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Montag, 12. Juni 2017



wir verlassen Makrigialós am frühen Morgen

Es ist immer schön, dass wir so früh aufstehen und entsprechend früh loskommen. Denn heute wollen wir ja weiterziehen. Um 7 Uhr sind wir schon auf der Piste, und das Licht ist morgens immer so schön. Unser heutiges Ziel ist erstmal Ierápetra, wo wir neues Guthaben bei Vodafone kaufen wollen (hier unten an der Südküste, am Libyschen Meer, ist Ierápetra nämlich die einzige Stadt, alles andere sind kleine Orte. Bei der Gelegenheit wollen wir uns auch mal Ierápetra anschauen, das zwar bei der Durchreise immer recht modern und nichtssagend aussieht, aber laut Reisebuch doch diese und jene hübsche Ecken haben soll. Und weil wir früh anreisen, ist sogar noch ein Parkplatz für uns zu haben. Stehen zwar schon überall Autos herum und ist chaotisch wie immer im Süden, aber in einer breiten Querstraße ganz nah zur Uferpromenade können wir parken. Herbert dreht das Fahrzeug auch gleich schon um, sodass wir nachher gut wegkommen und nicht rangieren müssen.



keine Fahrt, ohne die Berge zu sehen



es geht schön an der Küste entlang



Ankunft in Ierápetra - ein Bummel entlang der Promenade



Ierápetra

Wir machen uns bereit für einen Sommertag - Sonnencreme auf die Haut, Hut auf den Kopf. Dann wandeln wir die Uferpromenade entlang, bis eine kurze Strecke mit Geschäften und Tavernen kommt. Alles schön unterm Dach, sodass wir der Sonne nicht ausgesetzt sind. man glaubt ja nicht, wie heiß es hier an der Südküste jetzt schon ist. Ist ja die heißeste Gegend von ganz Europa. Wir bummeln auch mal wieder durch dieses und jenes Geschäft und schieben uns immer weiter vor in Richtung des Venezianischen Kastells, das man nicht übersehen kann. Dort geht ein nettes Lüftchen. Ein paar Schritte weiter landen wir vor einer kleinen Kirche, die in direkter Hafennähe steht. Kirchen, kleinere und größere, gibt es in Ierápetra einige. Als wir uns dann durch die Gassen der ehemals türkischen Altstadt wuseln, kommen wir sogar noch an der Moschee mit Minarett vorbei, die noch aus Zeiten der türkischen Besatzung stammt. Heutzutage wird der völlig leere Innenraum als Musikschule genutzt.



ein Blick auf das Venezianische Kastell Kales



eine der vielen Kirchen von Ierápeta - die Afendis Christós


 



das Hafenviertel von Ierápetra ist beschaulich



noch ein Blick auf die Afendis Christós - hier beginnt auch das ehemalige türkische Viertel

Die engen kleinen Gassen sehen beschaulich aus, und fast überall stehen die Eingangstüren der Häuser offen. Vielleicht wegen der Hitze oder wegen der Nachbarschaftlichkeit. Jedenfalls können wir überall hineinschauen. Man steht dann auch direkt im Wohnzimmer, es gibt keine Diele und keinen Flur oder so. Das Leben spielt sich auf kleinem Raum ab, aber das Leben im Süden findet eh draußen statt. Die engen Gassen sind schön schattig, aber es geht hier natürlich kein Wind durch. Dafür sind die Gassen viel zu winklig. Irgendwann stoßen wir wieder auf die Promenade und gehen zum Fahrzeug zurück. Wir machen noch einen Großeinkauf beim Lidl und tanken auch Diesel für 1,24 EUR/L, auch wenn das noch nicht so dringend war. Dann machen wir uns auf in westlicher Richtung bis Myrtos, einen kleinen Badeort, den wir noch von 2009 her kennen. Wir stellen uns an die Küstenstraße, die als Promenade angelegt ist. Eine pompöse Treppe (mit drei Laternen) führt hinunter zum Strand, und wir werfen uns gleich mal in die Brandung. Immer, wo der Strand so steil abfällt und wo einem das Wasser nach drei Schritten bis zum Halse steht, ist die Brandung recht stark. Das Libysche Meer, das an die Südküste von Kreta angrenzt, ist aber jetzt schon richtig mild. Als wir wieder an Bord sind, lassen wir uns das Aroma der griechischen Pfirsiche in die Nasen steigen. Man macht sich ja keinen Begriff, wie das einheimische Obst und Gemüse immer duftet und schmeckt. Ein schöner Tag geht zu Ende, und das kleine Myrtos sieht abends auch richtig hübsch aus.



ein Blick auf die Moschee mit altem Brunnenhaus im Vordergrund



ein Schrotthaufen mitten in der Stadt - kein untypisches Bild



wir erreichen Mýrtos



es geht durch diese enge Gasse in Richtung Strand



auch Mýrtos ist von Bergen umgeben



wir haben die schmale Promenade vor der Nase und den Strand zu Füßen

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