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Dienstag, 09. Juli 2019



am Vechtesee von Nordhorn

Endlich können wir nach zwei Tagen, die wir an Bord zu hocken hatten, wieder nach draußen gehen. Allzu sonnig sieht es zwar auch heute nicht aus, aber es wird zumindest trocken und nicht allzu kalt bleiben. Wir wollen einfach ins blaue radeln. Erstmal an den Vechtesee, wo wir auch Pier 99 sehen, wo sich früher ja der Stellplatz von Nordhorn befunden haben soll. Jetzt ein Hotel mit Restaurant und allem. Vielleicht etwas groß für den kleinen See, aber trotzdem ganz hübsch. Essen wollen wir hier nicht, gibt heute eh immer nur Pulled Pork oder Burger überall. Doof, dass man heute auch beim Essen irgendwelchen Trends folgt. Wir radeln dann entlang der Vechte und irgendwann nach knapp 4m sollen wir an eine Schleuse gelangen. Der Radweg ist wirklich ganz toll mit seinem uralten Baumbestand. Auch ist alles asphaltiert und radelt sich wie von allein übers platte Land. Dann Ankunft an der Schleuse.


 



es geht immer an der Vechte entlang



was für ein herrlich alter Baumbestand entlang dem Radweg



Ankunft an der Frensdorfer Schleuse


 

Auf einer Tafel sehen wir eine Übersichtskarte. Nächster größerer Ort ist Benekamp. Das müsste schon drüben in Holland sein. Eine Grenze ist nicht eingezeichnet, aber die Straßennamen sind alle holländisch. Es halten auch viele andere Radler hier an. Schau mal, sagt Herbert, die fahren alle mit Elektrofahrrädern. Ja, sagt Annette, heute will sich keiner mehr für irgendwas anstrengen. Heute ist man nicht mal mehr bereit, einen Mückenstich auszusitzen . . Das erinnert sie an ihre Begegnung mit der Wespe vorgestern. Drinnen an Bord krabbelte irgendwas an ihrem Genick. Wohl wieder ein Marienkäfer, aber dann war das Insekt flauschig und plötzlich brannte es wie irre an Finger und Daumen. Schnell warf es Annette durch offene Fenster. Gestochen hatte sie eigentlich gar nicht, und das Brennen hörte auch schnell wieder auf, aber am Hals erschien trotzdem eine Beule. Hätte sie vielleicht auch gleich in die Notaufnahme gemusst.



Ist das nicht ein ideales Häuschen für die Sommerfrische?

Jedenfalls radeln wir dann noch die 5km weiter nach Denekamp. Der Radweg besteht jetzt aus Betonplatten und heißt Fietspad - Radweg. Vorbei geht es an einem Pannenkoekenhuis und an einer Tankstelle. Autogas für 0,52 EUR. Weniger geht nicht. Es wird immer städtischer auf der Nordhornsestraat und bums, finden wir uns am Kirchplatz und mitten in Denekamp wieder. Alles ist gemütlich hier. Wir radeln einmal durch den Ort, kommen an zwei Windmühlen vorbei und machen uns auf die Heimfahrt. Diesmal wollen wir nicht wieder an der Vechte entlang, sondern neben der Autostraße her. Die Radwege in Holland sind ja vom feinsten, aber an der Vechte wäre es doch hübscher gewesen. Wir hatten auch gar nicht gewusst, wie groß Nordhorn ist und haben unsere liebe Müh, in die City zu finden. Annette hat Lust auf griechisches Essen, und es gibt auch einen Griechen gegenüber dem Rossmann. Um punkt 14 Uhr kommen wir an beim Restaurant Aphrodite, aber die Küche ist schon seit halb zwei geschlossen. Schade. Gehen wir nach nebenan zum Türken, wo wir bloß Kebab essen. Jetzt schaut die Sonne durch die Wolken und es ist ganz schön heiß unterm Sonnenschirm. Um halb vier sind wir daheim und können noch draußen sitzen. Es ist wieder schön leer geworden auf dem Stellplatz.



Ankunft in Denekamp auf holländischer Seite



Leute, werft eure Kinder nicht länger der Kirche zum Fraß vor.



Eindrücke von Denekamp



eine Mühle haben sie hier natürlich auch, sogar zwei



lieb' Vaterland, wir kommen wieder



in Nordhorn essen wir ein spätes Mittag

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