bleiben. Es ist beschaulich hier.



Korkbäume sind immer ganz leicht zu erkennen an ihrer ungewöhnlichen Krone


 



"Fahren Sie mit Vorsicht" die Straßen sind hier nicht mehr so kurvenreich



ein Blick auf Portel



es geht gen Westen, und die Straße bleibt sehr gut zu befahren



Korkbäume, überall Korkbäume


 


 



Einfahrt ins Dorf Oriola



Oriola



Ankunft am Alvito-Stausee



ein Stausee für uns allein



so verbringen wir den Nachmittag

Als der Wind sich legt, wird es auch wieder richtig schön warm, um draußen sitzen zu können. Es ist aber einiges Gefleuch in der Luft, das auch zu uns an Bord kommt. Trotzdem ist es wieder ein richtig schöner Tag. Abends schauen wir uns den ESC an. Wollten wir uns ja eigentlich nicht mehr antun, aber weil es heuer in Lissabon stattfindet, schauen wir es halt doch wieder. Die Fahnenträger im Matrosenlook finden wir toll, ist wieder so typisch für die Seefahrernation Portugal. Und von den 26 Liedern, die vorgetragen werden, gefallen uns nur 9 nicht. In diesem Jahr ist die Musik angenehm verhalten und dezent. Aber dann vergessen wir, unser Hirn rechtzeitig auszuschalten und müssen ertragen, wie das völlig bekloppte Lied und der noch beklopptere Auftritt von Israel gewinnt. Hilfe, wie ist man doch anspruchslos heute. Ob man für Israel ein Visum brauchen wird? Schade, dass der Sieg nicht nach Australien ging, geographisch gesehen.


 


 



unsere Tagesroute ca. 96km

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