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Donnerstag, 10. Januar 2019



der Strand von Warnemünde ist 150m breit - wie nirgends sonst an der deutschen Ostsee

Für heute ist endlich mal wieder ein Tag ohne Regen angekündigt, und egal, wie das heute wird, wir wollen unbedingt mal wieder rausfahren. In der Zeitung hatte gestanden, dass das Neptun Spa Tages-, Wochen- und Jahreskarten anbietet, und das hat Annette an damals erinnert, als sie in den frühen 1990er Jahren immer samstags im Neptun auf der Zwischenetage im kleinen Schwimmbad und in der Sauna war. Das wusste damals so gut wie niemand (stand nur einmal in der Zeitung damals), dass das plötzlich öffentlich war für jedermann. Und so hatte sie damals mit ihrem Mann den gesamten Bereich fast immer ganz allein. Jetzt fahren wir also nach Warnemünde und erkundigen uns mal nach dem Spa-Bereich, aber man will uns immer nur auf diesen Thalasso-Firlefanz drängen, kein Wort von der Sauna oder dem kleinen Pool. Wir gehen wieder, aber dann fällt uns dieses Nivea Haus gleich nebenan ein. Da stand ja früher die Meeresschwimmhalle mit Sauna, wurde dann abgerissen und ein pompöses Schwimmbad hingebaut, das wiederum nach einigen Jahren Leerstand abgerissen wurde. Jetzt steht da das a-ja Hotel mit Nivea Haus. So, und da gibt es das, was wir suchen. Eine Tageskarte für die Sauna kostet bloß 16,50 EUR, und das in dieser Lage und mit Ostseeblick und Wintergarten mit Dachterrasse. Mehr wollen wir ja gar nicht. Zehnerkarten gibt es auch - für zwölf Eintritte.



alles ist noch versandet vom gestrigen Sturm



im Nivea Haus - "einem der schönsten Erholungsgebiete an der Ostsee auf 4.000qm"



die Dünenlandschaft ist immer wieder schön

Aber jetzt lass uns mal an den Strand gehen, sagt Annette. Heute ist es ja total windstill - kein Lüftchen geht. Ein paar Traktoren räumen den Sand weg, der in den letzten beiden Tagen auf die Promenade geweht ist. Ansonsten geht es heute beschaulich zu in Warnemünde. In den Geschäften kann man jetzt gute Schnäppchen finden, zumal es alles gehobene Ware ist. In einem der Lädchen am Alten Strom kaufen wir fast einen Leuchtturm (ca 40cm hoch), aber auf den zweiten Blick ist er uns etwas zu schief für die 65 EUR. Andererseits sagt man hier oben immer: 'n bäten scheif hat Gott leiw (ein bisschen schief hat Gott lieb), aber wir lassen den Leuchtturm sein. Sie haben wirklich gute Sachen überall, Annette zieht auch mal ein Oberteil an, Größe 40, aber es ist wieder zu eng am Busen. Aber einen Schal kauft sie sich, 5 EUR, und total edel. Wir laufen noch zur Mittelmole, wo wir ins Lillebo gehen, ein Laden mit nordischen Designstücken . Ist auch immer schön da drinnen. Jetzt steht kein einziges Wohnmobil auf dem großen Parkplatz an der Mittelmole. Wir kehren zurück zum Alten Strom. Beim Gosch Sylt liegen drei CDs am Boden verstreut, draußen bei den verlassenen Sitzbänken. Du, die eine ist von Madredeus. Dann nimm sie doch mit, sagt Herbert. Meinst du? Wenn sie am Boden liegt, ist das ja kein Diebstahl, oder? Mein Gott, Madredeus, die kennt doch hier keiner . . . Madredeus sind aus Portugal, mit ihrer göttlichen Sängerin Teresa Salgueiro. Daheim haben wir zwei Alben von Madredeus und zwei von Teresa, aber dieses hier - Movimento - haben wir nicht. Wir nehmen es mit und gehen dann auch zum Auto zurück. Unser Parkticket ist längst abgelaufen jetzt um 15:40 Uhr. Es wird schon langsam schummrig. Für die Nacht haben sie Schneefall angekündigt für hier oben, aber morgen sollen die Temperaturen dann auch wieder auf 6°C ansteigen. Also keine Gefahr. Nicht wie im Süden, wo sie im Schnee ersticken. Heute spät am Abend, als wir die Programme durchschalten, landen wir bei einem alten Polizeiruf 110 "Die Gazelle" von 1996 und sehen, dass er in Warnemünde gedreht wurde. Im Hotel Neptun, wo wir heute gerade waren. In 1996 sah Warnemünde noch ganz anders aus als heute; das war noch alles vor dem großen Bauboom.



wir sind mal wieder im alten Lotsenhaus



jetzt ragt von der Skulptur nicht mehr nur der Sockel aus dem Wasser



auf der Mittelmole

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