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Dienstag, 16. Mai 2017



der Himmel voller Wolken

Der Himmel ist bewölkt und für heute ist auch nur eine Stunde Sonne angekündigt. Da müssen wir ja direkt mal mit dem Bordstrom haushalten, der ansonsten jetzt, da die Sonne im Sommer immer so hoch steht, immer voll ist bis zum Rand. Die nächsten zwei Tage sehen auf der Wetterkarte auch nicht besser aus. Der Herbert scharrt eh schon mit den Hufen; er will nicht bis Juni hier ausharren und noch an diese oder jene Strandbucht fahren, sondern direkt nach Piräus und mit der Fähre nach Kreta. Annette kommt nicht länger gegen ihn an und so fahren wir eben jetzt los. Über Sparti und Trípoli. Landschaftlich ist die Fahrt sehr schön, alles so grün und mit großer Ähnlichkeit zum andalusischen Hinterland. Im Radio spielen sie tolle Musik, französische und spanische und sogar portugiesische Stücke (Bossa Novas, die unsereins wohl als Jazz bezeichnen würde). Als hätten wir seit Samstag, als der Portugiese den ESC gewonnen hat, nicht sowieso schon Heimweh nach Portugal. Auf der Fahrt kommen sogar einige wenige Regentropfen herunter. In Trípoli kaufen wir noch beim Lidl ein und gehen dann auf die Autobahn, die A7.



so schön leer ist der Platz am Morgen geworden



wir verlassen Gýthio



die Fahrt ist landschaftlich sehr schön


 






auf der Autobahn geht es flott voran

Es fährt sich gut auf der Autobahn, und für die insgesamt ca. 155km haben wir dann in mehreren Teilstücken 21,90 EUR zu zahlen. Wir fahren erstmal nur bis Korinth, wo wir am Kanal von Korinth wieder Souvlaki essen wollen. Diesmal gefällt es uns am Kanal nicht so gut. Alles so dreckig und liederlich. Eigentlich wollten wir hier auch übernachten, aber jetzt wollen wir noch weiterfahren, eigentlich noch bis Piräus und heute noch die Fähre nehmen. Fast könnte man meinen, wir wären auf der Flucht, aber na ja. Es ist gegen 16:30 Uhr, als wir das riesige Hafengelände nach einiger Irrfahrt erreichen. Bis hierhin die totale Bambule überall, und die wenigen Beschilderungen mit Graffiti verschmiert und versaut, dass man sie kaum lesen kann. Nach einer weiteren Odyssee erreichen wir das Gate, wo Anek Lines und Minoan Lines ablegen, die Linien, die nach Kreta gehen. Es ist schon ein Riesenunterschied, ob man in Piräus mit der Fähre ankommt und nur noch schnell auf die Autobahn geht und weg ist, oder von Piräus mit der Fähre ablegen will, ohne Ticket und ohne zu wissen ,welches Gate usw.



der Kanal von Korinth hat die Entfernung zwischen den Häfen der Ägäis und der Adria um 131 naut. Meilen reduziert


 



wer Klopapier braucht . . . (das ganze Leben ist heute ein Trend, und wer nix im Kopf hat, macht jeden Blödsinn mit)



am Kanal von Korinth essen wir immer Souvlaki



es geht auch wieder durch manchen Tunnel



die Tankerflotte, die auf Reede liegt



wir stürzen uns ins Gewimmel von Piräus



Fähren über Fähren im riesigen Hafen von Piräus



Piräus

Wir gehen dann in irgendein Ticketbüro und fragen, ob sie Tickets für Kreta verkaufen? Eigentlich ja, aber der Hafen wird bestreikt. Ja Servus. Der Streik würde am Freitagabend enden, aber eventuell ginge ja morgen Abend eine Fähre. Vielleicht aber auch nicht. Man drückt uns eine Visitenkarte in die Hand; wir sollen morgen nach 17 Uhr mal anrufen und nachfragen. Na toll. Jetzt am frühen Abend wollen wir uns auf keinen Fall durch Piräus oder Athen quälen, und wir finden, wenn schon gestreikt wird, wird es ja kaum Personal geben, das uns aus dem Hafengelände vertreibt. Und so stellen wir uns neben ein leeres Gate, und es ist auch total wenig los im gesamten Gelände, wo sonst eine Fähre nach der anderen ablegt. Ein einzigesmal hören wir ein Horn dreimal ertönen und denken, dass es das Kreuzfahrtschiff (Mein Schiff) sein wird, das wohl gleich ablegen wird, aber dann ist es immer noch da. Na ja, wir hoffen auf eine geruhsame Nacht in Griechenlands größtem Fährhafen. Man macht sich keinen Begriff, welche Ausmaße dieser Hafen hat. Das kommt auf den Fotos gar nicht so raus.



so stehen wir erstmal mit Blick auf Mein Schiff, das wenig später doch noch ablegt trotz Streik

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