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Dienstag, 01. Januar 2020



das Turmleuchten zu Neujahr gibt es mittlerweile zum zwanzigstenmal

Das neue Jahr begrüßt uns auf ziemlich stürmische Weise. Irgendwann in der Nacht hörte ja die Böllerei auf, und dann war auch wieder das Möwengeschrei zu hören. Wir sitzen lange beim Frühstück und freuen uns auf einen schönen Neujahrstag in Warnemünde beim Turmleuchte, zu dem etwa 80.000 Zuschauer erwartet werden. Annette macht den Hausputz, als Herbert zu ihr ins Schlafzimmer kommt: Ich hab' schlechte Nachrichten für dich. -- Ist schon wieder jemand gestorben? -- Nee, sie haben das Turmleuchten abgesagt wegen Orkanböen . . Schade, aber irgendwie musste man damit ja rechnen, denn es ist irre stürmisch und im Radio hört man nichts anderes mehr als dass überall an der Küste die Fähren ausfallen usw.. Windstärken 9 bis 10 (90 bis 100km/h), was schon ganz schön happig ist. Sie sagen, dass es der Geschichte des Turmleuchtens erst einen einzigen Ausfall gegeben hat, in 2007. Das wurde zu Ostern nachgeholt und sie wollen auch dieses Turmleuchten irgendwann nachholen. Der Himmel ist blau, und wir wollen trotzdem heute irgendwohin. Zu Mittag gibt es bloß Pizza, aber dann kommt ein heftiger Regenschauer, den wir erstmal abwarten wollen. Annette legt sich mit einem Bildband von Rostock - von 1979, vom F. A. Brockhaus Verlag Leipzig - aufs Bett. Der allererste Satz im Buch geht so: "Wer den Koffer für eine Reise nach Rostock packt, denkt dabei sicher zuerst an das Meer oder an den neuen Überseehafen mit seinen kleinen und großen 'Pötten' aus aller Welt, an dröhnende Werften, an Segelboote, alte Hansekoggen, gotische Giebel, Strandkörbe oder vielleicht  an Steifen Grog in Seemannsklausen. Alles das finden Sie wirklich in Rostock . . ." Wir beschließen, heute nirgends hinzufahren, denn mittlerweile geben sie Warnungen im Radio aus, und es ist ja vielleicht auch kein Vergnügen, bei Sturm womöglich noch einen Baum auf den Kopf zu bekommen. Herbert setzt sich an die Webseite und richtet das Jahr 2019 ein; Annette macht ein paar Spiele Spider Solitair auf dem uralten Laptop, den wir nur deswegen noch nicht weggeschmissen haben. Im Radio sagen sie, dass die Stürme morgen noch zunehmen werden, dass eine Sturmflut erwartet wird, in der Kieler Bucht, nicht hier. Irgendwie ist es auch schön, in so einer stürmischen Gegend zu wohnen; das färbt auch auf den Charakter ab. Fast keine Fähre fährt jetzt mehr. Aber die Temperaturen sind milde bei 7°C.



das Turmleuchten fällt aus

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