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Sonntag, 22. Juli 2018



um 21:37 Uhr Ankunft im Hotel und Wirtshaus Lindenhof in Sprakensehl

So, die allerletzte Nacht in der alten Wohnung haben wir nun auch geschafft. Mehr oder weniger schlaflos. Wir sind früh auf und fahren so rechtzeitig los zum Europcar, dass wir da schon um 8:40 Uhr ankommen. Es kommt auch gerade jemand von den Angestellten, der aufschließt. Man übergibt uns den Umzugswagen auch gleich. Schön, dass wir auf diese Weise Zeit sparen. Wir stellen den Umzugswagen bei uns auf den Stellplatz, und dann sind unsere beiden Nachbarn auch schon zur Stelle. Die beiden sind voller Tatendrang. Der eine Nachbar vom Nebenhaus, den/der Annette so gut leiden kann, sagt, dass er mal in einer Umzugsfirma gearbeitet hätte und wüsste, wie man die Ladefläche am besten bepackt. Wir überlassen ihm das Feld. Die beiden Nachbarn tragen die beiden Teile der Eckbank herunter, dann die schwere Tischplatte und den Eisenfuß, der mörderisch schwer ist. Im Treppenhaus sagt Annette: Ach, ich bin ja so froh, dass Sie uns helfen. -- Wir helfen aber nur netten Leuten, sagt der Nachbar von unter uns. -- Na ja, ich bin immer so nett, wie es mein Name schon sagt, sagt Annette. Wir erzählen den beiden, dass der Käufer der Wohnung um 13 Uhr kommen will zur Übergabe. Es ist noch keine 10 Uhr, und das meiste ist schon gepackt. Ich rufe ihn mal an, dass er früher kommen kann, sagt Annette. Erreicht den Käufer aber nicht; Telefon ist ausgeschaltet. Wir schicken eine SMS, dass er um 11:30 Uhr kommen könne. Um 10:20 Uhr ist alles fertig. Wir schicken eine zweite SMS. Wir bedanken und verabschieden uns von den beiden Nachbarn, die uns eine enorme Hilfe waren. Dann sitzen wir auf Kohlen, bis irgendwann eine Antwort kommt: Der Käufer kann leider erst um 13 Uhr kommen. Schade um die schöne Zeit, die wir so gut herausgearbeitet hatten. Wir hätten längst auf der Autobahn sein können. Irgendwann ist es 13 Uhr und wir machen die Wohnungsübergabe, die Ablesungen der Zählerstände. Dann geht es auf die Piste. Bis Landau auf die B10, die sich immer wie Kaugummi hinzieht.



wir haben Zimmer 4 nach hinten raus

Wir hatten ja extra einen Sonntag gewählt als Umzugstag, in der Hoffnung, dass sonntags die Autobahnen schön leer sind so fast ohne LKWs. Jetzt dämmert uns, dass uns die beiden Nachbarn an einem Wochentag gar nicht hätten helfen können. Jetzt dämmert uns auch, dass heute ja das Formel 1 Rennen am Hockenheimring ist. Hoffentlich kommen wir noch daran vorbei, bevor das Rennen endet und alle auf die Autobahn gehen. Irgendwo vor Landau halten wir mal an. Herbert will wissen, wie Annette mit dem Audi zurechtkommt. Alles gut. Sie legt sich ein paar schöne CDs ein: von China Crisis, von den Bee Gees "Still Waters", von Björk das Debutalbum (das süchtig macht) und Best of Culture Club. Jetzt kann es losgehen, und wir kommen in keinen einzigen Stau. Zweimal kommen starke Regengüsse herunter, die uns arg ausbremsen. Und dann die vielen Baustellen auf der Autobahn. Dennoch kommen wir gut voran. Insgeheim hatten wir ja gehofft, es heute noch bis hinter Braunschweig und auf die B4 zu schaffen und uns auf der Landstraße ein Hotel / eine Pension zu suchen. Wir fahren und fahren. Um halb sechs halten wir bei McDonald's und essen. Um 20:30 Uhr erreichen wir Braunschweig und die Straßen von Braunschweig gehören uns allein. Keine Menschenseele mehr unterwegs. Wir tanken für sensationelle 1,20 EUR/L Diesel beide Fahrzeuge voll. Dann geht es auf die B4. In Meine sehen wir eine Pension, halten an, stehen vor verschlossenen Türen. Nebenan ist ein Dönerladen. Man sagt uns, dass die Pension jetzt um 21 Uhr geschlossen sei. Wir fahren weiter, halten noch zweimal an. Das erste Hotel existiert nicht mehr, das zweite ist verschlossen. Immer weiter und immer später wird es. Im Westen geht die Sonne als knalloranger Ball unter. In Sprakensehl sehen wir das Hotel Lindenhof. Annette springt wieder aus dem Audi. Verschlossene Türen, aber eine Telefonnummer, die bis 24 Uhr angerufen werden kann. Her mit dem Telefon. Wir sind auf der Suche nach einem Zimmer für die Nacht. -- Ja, kein Problem, ich bin sofort da. Der Mann ist dann auch wirklich sofort da, fragt uns, ob wir noch etwas essen wollen. Nee, wir wollen nur noch ins Bett. Es ist 22 Uhr, als wir auf dem Zimmer sind. Das ganze Anwesen ist gemütlich und rustikal, aber wir zerreißen so manche Spinnweben auf dem Zimmer. Hier hat wohl schon lange niemand mehr übernachtet. Aber egal jetzt, wir wollen nur noch schlafen.



gute Nacht



unsere Tagesroute ca. 573km

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