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Freitag, 22. Februar 2019



. . . ich auch

In dieser Woche gibt es Trittleitern - zweistufig und dreistufig - beim Kaufland. Wir könnten so eine gebrauchen fürs Putzen der Dachfenster, dann müssten wir unsere große Leiter aus dem Schuppen nicht bemühen. Als wir in die Hamburger Straße einbiegen, will Herbert lieber zum Globus fahren, weil er sich da immer wie im Urlaub fühlt. Der Globus ist so riesig wie die Supermarktkomplexe in Frankreich. Also auf zum Globus in Roggentin. Da haben sie alles, auch Kleidung. Annette braucht Unterwäsche. Der Herbert kann dann nicht glauben, dass sie Slips nehmen will in Größe 44/46. Die sind ja viel zu groß. -- Glaub' mir, die passen, die dürfen nicht kleiner sein, denn dann würde ich wie Elli Pirelli aussehen, die tanzende Fleischwurst. Die gehen eh nur bis zur Hüfte, und das ist die breiteste Stelle am Körper. Trittleitern haben sie hier keine, und so fahren wir anschließend noch zum Kaufland in Schmarl. Auch keine Trittleitern, die gibt es nur im Kaufland im Hanse Center. Na toll. Wir kehren heim, und voilà, die Slips - die Hipsters - passen genau, die hätten nicht kleiner sein dürfen, denn dann hätten sie überall gekniffen. Ja, nur Mut zur Riesengröße, auch bei BHs. Wir essen das Grillhähnchen, das wir beim Kaufland mitgenommen hatten, und dann liest Annette weiter in der Hexalogie, dem ersten von sechs Bänden von Karl Ove Knausgard, die uns (nur einer von den sechs Bänden fehlt uns) auf einem Stellplatz mal in die Hände gekommen sind. Alles ist mehr oder weniger autobiographisch, aber weil der Autor der gleiche Jahrgang ist wie Annette, ist es ganz interessant, das mal zu lesen. Die Jugend da oben in Norwegen, am Arsch der Welt. Und die Winter endlos lang und eisig. Und die Entfernungen. Rückblickend ist Annette immer froh, in einer Großstadt aufgewachsen zu sein, wo nicht jeder alles über den Nachbarn weiß und wo man nicht auf Mamma und Pappa angewiesen ist, damit sie einen mal nach hier und mal nach da fahren. 



ein Foto vom Stadthafen aus dem Seitenfenster

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