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Freitag, 14. Juni 2013



wir müssen abbiegen nach Rostock-West

Wir sind früh unterwegs und lassen uns vom Navi zur A20 bringen. Dann gondeln wir schön dahin, und wie früher auch sind hier immer nur ganz wenige LKWs unterwegs, was das Fahren total angenehm macht. Aber im Gegensatz zu früher, als Mecklenburg immer ganz gelb von Raps war, ist heute alles grün. Aber die Landschaft ist schön, und es gibt merklich weniger Windräder hier. Irgendwann, nach gut 120km, erreichen wir Rostock, unser heutiges Ziel. Annettes Heimatstadt. Die Abfahrt Rostock-West nehmen wir und wollen mal zum Ostseepark, einem riesigen Einkaufspark fahren, wo es einen Mediamarkt gibt.



zuerst fahren wir mal zum Ostsee-Park

Die Auswahl ist groß im Ostsee-Park, und zuerst schauen wir uns die Laptops mal selbst an. Dann fragen wir einen Verkäufer, was er denn so empfehlen würde für unsere Belange und Anforderungen an den Laptop. Er findet, dass wir am besten den von Samsung nehmen sollen, den NP350V5C usw. Der hätte die besten Kapazitäten. Annette fotografiert das Datenblatt mit dem Preis ab; auch von anderen Modellen, weil man sich das ja unmöglich merken kann. Dann bedanken wir uns erstmal, weil wir ja noch beim Saturn vergleichen wollen, und fahren zu unserer Wohnung, um mal zu schauen, wie alles aussieht nach sechs Jahren unserer Abwesenheit. Und ob es sich lohnt, die Wohnung so umzubauen (eine Gaube soll her), dass wir uns hier wohlfühlen werden. Wir machen Fotos von außen, von der Rückseite, die die Südseite ist. Dann fahren wir zum Stadthafen von Rostock, der ja wirklich zentral zur Innenstadt mit der Fußgängerzone usw. ist.



da unten rechts beim Zelt stehen wir, im Stadthafen Rostock

Ein Wahnsinn, wie rappelvoll der Parkplatz im Stadthafen ist. Alles voller Autos, die auch zwischen den Wohnmobilen stehen. Wir können uns gerade noch in eine Ecke quetschen. Es ist 13:09 Uhr, und so sind nur noch 7 EUR zu zahlen bis 20:00 Uhr. Jede Stunde 1 EUR von 8:00 bis 20:00 Uhr. Dann machen wir uns auf in die Fußgängerzone zu Saturn. Es ist extrem, wie sehr sich Rostock in den letzten sechs Jahren verändert hat. Alles riesig angelegt mit überdimensionierten Einkaufspalästen. Als wäre Rostock eine Millionenstadt und hätte nicht bloß 200.000 Einwohner. Im ersten Moment gefällt uns Rostock gar nicht mehr. Dann sind wir bei Saturn, wo wir wieder unsere Anforderungen an den Laptop schildern. Der Verkäufer kommt auch hier auf das gleiche Modell, das er gerade am Auspacken und Ausstellen ist. Hier soll es 799 EUR kosten. Beim Mediamarkt 729 EUR. Annette hält ihm das Foto unter die Nase. Kein Problem, sagt er, wir gehen natürlich mit dem Preis vom Mediamarkt mit. Und so kaufen wir schließlich diesen Laptop von Samsung. Hat sich das Warten doch gelohnt. Wir bringen ihn dann erstmal heim und können sogar schon in eine richtige Parklücke aufrücken. Dann gehen wir wieder in die Stadt.



das Kröpeliner Tor, eines der Wahrzeichen der Stadt, geht fast unter vor Einkaufspalästen überall



"Sieben Schwestern küsst das eine Meer" - an dieser alten Skulptur hat Annette als Kind immer im Brunnen geplanscht



Blick in die Lange Straße



wieder zurück am Stadthafen können wir jetzt richtig parken



die Santa Barbara Anna, das Segelboot von Joey Kelley, liegt schon seit Jahren im Stadthafen



ein holländischer Segler will hier festmachen



Blick auf den Seglerhafen im Stadthafen

Wir bummeln über die Promenade im Stadthafen, wo gerade ein holländisches Segelschiff, die Albert Johannes, anlegen will. Später sehen wir, dass man auf ihr mitsegeln kann. Auch ist das Segelschiff von Joey Kelley wieder hier im Stadthafen. Wir laufen dann zum Neuen Markt, werfen einen Blick auf das Rathaus und haben Rostock wieder richtig gern. Es ist auch sagenhaft, wieviel los ist in der Stadt. Überall sind Buden aufgestellt, Marktstände sowieso; in den Cafés drängen sich die Leute; auf dem Universitätsplatz, am Brunnen der Lebensfreude ist eine Veranstaltung usw. Wir biegen ab zum Heiliggeisthof, wo es so beschaulich zugeht, dass man nicht meinen mag, dass Rostock eine Großstadt ist. 



wir sind auf dem Neuen Markt, links das Rathaus mit den sieben Türmen



es ist einiges los auf dem Neuen Markt



die hanseatischen Häuser reihen sich aneinander auf dem Neuen Markt



auf dem Heiliggeisthof geht es beschaulich zu; eine kleine Oase in der Großstadt



Blick in die Kröpeliner Straße, die Fußgängerzone und Einkaufsmeile Rostocks



so viele Leute überall



am Brunnen der Lebensfreude, links die Universität von 1419 - "Leuchte des Nordens" - älteste Uni Nordeuropas

Über die Lange Straße geht es zur östlichen Altstadt und peu à peu heimwärts. Gern wollen wir irgendwo essen gehen. Und so kommen wir zur Alten Kogge, einem traditionsreichen maritimen Restaurant von 1853. Es ist 17 Uhr, und sie haben heute Abend eine geschlossene Gesellschaft. Bleiben wir also nicht hier, sondern gehen zum Alten Fritz, einem Restaurant im Stadthafen. Hier kann man auch gut sitzen und vor allem gut essen. In der nächsten Woche haben sie ihr 15-jähriges Bestehen, so lesen wir. Brathering mit Bratkartoffeln sollen es für uns sein; Labskaus haben sie ja nur in der Alten Kogge. Sobald die Sonne weg ist, wird es ziemlich frisch. Wir setzen uns dann noch eine ganze Zeit lang auf eine Bank direkt vor unserem Zuhause und schauen den Seglern zu. Ein Wahnsinn, welch rasante Manöver sie fahren. Und in welche Schräglage sie kommen. Das Abendlicht, das sich über Rostock und die Marienkirche legt, ist einfach umwerfend. Was das angeht, ist die Lage des Parkplatzes hier im Stadthafen wirklich nicht übel, wenngleich der Platz selbst in schrecklichem Zustand ist. Schön, dass das Wetter heute so gut mitgespielt hat, wobei man den Wind ja nicht unterschätzen darf. Morgen wollen wir nach Warnemünde, dem schönsten Stadtteil von Rostock, wenn nicht von ganz Deutschland. (Es ist eben Annettes Heimatstadt, da darf sie ruhig mal übertreiben, oder nicht? Die Rostocker übertreiben ja auch mit ihren großen Schuhen.)


 



man kann auf dem holländischen Segler mitsegeln, so wie es diese Truppe jetzt tun will


 



im Alten Fritz essen wir uns Brathering mit Bratkartoffeln



abends sind die Segler im Stadthafen zugange mit rasanten Manövern



wir haben das Spektakel direkt vor unserer Haustüre



diese beiden können einander in letzter Sekunde ausweichen



unsere Tagesroute ca. 132km

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