d11.jpgd19.jpgd07.jpgd13.jpgd14.jpgd02.jpgd10.jpgd06.jpgd04.jpgd01.jpgd21.jpgd08.jpgd18.jpg

Donnerstag, 05. Juli 2018



wir verlassen die Ostsee

Der Himmel ist bedeckt und alles ist ziemlich trist. Wir finden, dass wir uns auch schon langsam auf den Heimweg machen könnten. Desto eher können wir mit dem Packen beginnen. Oder vielleicht doch noch hier oder da mal anhalten auf dem Heimweg. Am besten fahren wir über Neubukow und stoßen erst bei Wismar auf die A20, das ist der kürzeste Weg. In Neubukow gibt es auch noch eine Fliesenausstellung, die wir mitnehmen könnten. Wir werden da auch fündig, und man verlegt die Fliesen da auch selbst und vermittelt nicht nur. Wir fragen, ob sie auch auswärts arbeiten? -- Wo denn? -- In Rostock. -- Ach, Rostock ist nicht auswärts; wir fahren auch bis Hamburg. Man will uns ein Angebot zukommen lassen. Dann begeben wir uns auf die Autobahn. Irgendwann hinter Hamburg wollen wir mal anhalten, rasten und zu Mittag essen. Die ersten paar Rastplätze gefallen uns nicht, aber auf dem Rastplatz Sunderblick bleiben wir stehen. Keine zehn Minuten und dann gibt es einen lauten Knall. Draußen vor uns steht ein Kastenwagen mit einem längeren Anhänger (Pritsche). Annette läuft schnell nach draußen und schaut, ob er gegen uns gestoßen ist. Ja, da ist was zu sehen. Herbert geht schnell zum Fahrer, der gerade die Tür aufmacht. Sie sind da bei uns angestoßen, haben sie den Krach gar nicht gehört? Der Fahrer (mit polnischem oder rumänischem Akzent) bestreitet sofort alles ab. Er schaut sich unseren Schaden an und sagt, dass das ein Altschaden sei. Allzu viel ist nicht zu sehen, nichts verbeult, nur Lackkratzer, aber das Rücklicht hat einen Sprung im Glas bzw, Acryl. Der Mann will uns seinen Namen und seine Daten nicht geben, bestreitet immer weiter alles. Dann ruf' halt die Polizei, sagt Annette, wir kommen ja so nicht weiter. Herbert fragt den Mann, ob er für solche Kleinigkeit wirklich die Polizei rufen soll? Andererseits sehen wir nicht ein, dass wir selbst für den Schaden aufkommen sollen. Das doofe beim Fiat Ducato ist, dass man von innen alles ausbauen muss, um an das Rücklicht zu kommen. Das geht dann richtig ins Geld. Wir fragen den Mann, ob er wirklich glaubt, wir würden hier auf dem Rastplatz auf irgendeinen warten, dem wir einen Altschaden anhängen können? Zumal der Sprung im Rücklicht auf derselben Höhe ist wie der senkrechte Alustreben der Pritsche. Herbert ruft die Polizei, und als sie kommen, entschuldigen wir uns dafür, dass wir sie haben rufen müssen, aber der Mann rückt ja seinen Namen etc. nicht heraus.


 



wir gehen auf die A1



wenn es alle Eisbären so gut hätten wie ihr beide



der Fahrer ist so blöd eingeparkt und hat uns dabei gestreift

Für den Polizisten, der sich den Schaden anschaut, ist die Sache sofort eindeutig. Er sagt: Nun müssen Sie ja doch ihren Namen und die Daten herausrücken. Er schreibt das Protokoll für die Versicherung. Ja, das alles haben wir jetzt so dringend gebraucht wie ein Loch im Kopf. Nach anderthalb Stunden ist alles erledigt. Wir essen ein verspätetes Mittag und fahren weiter. Mittlerweile ist es 15:40 Uhr. Wir wollten eigentlich über die A1 und die A28 bis Leer und morgen von da aus direkt südlich die A31 nehmen. Jetzt haben wir die Befürchtung, dass wir vol in den Feierabendverkehr geraten. Annette schaut mal auf dem Navi nach einem Stellplatz. Es gibt einen in Sittensen. Sittensen ist bloß 2km von der Autobahn entfernt. Also biegen wir mal ab nach Sittensen. Bei der Durchfahrt kaufen wir noch Nordseekrabben für Herbert und finden uns dann auf der Mühlenstraße wieder, wo sich der Stellplatz befindet. Total beschaulich am Fluss und alles so niedersächsisch mit den Fachwerkhäusern. Einen See gibt es hier auch noch. Es sind drei Wohnmobile da; die stehen alle so doof und haben jeweils eine Lücke (einen Stelllatz) zwischen sich gelassen. Ganz außen ist noch Platz für uns. Da hat der Holländer jetzt Pech gehabt, dass wir uns vor dessen Nase stellen. Wir schauen uns gleich mal überall um. Niedersächsische Mühlenstraße - so heißt es auf einem braunen Schild. Wir finden, dass wir hier richtig gut untergekommen sind. Zum Abend hin quetschen sich noch drei weitere Wohnmobile in die freien Lücken. Morgen fahren wir vielleicht nach Rhauderfehn, was kein Umweg ist.



Durchfahrt durch Sittensen



hier entlang zur Mühlenstraße



so ist der Stellplatz gelegen



typisch niedersächsisch


 


 



unsere Tagesroute ca. 247km

back       |      next