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Samstag, 07. Juli 2018



morgens um sieben auf dem Stellplatz von Rhauderfehn

Immer voller wurde der Platz; es kamen noch Leute aus Delmenhorst und aus Aurich. Es kommt uns hier alles vor wie ein Ostfriesenclub. Wir wollen dann auch weiterziehen, gehen auf die Deutsche Fehnstraße und hin nach Papenburg. Diese Wasserkanäle ziehen sich ja wirklich kilometerlang geradeaus. Was für eine Mühsal, die jemals angelegt zu haben. In Papenburg stellen wir uns auf den Parkplatz beim Roten Kreuz, der recht zentral liegt. Von dort sind wir ruckzuck in der Stadt. Als erstes kommen wir am Rathaus vorbei. Direkt gegenüber auf dem Kanal liegt die Friederike von Papenburg, ein altes Schiff, das man auch betreten kann. Auf dem Schiff ist auch die winzige Touristinformation. Es hängt eine Tafel aus mit Terminen für die Besichtigung der Meyer Werft. Mehrere Uhrzeiten pro Tag, und immer alles ausgebucht, ausgebucht, ausgebucht. Ja, früher hat man in Papenburg Torf gestochen - und heute baut man hier die dicksten Kreuzfahrtschiffe der Welt. Gestern hatte Herbert noch aus dem Ostfriesland-Magazin vorgelesen, dass die Werft gerade erst einen dicken Pott für Norwegen gebaut hat. Für 4,200 Passagiere. Fressen und Scheißen auf See - so sagt Annette immer dazu.



wir sind auf der Deutschen Fehnroute



Ankunft in Papenburg



ein Blick auf das Papenburger Rathaus



hier liegt die Friederike von Papenburg an


 



am Alten Kanal von Papenburg

Wir wandeln dann am Kanal entlang, der sich mitten durch die Altstadt zieht. Jetzt ist die richtige Jahreszeit, um die vielen Blumen zu bewundern, die es hier so zahlreich gibt. Alles blüht so schön, die Geranien in allen Farben. Die alten Friesenhäuser gefallen uns sehr, aber man hat auch einige Bausünden aus den 70er Jahren dazwischengeklotzt. Vor allem das Kino finden wir total überdimensioniert. Ein holländisches Blasorchester baut gerade ihre Stühle auf und stimmt die Instrumente. Später hören wir ihnen noch eine Weile zu. Es ist eine lustige Truppe, und der holländische Akzent ist immer herzerfrischend. Sie reichen sogar holländischen Käse zur böhmischen Musik, die sie gerade spielen. Dann kehren wir zurück zum Parkplatz, wo übrigens zahlreiche Wohnmobile stehen, fahren an der Meyer Werft vorbei, können sogar in die große Schiffshalle hineinschauen und ein Stück Schiff erkennen. Was für dicke Dinger. Schön sehen die ja nie aus. Dann geht es auf die Autobahn, die A31, vorbei an Nordhorn und bis Coesfeld, wo wir abbiegen nach Winterswijk in Holland. Dort fahren wir zum Obelink, dem großen Freizeitmarkt, wo die Preise für Campingartikel so günstig sind. Wir brauchen einen Fahrradsack für hinten auf dem Fahrradträger. Wir werden die Fahrräder jetzt nämlich nicht einlagern, sondern mitnehmen für den Sommer. Der Sack - für zwei Fahrräder und mit Einstecktasche für das rotweiß gestreifte Warnschild - kostet 18,50 EUR. (Im Freistaat-Katalog kostet so ein Sack 50 EUR.)



und hier noch die Margaretha von Papenburg


 



ein holländisches Blasorchester legt los



vorbei geht es an der Meyer Werft - hier mal ein Stück Kreuzfahrtschiff



Ankunft im Obelink Vrijetijdsmarkt in Winterswijk



wir kaufen u.a. eine faltbare Schüssel



hier und da steht eine Windmühle



Deutschland hat uns wieder

Von Winterswijk aus gondeln wir nach Wesel und gehen dann wieder auf die Autobahn. Wir kommen erstaunlich gut voran. Unser Ziel ist Monheim am Rhein, wo wir hoffen, irgendwo am Rhein stehen zu können für die Nacht. Herbert kennt sich hier gut aus. Das Rheinufer ist schick geworden über die Jahre. Früher waren hier die Raffinerien. Wir kommen auf einem Parkplatz unter mit Blick auf den Rhein. Eine Bank gibt es auch für uns. Am späteren Abend wird es auch deutlich ruhiger, was die Ausflügler und die Jugendlichen angeht. Wir schauen uns noch die letzten zwanzig Minuten vom WM-Spiel Russland : Kroatien an. Dann noch die Verlängerung und das Elfmeterschießen. Annette mag ja dieses ganze jugoslawische Volk nicht, deren Mentalität, aber die Kroaten haben verdient gewonnen, das muss man ihnen lassen. Wir können gut schlafen, und die letzten Tage waren ja auch ziemlich anstrengend.



Durchfahrt durch Monheim am Rhein



wir übernachten am Rhein



unsere Tagesroute ca. 318km

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