d11.jpgd07.jpgd14.jpgd02.jpgd04.jpgd18.jpgd21.jpgd13.jpgd19.jpgd06.jpgd10.jpgd08.jpgd01.jpg

Montag, 22. Mai 2017



erstmal raus aus dem Moloch

Über Nacht erleidet Annette einen totalen Rückfall in Sachen Erkältung. Drei große Herrentaschentücher hat sie vollgerotzt und weiß nicht, was sie zuerst tun soll. Husten oder Schwitzen-Frieren oder Nase schnauben oder sich hin- und herwälzen. Trotzdem müssen wir heute früh weiterziehen, denn wir haben so gut wie nichts mehr an Lebensmitteln an Bord. Einzig zwei angefangene Gläser Marmelade, Nudeln mit Pesto oder zwei Tütensuppen hätten wir noch im Angebot. Und eine Dose Thunfisch. Am Morgen kommt noch ein heftiger Regenschauer herunter. Wir fahren zum Einkaufen und anschließend in Richtung Knossós oder auch Knosós - mal schreiben sie es so, und mal so. Links der Straße stehen um halb zehn schon etliche Reisebusse auf dem Parkplatz und eine große Menschenschlange bei den Tickets. Da haben wir schon gar keine Lust mehr auf das ganze. Vielleicht hätte Herbert heute eh allein hineingehen müssen, so lädiert, wie Annette ist. Im Reisebuch wird Knossós als das Disneyland für Archäologen bezeichnet, und eigentlich interessieren wir uns auch nicht für die ganzen alten Steine und Ausgrabungen, aber weil Knossós so nah an Iráklion ist und weil es jetzt im Mai noch nicht so heiß ist, hatten wir gedacht, könnten wir das ja mal in Angriff nehmen. Jetzt lassen wir das sein und fahren in Richtung Lassithi-Hochebene.



wir sind auf dem Weg nach Knossós



wer nach Knossós will, muss erstmal an den ganzen Souvenirständen vorbei


 



vorbei geht es an Iráklion in Richtung Osten

Zunächst geht es mal auf der autobahnähnlichen Straße weiter. An einer Art Rastplatz (eigentlich nur eine Art Brachfläche) halten wir an und frühstücken. Bei der Weiterfahrt sehen wir von der Autobahn aus einen langen Strand. Herbert schlägt vor, dass wir da hinunterfahren und es für heute sein lassen sollten mit dem Fahren. Der Himmel hängt eh voller Wolken, und in die Hochebene wollen wir nur bei Schönwetter hinauf. Also biegen wir ab. Kann sein, dass der Ort Anópoli heißt. Ganz am Ende des Badeortes kommt eine größere Freifläche am Strand, auf die wir uns stellen. Das Meer führt sich heute auf, als wäre es der Atlantik. Wilde Geräusche und die Wellen gehen unablässig. Es geht auch ein ziemlicher Wind. Richtig warm ist es heute nicht, aber der Ausblick ist toll. Und weil die Wellen so laut sind, hören wir die Autobahn auch nicht. Annette legt sich dann hin und schläft knapp drei Stunden lang. Heute passiert nicht mehr viel bei uns. Der Herbert hat das dumme Gefühl, auch was auszubrüten, sich angesteckt zu haben. Da müssen wir jetzt durch.



diesen Strand sehen wir von der Autobahn aus und schwups, biegen wir ab



Meerblick inbegriffen



unser Platz am Strand

back       |      next