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Mittwoch, 19. Juni 2013



Blick auf den Krakower See

Es ist drückend und schwül, als wir aufstehen. Und der Himmel bedeckt. Das kann ja heiter werden, und eine Affenhitze. Irgendwie haben wir gar keine Lust, uns mit der Yamaha abzumühen. Lieber schön im Fahrerhaus sitzen und die Klimaanlage laufen lassen. Und so lassen wir den Badetag ins Wasser fallen und fahren weiter. An die Mecklenburgische Seenplatte soll es gehen.

Über Krakow am See und Karow fahren wir und biegen dann ab in Richtung Alt Schwerin (so heißt das Dorf) und Malchow. In Alt Schwerin sehen wir ein Schild für einen Stellplatz. Biegen wir also ab und finden uns nach einigen hundert Metern auf einer Art Panzerstraße wieder, auf der zwei Betonstreifen als Fahrbahn dienen. Sie ist einspurig und eng; hier und da sind Ausweichbuchten. Dann kommt ein Schild: Stellplatz in 3km. Mist, denn wir können ja nicht umkehren. Fahren wir also immer weiter, vorbei an mehreren Badestellen, die aber nur für Autos gedacht sind. Am Ende landen wir vor dem Schlagbaum des Inselcampings Werder. Rechts davor ist der Stellplatz, auf den wir erstmal fahren. Alles ist gut angelegt, aber auch sehr langweilig und abgelegen. Man steht mit seinem Wohnmobil vor einer hohen Wand aus Schilf. 9,80 EUR will man für die Nacht haben; auf dem Inselcamping selbst will man 25,80 EUR. Wir tanken dann nur Wasser auf dem Stellplatz; nach drei Münzen à 50 Cents ist der Tank voll. Fürs Entsorgen will man 3,50 EUR. Dann sind wir wieder weg. Gottlob kommt uns auf der Rückfahrt über die Panzerstraße auch wieder kein Fahrzeug entgegen.



diese Panzerstraße bringt uns zum Stellplatz von Alt Schwerin



vorbei geht es an diesem Ausflugslokal mit Badestelle



der Stellplatz ist direkt vor dem Inselcamping Werder

Irgendwann erreichen wir die Inselstadt Malchow, kaufen beim Lidl Mineralwasser und sehen dann den Parkplatz Altstadt-West. Gebührenfrei und mit ausreichend freien Plätzen. Stellen wir uns also hin und gehen dann mal in die Stadt. So richtig bewusst wird es einem eigentlich nicht, dass die Altstadt von Malchow auf eine Insel im See gebaut ist, auch wenn hier überall Wasser ist. Hübsch ist es hier dennoch, vor allem am kleinen Hafen, wo sich gerade die Unkel Bräsig zu einer zweistündigen Seenfahrt aufmacht. Das Schiff ist total leer, aber vielleicht mag auch keiner bei der Affenhitze oben auf Deck in praller Sonne sitzen, und vielleicht sind 18 EUR p.P. auch zu happig? Uns wären sie es jedenfalls.



ein Bummel durch die Inselstadt Malchow



im kleinen Hafen geht es gelassen zu



alles ist neu und hübsch angelegt hier



welche Idylle



eine Drehbrücke führt zur Altstadt auf der Insel



Wassersport überall

Die Drehbrücke, die auf die Altstadtinsel führt, wird gerade neu gebaut, und so führt jetzt nur ein Provisorium hinüber. Drüben setzen wir uns dann erstmal auf eine Bank im Schatten, wo ein schöner Wind geht und wo wir einen schönen Blick auf die alte Kirche haben. Dann bummeln wir durch die Straßen der Altstadt und gehen langsam wieder zurück. Einen Blick in eine weitere Kirche werfen wir noch, bevor wir uns ins kochendheiße Fahrerhaus setzen.



da vorn auf die Bank setzen wir uns . . .



. . . und haben diesen Blick



an der Anlegestelle von Malchow, gerade legt die Seelust an



dies ist eine weitere Kirche von Malchow



ein Blick ins Innere der Kirche



die Mecklenburgische Seenplatte ist das größte zusammenhängende Wasserrevier Mitteleuropas

Unsere Fahrt geht weiter; wir sind nun auf der Deutschen Allenstraße. Alte Bäume zu beiden Seiten der Straße, aber Annette ist schon seit Tagen - eigentlich seit wir in Deutschland sind - nicht so richtig auf Zack, was das Fotografieren angeht. Sie träumt immer nur vor sich hin und verpasst das beste. Dann ist Mirow erreicht, wo es einen Stellplatz am Schlosspark geben soll. Den finden wir auf Anhieb aber nicht, ist nicht ausgeschildert, und so landen wir am Ferienpark Mirow, den wir aus dem Internet kennen. Ferienhäuser als Holz in blau und rot stehen dicht an dicht. Wir suchen uns dann nochmal ganz genau die Koordinaten für den Schlosspark heraus und finden den Platz schließlich. Kein Wohnmobil weit und breit außer uns; der Stellplatz ist hübsch angelegt und von viel Grün umgeben. Der Aufenthalt beschränkt sich allerdings auf 12h (dafür aber auch kostenlos); man soll seine Parkscheibe auslegen. Jetzt ist es halb sechs. Wir tun mal ein paar Schritte in Richtung Schloss und sitzen dann den ganzen Abend draußen auf dem Platz. Irgendwann kühlt die Luft ja auch endlich ab. So schlecht steht man hier gar nicht, und günstiger als in der Marina von Wesenberg, wo man hätte 14 EUR zahlen sollen. Nachts kommt der Regen mit einer Wucht, dass wir kaum den Donner hören können, der die taghellen Blitze begleitet. Stundenlang dauert das ganze.



wir erreichen Mirow



auf den offiziellen Stellplatz am Schlosspark stellen wir uns



wir tun ein paar Schritte zum 3 Königinnen Palais von Mirow



dies ist eine der 3 Königinnen, heute in Alltagskluft



unsere Tagesroute ca. 92km

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