d06.jpgd08.jpgd02.jpgd11.jpgd19.jpgd21.jpgd01.jpgd10.jpgd07.jpgd18.jpgd14.jpgd04.jpgd13.jpg

Montag, 28. Mai 2018



die Kühe freuen sich auf einen geruhsamen Tag

Kuckuck - Kuckuck, der Kuckuck fängt den Tag so an, wie er ihn gestern beendet hat. Mit Kuckuck - Kuckuck. Dann hören wir noch einen Hahn, eine Pute und weiter weg muss es auch noch Pfauen geben. Sie machen immer ganz eigenwillige Geräusche wie Affen. Wir sind eben auf dem Land, obwohl dieses Chavagnes-en-Paillers eher städtischen Charakter hat. Am Vormittag fahren wir los, und Nantes ist dann doch näher dran als gedacht. Es geht über eine Brücke, die über die Loire führt, und dann sind wir auch schon mit einem Fuß in der Bretagne. Ach ja, die Bretagne, insbesondere die Halbinsel Quiberon, die früher jahrelang unser Wohnzimmer war, unsere Sommerfrische. Dort haben wir bis 2012 so manchen Sommer verbracht. Angefangen in 2003, als wir zum allererstenmal Urlaub in Frankreich gemacht haben. Das kam eigentlich zufällig. Wir wollten in 2001 die iberische Halbinsel umrunden, fanden dann aber, dass es besser sei, noch ein Jahr zu warten, bis es den Euro gibt. In 2001 fuhren wir dann nach Griechenland; in 2002 um die iberische Halbinsel, aber auf der Fahrt durch Frankreich hatte uns das Land so gut gefallen, dass wir für 2003 nur Frankreich im Sinne hatten. 2003 wurde dann zu einem Jahrhundertsommer, Temperaturen von 30°C nicht nur in der Bretagne, sondern auch oben in Skandinavien. Diesen Sommer werden wir nie vergessen. Diese Gedanken gehen uns durch den Kopf (weißt du noch dieses, und weißt du noch jenes), während wir auf der mautfreien Autobahn in Richtung Vannes unterwegs sind. In der Bretagne sind die Autobahnen alle mautfrei.



heute kann man alles bauen



in Nantes führt die Brücke über die Loire



ein kurzer Blick auf Nantes



wir rollen ein in die Bretagne



ein Blick hinunter von der Pont de Kerplouz

Wir erkennen alle wieder, den hübschen Rastplatz Aire de Marzan mit der tollen alten Brücke, oder die Brücke Pont de Kerplouz. Annette hält sich bereit mit der Kamera wie in den Jahren zuvor. An der Ausfahrt zum Golfe du Morbihan heißt es: Les plus belles baies du monde (die schönsten Buchten der Welt). Dann kommt schon die Ausfahrt für Quiberon. Direkt bei der Ausfahrt gibt es ein großes Centre commercial, wo wir beim E.Leclerc Fisch kaufen, beim Lidl alles mögliche andere, und beim Super U Gas tanken. 20 Liter in vier Wochen. Und der Anschluss ist der alte, nicht wie in Portugal, wo sie das System umgestellt haben. Dann fahren wir auf die Halbinsel. Auf den ersten und zweiten Blick hat sich gar nichts verändert. Wir erreichen Plouharnel, biegen ab nach Erdeven, wo wir von damals einen guten Platz wissen hinter den Dünen. Den gibt es nicht mehr. Überhaupt sind noch viel mehr Höhenbegrenzungen dazugekommen seit 2012. Es gibt einen Stellplatz außerhalb von Erdeven. Eine quadratische Fläche mit einem Schlagbaum davor. Kein Baum, kein Strauch. 10,30 EUR jetzt in der Zwischensaison. Nein, der gefällt uns nicht. Da, wo wir früher immer gestanden haben, kommt die Höhenbegrenzung erst nach 650m. Davor kann man noch stehen, ist aber alles belegt von Wohnmobilen. Also weiter.



wir erreichen Plouharnel



Schleichwege, die wir noch von früher kennen


 



Durchfahrt durch Erdeven



Soldatenmarsch mit Sack und Pack


 



in St-Pierre Quiberon biegen wir ab zum Salle multisports

In St-Pierre-Quiberon gibt es einen Stellplatz am Salle multisports, an der Sporthalle, aber irgendwie verpassen wir den. Wir folgen der Beschilderung zur Côte Sauvage - der wilden Küste. Was für eine Landschaft, alles so zerklüftet. Es gibt diverse Parkplätze, aber alle nur für PKWs, alle mit Höhenbegrenzungen. Wir sind schon fast in Quiberon-Stadt, als eine längere Fläche kommt, wo unsereins stehen kann. An einer Nebenstraße, also mit wenig Verkehr. Es sind fünf Wohnmobile da. Da stellen wir uns hin, und es ist auch schon 15 Uhr durch. Jetzt einen Kaffee und den Blick auf die Küste. Die Sonne lacht, und ein Lüftchen weht uns um die Nasen. Gegen 17 Uhr sind wir fast die einzigen. Hatte es nicht irgendwo auf einem Schild geheißen, dass Fahrzeuge jeglicher Art über Nacht nirgends an der Côte Sauvage stehen dürfen? Wir bekommen kalt Füße, was uns nur ganz selten passiert, und wir fahren die paar hundert Meter weiter zum Stellplatz außerhalb von Quiberon-Stadt. Abends gibt es bei uns ein Filet Julienne, dazu einen Endiviensalat. Und wer weiß, vielleicht auch noch die letzte Flasche Wein (Borba) aus dem Alentejo. Das verschweigen wir besser, sonst heißt es noch, wir seien Säufer. Nach dem Abwasch kommt Herbert noch mit dem Nachbarn aus Bielefeld ins Gespräch. Er sagt, dass es keinen Spaß mehr mache mit dem Wohnmobil, und dass die Werbung im Fernsehen - Caravaning - Betrug sei. Da hat er absolut recht. In der Nacht regnet es.



an der Côte Sauvage



 schöne Wanderwege führen an der wilden Küste entlang



nach einiger Kurverei finden wir doch noch einen Platz für uns



diesen Ausblick haben wir



ein Platz an der wilden Küste



wir fahren jetzt doch noch zum Stellplatz von Quiberon



Einfahrt zum Stellplatz - 6,40 EUR / Nacht



ein dicker Carthago als Nachbar



diesen Blick hat man hier



das Filet Julienne in Stücke geteilt - Fischfilets haben immer nur wenig Aroma



unsere Tagesroute ca. 207km

back       |      next