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Montag, 10. Juni 2013



wir sind an der alten Transrapid-Teststrecke bei Dörpen

Weil wir jetzt immer so früh auf den Beinen sind wegen des Morgenlichts, fahren wir auch schon sehr früh von Münster weg. Es ist noch richtig kalt um diese Uhrzeit. Unglaublich, wieviel Leute jetzt nach Münster reinwollen. Auf unserer Fahrspur sind wir dagegen fast die einzigen. Immer weiter nördlich geht es, über Rheine, Lingen, Meppen und Papenburg. Bei Dörpen sehen wir ein Schild nach rechts zum Transrapid Besucherhügel. Biegen wir doch mal ab und schauen uns die Sache an, auch wenn der Transrapid ja schon lange nicht mehr fährt.



alles war mal richtig gut angelegt für interessierte Besucher

Eine Holztreppe führt zu einem Aussichtspunkt am Beginn der Nordschleife. Alte Infotafeln erklären, dass der Transrapid auf der Westseite mit einer Geschwindigkeit bis zu 380km/h passiert und auf der gegenüberliegenden Ostseite mit ca. 170km/h vorbeigeschwebt wäre. Schade, dass wir einige Jahre zu spät sind mit unserem Besuch, denn das hätten wir gern mal gesehen, wenn man schon so gut wie nichts gehört hätte außer aerodynamisch bedingten Geräuschen. Der Zufall will es, dass genau heute vor 20 Jahren, also am 10. Juni 1993, die Höchstgeschwindigkeit von 450km/h gefahren wurde. Die Teststrecke, wenn auch mittlerweile ziemlich verlumpert, sieht so utopisch aus, vor allem, wenn man bedenkt, dass es erste Überlegungen zur elektromagnetischen Schwebebahn bereits in 1922 gegeben hat. In 1977 hatte das Ministerium für Forschung und Technologie zugunsten des elektromagnetischen Schwebesystems, dem "anziehenden Prinzip" entschieden, 1980 wurde mit dem Bau und der Inbetriebnahme der Transrapid Versuchsanlage begonnen und mit den Prototypen Transrapid 06, 07 und 08. (In 1999 hört die Chronologie hier auf, aber hat China nicht mittlerweile den Transrapid bei sich laufen?) Jedenfalls finden wir das alles sehr interessant, und deutsche Technologie ist ja einfach immer genial.



in Papenburg geht es über den Kanal

Dann erreichen wir Papenburg. Herbert würde sich gern mal die neue Meyerwerft anschauen. Wir biegen also ab, aber dann ist eine große Baustelle und Umleitung vor uns. Lassen wir das also sein und fahren durch Papenburg. Auf den ersten Blick nichts besonderes, aber als wir über den Kanal fahren, sieht doch alles recht hübsch aus. Wir aber wollen heute nach Leer und wollen früh genug dort ankommen, um noch auf dem Stellplatz unterzukommen. Jetzt sind es auch nur noch wenige Kilometer; über die Leda geht es und schon sind wir in Leer.



Blick auf das Haus Samson in Leer, aus dem Jahre 1643

Zuerst fahren wir zum Stellplatz am Hallen- und Freibad, weil das der beste der drei Stellplätze sein soll. Aber alles wirkt so öde da, sodass wir gleich weiterfahren zum großen Parkplatz P9, wo auch Wohnmobile stehen können. Rappelvoll alles, als wir ankommen. Wir können uns gerade noch auf einen Seitenrand stellen, der eigentlich für Busse gedacht ist. Wir frühstücken dann erstmal und gehen dann los in den Ort. Wie schön hier alles ist, der kleine Hafen, an den wir zuerst kommen. Die schmalen niedrigen Bürgerhäuser. Auch die Geschäfte und was sie anbieten, sind richtig schnuckelig. Wir laufen den LEERpfad entlang, kommen zur Kirche und bummeln durch die ganze Stadt. uns gefällt die Skulptur der Teefrau mit Teekanne und Teetasse. Ein Geschenk des Teeladens (oder Teemuseums?) an die Stadt Leer.



die Teefrau ist ein Geschenk an die Stadt



wir bummeln über den LEERpfad



alles ist so heimelig und beschaulich hier



der Kirchturm von Leer ragt in den Himmel

Durch die Geschäftsstraße laufen wir. Unglaublich, wieviel Banken es in dieser kleinen Stadt gibt. Die Sparkasse lässt gerade einen dicken fetten Palast aus Glas und Stahl bauen, am besten Platze. Er will gar nicht ins Gesamtbild passen, jedenfalls was wir so sehen auf dem Bauschild. Wir gehen dann auch mal zum Hafen und zur Ems. Die Häuser, die am Wasser stehen, sind richtig schick. Ein Holzsteg führt an den alten Booten vorbei. Alles ist sehr schön angelegt. Wir setzen uns noch in ein Eiscafé, Herbert will doch wieder ein Eis. Die kleinen Schilder, die hier und da aufgestellt sind und uralte Aufnahmen zeigen im Vergleich mit der heutigen Ansicht derselben Häuser oder Straßenzüge, gefallen uns. Unnerwegens dör de Tied . . . LEER vör hunnert Jahr! Alles jeweils auf hochdeutsch und plattdütsch beschrieben. So wie man auch auf Radio Ostfriesland nur platt redet, die Nachrichten und wenn man mit den Hörern telefoniert und alles. Ach, uns gefällt der Norden, und jetzt können wir auch verstehen, dass immer mehr Leute Urlaub im eigenen Land machen, wenn es doch so schön ist. Abends, als die Autos vom Parkplatz weg sind, rücken etliche Wohnmobile nach. Ein Andrang ist das überall.



im Eiscafé in der Fußgängerzone



an der Ems



ein Holzweg führt direkt am Wasser entlang


 


 



im schön restaurierten Hafen von Leer



die Häuser mit Blick auf den Hafen gefallen uns


 



hier kann man schön bummeln



ein letzter Blick auf den Hafen, bevor wir die paar Schritte heimwärts antreten



unsere Tagesroute ca. 178km

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