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Freitag, 06. Juli 2018



Hallo Ostfriesland, jetzt kommen noch zwei Dösbaddels mehr.

Gestern kam auch noch das Angebot der Umzugsfirma "Die Drei" und wir antworten ihnen jetzt, dass wir gern unsere Sachen bei ihnen einlagern werden. Der Kubikmeter für 5,50 EUR netto, und das Umzugsgut ist versichert - begrenzt auf 620 EUR pro Kubikmeter. Man hat 7 Kubikmeter angesetzt. Man berechnet eine Kaution von zwei Nettomonatsmieten, also 77 EUR netto, die wir bei Auslagerung wiederbekommen. Man erstellt eine Lagerliste usw., wie das üblich ist. Das kennen wir noch von der letzten Einlagerung in Rosenheim, nur dass die Sachen da nicht versichert waren und die Hausratversicherung eine horrende Summe verlangen wollte, weil das Risiko höher ist, wenn die Sachen nicht in einer Wohnung stehen, sondern in einem Lager. Puh, das Internet in Deutschland ist meist eine Katastrophe; es ist, als wäre man im Jahre 2000 oder so. Lahmarschig wie nur irgendwas. Es nieselt auch schon seit Stunden, und wir fahren dann auch im Nieselregen los. Vorbei geht es an Bremen. Bremen hat ulkige Stadtteilnamen wie zum Beispiel Bremen-Vegesack. In Bremen wohnte Annettes Großmutter väterlicherseits - die Anna, von der sich auch Annettes Name ableitet. Sie ist im Sommer des Jahres, in dem Annette geboren wurde, also in 1968, nach Westdeutschland zu ihrer ältesten Tochter übergesiedelt. (Der Staat war ja froh um jeden Rentner, dem man die Ostrente nicht mehr zahlen musste.) 



Ankunft in Rhauderfehn

Kurz hinter Bremen fragt Herbert: Hätten wir nicht auf die A28 gemusst? -- Nö, eigentlich nicht. Wir müssen in Richtung Oldenburg. -- Das ging eben nach Oldenburg. -- Ich schau mal . . Ja, Mist, die A28. Gleich kommt die Ausfahrt 59, die können wir nehmen und dann stoßen wir auf die A28, dann müssen wir nicht umkehren . . . Herbert bleibt immer erstaunlich gelassen, was Annettes Orientierungslosigkeit angeht. Er sagt immer scherzhaft: Ich verlass' mich voll auf dich. -- Ja, dann biste verlassen. Es wird immer freundlicher am Himmel, und dann kommt das Schild Ostfriesland. Unser Ziel ist Rhauderfehn. Dort waren wir mal in 2015 auf einem richtig guten Stellplatz. Vorher kaufen wir noch ein Glas Rollmops und weiße Semmeln fürs Abendessen. Als wir am Stellplatz ankommen, fragt man uns, ob wir angerufen oder reserviert hätten? Nee. Aber es ist noch ein einziger Platz frei für uns. Der Platz kostet jetzt 8 EUR. Schön zwischen den Hecken und idyllisch. Die Nachbarn sind fast alle aus der Gegend, wie aus Leer und Hamburg und Diepholz. Am Nachmittag kaufen wir uns zwei Stück Kuchen im angeschlossenen Café. Eigentlich geht es ja um das Café, und die Wohnmobile nimmt man noch so nebenbei mit auf. Es ist ein Plätzchen, das wir empfehlen können. Im Café nimmt Herbert drei Ausgaben des Ostfriesland-Magazins mit. In den Heften gibt es auch Geschichten op plattdüütsk, aber ostfriesisch ist dann doch noch anders als Annette plattdütsch aus Mecklenburg kennt. Herbert weiß ja, wieviel Spaß sie immer an sowas hat. Plattdütsch is ümmer so'n büschen dümming; man muss seinen IQ um 20 Punkte runterschrauben (also auf ca. 50, ha ha) und dann anfangen zu lesen. Ja, da kommt Freude auf. Abends schauen wir auf NDR die Sendung "Wasserwelten am Warnowstrand - Rostocks unendliche Küsten".



vorbei geht es an kilometerlangen schnurgeraden Fehn, den Wasserkanälen



so steht man auf dem Stellplatz von Rhauderfehn



ein Stück Apfelkuchen und ein Stück Stachelbeerkuchen, bitte



alles so gemütlich bei den Ostfriesen



das Café ist direkt an den Stellplatz angeschlossen


 



der Nachmittag kann kommen



unsere Tagesroute ca. 176km

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