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Freitag, 23. Februar 2018



zurück geht es entlang der Küste nach Foz do Arelho

Mittlerweile sind wir gut kuriert. Heute also kehren wir zurück nach Foz do Arelho auf den Stellplatz. Heute also soll der Ulli seinen großen Tag haben und uns endlich mal persönlich kennenlernen. Wir kommen schon so gegen zehn Uhr Ortszeit auf dem Platz an. Auf den ersten Blick alles voll in der ersten Reihe zum Wasser, also auf dem Platz mit Strom. Wir sehen Ullis Phoenix auf dem anderen Platz stehen und stellen uns direkt neben ihn. Er ist nicht daheim. Annette geht bezahlen und Herbert geht mal über den Platz. Dabei sieht er, dass doch noch ein sogenannter Seafront-Platz frei ist. Wir parken schnell um und Annette zahlt noch mal schnell 2 EUR nach für den Strom. Bis etwa halb zwölf sind wir dann bei uns an Bord, erledigen dies und das und wollen in dieses Piratencafé ganz am Ende der Promenade gehen. Wir schreiben dem Ulli einen Zettel, hängen den an seine Windschutzscheibe und gehen los. Wir herrlich, nach so langer Krankheit mal wieder richtig unterwegs sein zu können. Die Promenade von Foz do Arelho ist schön wie immer. Überhaupt sind die Orte hier an der Silberküste authentischer als unten in der Algarve. Teils richtig schick und edel. Dann die Enttäuschung: Das Piratencafé - mit der Blechpalme davor - ist geschlossen. Das erstemal in all den Jahren, die wir hier sind.

Gehen wir halt in die Beach Bar Côcos, auch an der Promenade. Draußen auf der Terrasse, hinter Glas, sitzt es sich herrlich in der Sonne. Drei Tische sind besetzt an der Glaswand. Sobald einer der anderen Tische frei wird, rücken wir auf, bis wir am Ende ganz vorn sitzen. Jetzt muss nur noch der Ulli kommen. Kommt aber nicht. Nach anderthalb Stunden, einem Galão (Milchkaffee im Glas), einer Bica, einer Portion Batata frita und einem Wasser gehen wir zurück. Der neongelbe Zettel hängt immer noch beim Ulli an der Fensterscheibe. Wir wollen ihn abnehmen, sehen dann aber sein Fahrrad und die offenstehende Tür. Klopf klopf, und dann kippt der Ulli fast um, oder er tut jedenfalls so. Er sagt, dass wir uns gar nicht vorstellen könnten, was es ihm bedeute, uns jetzt endlich zu begegnen. Wenig später holen wir unsere Stühle und sitzen auf einen Kaffee zusammen. Er erzählt uns, was wir für eine große Veränderung in sein Leben gebracht hätten. Dass wir den Ausschlag gegeben hätten, dass er auch schon mit weit unter 60 alles aufgegeben hat (beruflich), finanziell lieber auf dies und das zu verzichten, und ans Jetzt und ans Reisen zu denken. Ulli ist ein exzessiver Radfahrer (Annette sagt immer Hardcore-Fahrradfahren), mehrere tausend Kilometer im Jahr, und er erzählt uns, wie seine Reise bisher verlaufen ist. Zwischendurch fragt er, ob wir ihn uns so vorgestellt haben, wie er jetzt ist. Eine komische Frage, die man wohl nur aus Eitelkeit stellt. Annette schmunzelt nur und antwortet aber nicht. Jetzt sag' doch mal. Nee, je mehr du das fragst, desto weniger werde ich dir das sagen. (Er fragt noch zweimal, und keine Antwort.) Wir sitzen bis 17 Uhr zusammen, bis es zu kalt wird. Sein Phoenix ist wirklich toll, mit dem könnte man wieder ganzjährig unterwegs sein und alles andere aufgeben. Davon träumt der Ulli auch, aber das darf er daheim nicht sagen, da stieße er auf taube Ohren. Abends merken wir, dass wir uns heute doch etwas übernommen haben, dass wir doch noch in schwacher Verfassung sind.



doch noch einen Platz in erster Reihe zum Waser erwischt - und jetzt sogar mit Fernsehempfang



als wäre es das Ende der Welt



wir wandeln die Promenade entlang



es gibt einige Strandcafés an der Promenade



Ankunft an der Blechpalme, aber die Strandbar ist zu


 



wir sitzen in der schönen Beach Bar Côcos



nachmittags mit dem Ulli

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