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Sonntag, 03. Juni 2018



Villerville - Dorf mit Charakter (hinten ist schon die Industrielandschaft von Le Havre zu sehen)

Heute werden wir unseren schönen Platz in Deauville verlassen. Wir fahren auch noch zum richtigen Stellplatz, um da die Toilette leeren zu können. Wasser und Abwasser sehen wir dann da nicht, aber sie haben jede Menge Stromanschlüsse dort. Also fahren wir weiter in Richtung Honfleur. Honfleur par la côte - an der Küste entlang - aber man sieht die Küste nicht, und die Straße ist in schlechtem Zustand. Es geht durch Villerville - village avec caractère (Dorf mit Charakter). Drüben können wir schon die riesigen Industrieanlagen von Le Havre sehen. Es ist noch recht früh, die Straßen sind angenehm leer. Durchfahrt durch Honfleur, das immer wieder charmant ist. Dann der Schock beim Stellplatz, aber eigentlich auch kein Schock: Es ist irre voll hier. Na ja, wir wollen eh nicht bleiben, nur alles leeren und füllen. Früh wie wir sind, sogar ohne bei der Entsorgungsstelle anstehen zu müssen. Dann geht es weiter, und zwar über die Pont de Normandie, die Brücke, die über die Seine geht, die hier in den Atlantik mündet. Die Überfahrt kostet 6,30 EUR. Gleich kommt noch eine zweite Brücke, die über den Grand Canal du Havre geht.



wir erreichen Honfleur



Honfleur von seiner besten Seite



der Stellplatz ist wie immer voll



über diese Brücke müssen wir



auf der Pont de Normandie



da hinten kommt gleich noch eine zweite Brücke

Nun halten wir uns in Richtung Le Havre, um auf die Schnellstraße nach Fécamp zu kommen. Aber es kommt dem Herbert in den Sinn, mal durch Le Havre zu fahren, an der Promenade entlang. Aber wenn Le Havre doch schon von weitem so hässlich ist und die Landschaft verunstaltet, wie kann sie dann von nahem hübscher sein? Annette ist von solchen Umwegen immer genervt und überhaupt extrem schreckhaft auf allen Fahrten. Le Havre ist dann auch wirklich nichts besonderes, aber nun müssen wir wohl (oder übel) über Étretat fahren, wieder an der Küste entlang, ohne die Küste zu sehen. Über Octeville-sur-Mer und Cauville-sur-Mer usw. Vor uns fährt eine Ente, die ganz schön flott unterwegs ist. Immerhin Baujahr 1957, was hinten dransteht. Herbert sagt, dass das allererste Auto seiner jüngsten jüngeren Schwester eine rote Ente war, neu, nicht gebraucht. Wir finden die Ente hier total gut, und als wir an einer roten Ampel direkt hinter ihr zum Stehen kommen, lesen wir im Heckfenster: Ceci n'est pas une Voiture c'est un Art de vivre (das ist kein Auto, das ist Lebensart). Wie wahr.



Durchfahrt durch Le Havre



diese herrliche alte Ente - Baujahr 1957 - ist ganz schön flott unterwegs



wir erreichen Fécamp

Irgendwann erreichen wir Étretat und Fécamp. In Fécamp fahren wir mal in den Hafen, wo aber schon so viele Wohnmobile stehen, dass kein Platz mehr ist für uns. Aber unser eigentliches Ziel für heute ist eh Saint-Valéry-en-Caux, also noch weitere 31km. Heute sind in fast allen Ortschaften Flohmärkte - Vide Greniers (das heißt soviel wie "den Dachboden leerräumen). Dann ist auch Saint-Valéry erreicht. Wir fahren hinaus zum Stellplatz an der Hafenausfahrt. Eine Lücke ist noch frei, uff. Wenig später fährt unser direkter Nachbar weg und wir nehmen dessen Platz ein. Neben dem Behindertenplatz, was bedeutet, dass wir heute wohl kein Wohnmobil mehr vor unserer Haustüre haben werden. Gut so. Wir setzen uns nach draußen und denken daran, dass damals auf unserer allerersten Frankreichreise in 2003 dieses Saint-Valéry-en-Caux einer unser allerersten Orte war. Ein hübscher Ort, und der Stellplatz an der Hafenausfahrt macht einem immer wieder klar, wie stark der Unterschied zwischen Ebbe und Flut sein kann. Der Platz kostet 6 EUR, aber der Automat funktioniert nicht, auch nicht, wenn man es mit zwei Kreditkarten versucht. (Zahlung wie so oft nur mit Kreditkarte). Die Schleuse wird geöffnet und es fahren jede Menge Segelboote hinaus. Immer wieder schön. Möwen umschwirren ein Fischerboot, das Fischabfälle ins Wasser wirft. Die Möwen drehen bald durch, so ein Tumult herrscht.



in Fécamp kommen wir nicht unter



diese schmale Straße bringt uns zum Stellplatz an der Mole von Saint-Valéry-en-Caux



wir haben mal wieder den besten Platz



die Möwen sind ganz wild auf die Fischeingeweide, die vom Boot abgeworfen werden



Schleuse auf - Boote raus



und immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel



Saint-Valery im Abendlicht



der Abend kommt



unsere Tagesroute ca. 120km

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