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Samstag, 13. Januar 2018



die Sonne kommt in ganzer Pracht

Verdammt kalt ist es geworden. Heute früh sind es nur 8°C, so sind die Temperaturen über Nacht abgefallen. Und immer dieser kalte Wind, wenn der nicht wäre. Denn die Sonne ist ja meist da. Heute ist Herberts Geburtstag, und wir überlegen, wo wir den eigentlich verbringen sollen? Die Küstenorte sind ja alle so ausgestorben. Nach dem Frühstück fahren wir erstmal zum Stellplatz von Narbonne-Plage zum Entsorgen. Dann nach Narbonne zum riesigen Carrefour zum Einkaufen. Schöne große Doraden haben sie da, und wir wollen eine nehmen, die es auf 1,2kg auf der Waage bringt. Die junge Verkäuferin vom Fischstand will uns den Fisch einfach so andrehen. Auf die Waage, in die Tüte und fertig. Madame, sagen wir und bedeuten, dass sie ihn doch ausnehmen möge. Das tut sie, wäscht den Fisch aber nicht ab. Wieder in die Tüte. Madame, sagen wir und machen die Bewegung fürs Entschuppen. Das nervt langsam. Sie entschuppt den Fisch, wäscht die Schuppen dann aber auch nicht ab. So bekommen wir den Fisch überreicht. Annette könnte schon wieder kotzen. Wir haben keine Lust mehr auf einen Fisch, den wir draußen bei Eiseskälte erstmal gründlich abwaschen müssten. Wir tun es nicht gern und es tut uns leid um jedes Lebensmittel, das auf dem Müll landet, aber weil eh die Hälfte aller Lebensmittel der Supermärkte auf dem Müll landet, kommt es auf diese Dorade jetzt auch nicht mehr an. Wir legen die Dorade in eines der Eistruhen, bezahlen für die anderen Sachen und gehen.



wir fahren die paar Kilometer nach Narbonne



Durchfahrt durch Narbonne

So richtig Essengehen wollen wir eigentlich auch gar nicht, weil da die Sprachbarriere zu hoch ist. Irgendwie haben wir das Gefühl, uns von Frankreich entliebt zu haben, in den drei Jahren unserer Abwesenheit von Frankreich hat sich die Liebe arg abgekühlt. Oder ist es nur die falsche Jahreszeit? Als Badeurlaub funktioniert das hier eh nicht mehr, viel zu viele Einschränkungen und Höhenbegrenzungen für Wohnmobile. Heute denken wir auch zum erstenmal ans Umkehren und Heimfahren, denn wir müssen bei diesem Wetter hier nicht unnötig und um jeden Preis ausharren. Aber jetzt verlassen wir Narbonne erstmal in südlicher Richtung und fahren nach Leucate. Dort haben wir früher so manchen Sommer am FKK-Strand - direkt neben dem FKK-Dorf (village naturiste) Leucate - verbracht. In Leucate gibt es diese Austern- und Muschelzucht, und es gibt diese kleinen Buden, wo man die Austern ganz frisch und direkt essen kann. Die meisten der Buden sind geöffnet, und so setzen wir uns in eine der Buden, auf ein paar Austern. Alles ist urig und bodenständig hier. Herbert hat den Heizstrahler im Rücken - und wir sitzen natürlich drinnen. Dann sind wir wieder bei uns an Bord. Über den Tag verteilt kommen ein paar Anrufe und Glückwünsche. Zwei von der Algarve: Ein langjähriger Freund, der heuer zum erstenmal in der Algarve ist, schreibt uns, dass er jetzt ständig an uns denken muss, dass er alles von unseren Reiseberichten her wiedererkennt. Und Manfred, der am Telefon sagt, dass alles schrecklich überlaufen ist, dass sie fast nirgends unterkommen. Und dass es regnet und es ihr kältester Winter seit fünf Jahren ist. Na, wir sind mal gespannt, wie wir das handhaben werden in Zukunft, in näherer und fernerer.



die zerklüftete Küste von Leucate kommt in Sicht



in Leucate züchten sie Austern und Muscheln en masse



mit den Austernschalen kann man alle Fußwege pflastern



es gibt hier viele kleine Einkehren zur Degustation



vorn sitzen die Gäste, hinten werden die Austern verarbeitet und verpackt



Austern auf Eis



Austernschlürfen am Geburtstag



unsere Tagesroute ca. 52km

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