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Mittwoch, 27. Juni 2018



los geht unsere Fahrt gen Norden

Wir werden übrigens in die Rostocker Wohnung ziehen. Das war Herberts Idee. Irgendwann im April sagte er: Weißt du was, wir lassen das mit der Immobiliensuche, das wird eh nix, der Markt ist überhitzt und am Ende entscheiden wir uns aus Schnelligkeit noch für die falsche Immobilie. Wir ziehen in die Rostocker Wohnung, machen uns die schön und investieren vielleicht 30.000 oder 40.000 EUR für alles. Fußboden neu, Bad neu, Küche neu, Möbel neu. Bis wir nach Hause kommen ist es Juni, die richtige Zeit für den Verkauf der jetzigen Wohnung. -- Dass wir in der Pfalz nicht wohnen bleiben würden, das war uns ja seit langem klar. Eine kleine Hoffnung, dass es mit dem Verkauf schnell gehen könnte, hatten wir ja. Aber in dieser Gegend? Wir hatten die Wohnung damals für 'n Appel und 'n Ei gekauft. Als damals zeitgleich der Verkauf des Grundstücks in Sachsen platzte, mussten wir Aktien verkaufen. Die Linde-Aktien hatten wir in 2009 für 56 EUR/Stück gekauft. In 2015 für 173 EUR/Stück verkauft; das war ein sensationeller Gewinn trotz 25% Abschlag. Jetzt verkaufen wir die Wohnung natürlich für ein paar mehr Äppel und Eier und freuen uns auf Rostock. Dem Mieter haben wir bereits gekündigt wegen Eigenbedarfs (das war das Dokument, das wir letztens in der Bibliothek haben ausdrucken lassen). Annette hatte ihm das vorher schon per Email angekündigt, und er hatte es bemerkenswert gut aufgenommen. Tags darauf schrieb er, dass er die Nachricht erstmal eine Nacht sacken lassen musste.



wir kommen sehr gut voran bis Mainz

So, gestern Abend hatten wir die Anzeige bei Immoscout noch herausgenommen und hoffen, nun nicht mehr mit Telefonaten und Emails bombardiert zu werden. Gepackt für die kleine Fahrt für zwei Wochen hatten wir auch fast schon alles am Montag. Jetzt noch den Kühlschrank ausräumen, die Foto- und Elektroniksachen einpacken und los. Wir freuen uns auf eine schöne Zeit oben an der Ostsee. Wir fahren jetzt über Mainz und dann heißt es, dass in Richtung Frankfurt ein Riesenstau ist aufgrund eines Unfalls. Herbert findet, dass wir über Wiesbaden und an den Rhein fahren sollten, uns eine schöne Zeit machen am Rhein. Na gut. Wir biegen mal ab nach Ingelheim, können da aber nicht am Rhein stehen; steht extra dran "Nur für PKWs". Übertreiben wollen wir es ja auch nicht. also weiter den Rhein entlang. Was für eine bezaubernde Gegend, aber alle zwei Sekunden donnert ein Güterzug durch Rheintal, was ganz schön nerven kann. In Bingen am Rhein nehmen wir die Fähre nach Rüdesheim am Rhein. 1,30 EUR/m fürs Fahrzeug plus 1,30 EUR für die Beifahrerin, im ganzen 9,10 EUR. Es weht ein hübsches Windchen auf der kurzen Überfahrt; die Fähre hat ein rasantes Tempo. Wir durchfahren dann auch Rüdesheim, kehren dann aber um und gondeln den Rhein entlang in Richtung Koblenz.



Ankunft in Ingelheim am Rhein, aber wir kommen hier nirgends unter



Warum ist es am Rhein so schön?



was für eine Gegend



rauf geht es auf die Mary Roos



ein Blick von der Fähre aus



drüben ist Rüdesheim am Rhein


 



und schon sind wir wieder an Land



kleine Durchfahrt durch Rüdesheim am Rhein



es geht gemütlich am Rhein entlang



bei Kaub gibt es diese bezaubernde Kapelle zu bewundern

Vorbei geht es an der niedlichen Kapelle bei Kaub und an der Loreley. In St. Goarshausen hatten wir früher schon öfter mal gestanden; da stellen wir uns jetzt auch wieder hin. Stühle raus, Pfanne raus, Essen gemacht. Es ist ein verdammt heißer Tag, aber wir wollten das ja so. Herbert sitzt schon wieder die ganze Zeit mit dem Fernglas da. Da hinten ist die Loreley, die Figur, siehst du? -- Nee, ich seh' doch immer nix. -- Nimm mal das Fernglas. Da bei der Fahne, haste? -- Ach Gott, ja, ich hab' sie. Ist ja süß. Ist ja wie die Meerjungfrau in Kopenhagen, nur größer. Ich geh' mal mit der Kamera hin . . . Herbert sagt, dass Annette direkt am Ufer entlanggehen könne, aber dann ist doch noch ein Stück Zaun dazwischen. Huch, noch in die Brennesseln getreten, nicht kratzen, dann reibt man sich das Zeug in die Haut. Um 16 Uhr schauen wir uns auch das WM-Spiel Südkorea : Deutschland an. Was für eine Dorfmannschaft, so völlig ohne Konzept und Plan. Geht es den Spielern überhaupt noch um Fußball oder nur um ihre Ganzkörpertattoos und die geschniegelten Haare? Kriegen das Geld vorne und hinten rein und sind total überzüchtet. Wir müssen lachen, als das Tor zum 1:0 fällt. Später noch das zweite. Haben sie eben nicht anders verdient. Anschließend sitzen wir dann wieder draußen und es gehen uns viele Gedanken durch den Kopf bezüglich unserer Zukunft.



gleich sind wir an der Loreley



die Loreley ist dieser Schieferfelsen da



wir erreichen Sankt Goarshausen



da stehen wir (die Nachbarn in roten Kastenwagen sind aus Norwegen)



jetzt noch ein Glas Rotwein am Lagerfeuer wie in der Werbung



Annette in der Küche (mit der neuen Brille)



und hier noch die betörende Loreley (die so manchen Seefahrer verunglücken lassen hat)



bis halb zehn können wir noch draußen sitzen



unsere Tagesroute ca. 195km

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