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Sonntag, 05. Juli 2020



die Spatzen kommen den ganzen Tag zum Trinken

Heiße Tage - heiße Nächte. 42^C an Bord und 36°C unter der Markise. Als es in der vorletzten Nacht um halb drei noch immer 26°C hatte, hatten wir kurzerhand die Federbetten aus den Bezügen genommen und uns nur mit den Bezügen zugedeckt. Das hat dann gut geholfen. Wobei es in der Nacht auf Freitag bloß 13°C hatte. Annettes Erkältung hatte sich auch immer so hingeschleppt und war nicht richtig wegzukriegen. Jetzt geht es aber. Wir stellen den Spatzen immer genug Wasser hin und sie kommen den ganzen Tag angeflogen zu ihrer neuen Wasserstelle. Spanier hat es übers Wochenende nun auch genug; sie kommen im Wohnmobil und Wohnwagen und auch mit Zelt. Zelte scheinen wohl auch wieder in Mode zu sein. Die sind billig in der Anschaffung und die heutigen Camps sind modern, da kann man die Einrichtungen gut nutzen. Die Spanier kann man jetzt gut vergleichen mit den Portugiesen. Sie grüßen einen nicht;; sie schauen einen nicht an, wenn sie wegfahren; sie winken einem nicht. Unser Bretone, der ja auch immer noch da ist, lüftet immer seinen Strohhut, wenn er Annette über den Weg läuft. Ja ,so ist jede Nation völlig anders. Wir sagen uns, ob er wohl sein Häuschen in der Bretagne gerade vermietet für 100 EUR am Tag und hier für 14 EUR mit Strom steht? Er kommt aus unserer Lieblingsregion in der Bretagne, Region Carnac-Auray-Quiberon. Da kann man sein Häuschen schon ganz hübsch vermieten. In der Dusche findet Annette ein iPhone S, das liegt direkt in diesem Ablagekörbchen, in das man die Duschflaschen stellt. Wie kann man da sein Smartphone hinlegen? Annette ist schon nackig, als sie es da liegen sieht. Sie legt es auf den Hocker, wo es nicht nass werden kann. Als sie fertig ist mit dem Duschen, kommt jemand. Excuse me, did you see a cell phone? -- Yes, I did, wait a second . . . Die Spanierin ist total happy. Ja, dann können sie immer englisch, aber wenn man durch Spanien reist, stellen sie sich alle dumm (oder sie sind es). Bei der gegenwärtigen Hitze merken wir auch, wie unser Denkvermögen schlappmacht. Man ist zu nichts in der Lage. Am Abend tauscht Annette wieder ein paar Bücher und fragt den Besitzer mal, wie lange er schon in Portugal lebt. Seit 33 Jahren. Kamen Sie der Liebe wegen oder hatten Sie sich in das Land verliebt? Er kam mit 26 Jahren, um auf einem Hof zu arbeiten. Nach 10 Jahren hatte er seinen eigenen Hof und nach weiteren 10 baute er mit seiner Frau Camping Alentejo. Er sagt, dass ihm damals die Menschen, die Mentalität, das Klima und das Essen sehr gefallen hätten. Und irgendwann kehrt man halt nicht mehr zurück. Der Abend wird angenehm, weil ein Lüftchen geht, das uns bis halb zehn draußen hält. Morgen müssen wir wieder in die Stadt, ein tolles Angebot beim Lidl kaufen.



Camping Alentejo hatte im Mai sein zehnjähriges Bestehen



schick und angenehm


 



schlaf gut - du auch

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