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Dienstag, 11. Juni 2013



hier gibt es viele Siele

Als sich Annette um 6 Uhr zum Schreiben hinsetzt, vom Transrapid usw. schreibt, reden die Leute auf Radio Ostfriesland gar nicht mehr plattdeutsch. Hatten sie wohl gestern nur eine plattdeutsche Stunde oder so? Schade eigentlich. Wir sind dann auch wieder früh unterwegs, und zwar in Richtung Greetsiel. Über Hohegaste und Terborg geht es durch plattes Land, am Deich entlang, wo Schafe stehen. Hier und da sind auch Kühe zu sehen. In Oldersum ist die Straße gesperrt, sodass wir über die Autobahn weiterfahren bis Emden. In Emden kommen wir an einem Mediamarkt vorbei, wo wir anhalten und uns mal deren Laptops anschauen. Sie haben dort einen von Lenovo, ein Ultrabook, wo alles passt, der sogar noch Windows 7 hat. Aber es ist ein Ausstellungsstück, und wir wollen nie wieder ein Ausstellungsstück. Zumal Ultrabooks keinen herausnehmbaren Akku haben und der nach Ewigkeiten am Stromnetz garantiert hinüber ist. Lassen wir das also, kaufen aber einen Staubsauger. Schießen dann noch an der Torwand, aber der Fußball ist viel schwerer als gewöhnlich, und er fliegt nicht mal bis zur Torwand. (Damit man nicht bei sich daheim im Garten üben kann.) Und überhaupt wäre der Einkauf bei einem Schuss ja gar nicht umsonst, wie es in der Werbung vollmundig heißt, sondern bekommt man einen Einkaufsgutschein in Höhe des Einkaufs. Das Geld bleibt also ausgegeben. Man ist eben blöd bei Mediamarkt.



es geht am Deich entlang



wir sehen schon mal eine erste Mühle auf der Fahrt nach Greetsiel

Unsere Fahrt geht dann weiter, die Straße geht um viele Ecken und auch an Kanälen (Sielen?) vorbei. Eine erste schöne Windmühle sehen wir schon, und in Greetsiel sollen ja Zwillingsmühlen sein, direkt am Stellplatz bzw. Reisemobilhafen Greetsiel, wie man ihn hier nennt. Dort angekommen, sehen wir sie in ganzer Pracht. Von den 50 Stellplätzen sind auch noch ein paar frei, sodass wir hier gut unterkommen. 11 EUR zahlt man hier für die Nacht, inkl. Kurtaxe. Nach dem Frühstück gehen wir los, vorbei an den beiden Mühlen, von denen die eine als Mühlenmuseum und die andere als Teestube dient. Diese  jedoch hat eine neue Pächterin gefunden, wird gerade umgebaut und öffnet erst wieder im Juli.



Ankunft im Reisemobil-Hafen Greetsiel



in der ersten der Zwillingsmühlen ist ein Mühlenmuseum untergebracht



gegenüber der Mühle ist dieser Souvenirladen



dies ist die zweite Mühle, in der sich eine Teestube befindet



im Naturpark-Haus

Vorbei am Siel gehen wir; alles ist so beschaulich hier. Wir werfen auch mal einen Blick in das Naturpark-Haus, wo das Meer, Watt usw. erklärt wird. Dann sind wir am kleinen Hafen, der als der geschäftigste Kutterhafen Ostfrieslands gilt. Heute ist hier aber gar nichts los, kein Kutter, der kommt oder geht. Keine einzige Möwe, die schreit. Alles ganz still hier. Wir laufen dann zuerst die eine Sielseite entlang und gehen über die Brücke zur anderen, wo die schnuckeligen kleinen Giebelhäuser stehen. Viele von ihnen stammen aus dem 17./18. Jh., und die meisten werden heute als Café oder Restaurant genutzt. Weil der Deich, auf dem der Weg entlangführt, so hoch ist, können wir schon in die Häuser und Gärten hineinschauen.



zuerst laufen wir an der einen Seite des Siels entlang



dann geht es über die Brücke



nun sind wir im beschaulichen Teil von Greetsiel



im Kutterhafen ist gar nicht viel los



viele der Häuser hier sind aus dem 17. und 18. Jahrhundert


 



die meisten der alten Friesenhäuser sind Café und Restaurants

Vorhin hatten wir noch Lust auf einen Tee, weil die Luft noch so kalt war. Jetzt aber ist es richtig schön warm geworden, sodass ein Eis besser passt. In die Teestuben schauen wir trotzdem mal hinein, ach, wie gemütlich es da ist. Die Räume so klein und niedrig und überladen mit Teesachen zum Verkauf. Wenn man bedenkt, wie bitterarm die Ostfriesen noch vor hundert Jahren waren. Wir laufen dann durch alle Gassen von Greetsiel, werfen auch mal einen Blick in die Kirche und gehen wieder heim, wo es keinen Platz mehr für die Wohnmobile gibt. Sie sollen ausweichen auf den Autoparkplatz. Annette macht sich dann mit dem Staubsauger zu schaffen. Komisch ist, dass man abends immer noch jeden Moin Moin sagen hört.



Blick in einen der Teeläden


 



dies ist die kleine Kirche von Greetsiel



alles ist schön einfach drinnen



Ein- und Ausgang der Kirche ist im Hinterhof



wir bummeln durch Greetsiel



alles ist voll auf Tourismus eingestellt


 



abends ist der Stellplatz rappelvoll



unsere Tagesroute ca. 53km

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