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Dienstag, 31. Dezember 2019



wir wandeln auf der Warnemünder Mittelmole

Der letzte Tag des Jahres will sich noch von seiner schönsten Seite zeigen. Gleich in der Früh kochen wir die Eier und Kartoffeln für einen Kartoffelsalat für heute Abend. Herbert bereitet den Salat zu, bevor wir so gegen halb elf losfahren. Wieder nur nach Warnemünde, aber warum sollen wir woandershin, wenn am Ende doch alles gleich aussieht? Schade, beim Fähranleger an der Mittelmole ist kein Platz mehr frei; stellen wir das Auto eben auf den Parkplatz eines Dentallabors. Dort sind zwar überall Schilder, dass man kostenpflichtig abgeschleppt wird, aber heute am Feiertag wird das schon niemanden stören. Als wir losspazieren, kommt jemand im Laborkittel und sagt, dass wir hier nicht bleiben könnten, dass wir abgeschleppt würden. Na toll. Wir fahren rüber zur Beethovenstraße, wo gerade noch Platz ist. Der Parkautomat ist außer Betrieb; man soll die Parkscheibe auslegen. Jetzt wandeln wir zum Alten Strom und weiter zur Mittelmole. Wir wollen doch mal schauen, wie voll der Stellplatz für die Wohnmobile ist. Boa, alles voll. Dicht an dicht stehen die Wohnmobile, als wäre man in Spanien. Überall hören wir die Generatoren laufen. Schön ist der Platz wirklich nicht für 17,50 EUR ohne alles. (Es könnte sein, dass es einen Wasseranschluss gibt; wir hatten mal einen Wasserschlauch gesehen, aber alles total primitiv.) Wenn wir da an Büsum denken, wo sogar der Strom inklusive war und wo man alles andere auch haben konnte, Ver- und Entsorgung, Toiletten, Duschen, Internet. Alles für 15 EUR.



ein Blick auf Warnemünde von der Mittelmole aus



der Stellplatz ist rappelvoll

Die kleine Fähre, die von hier aus übersetzt nach Hohe Düne auf der anderen Seite der Warnow hat einen ganz schönen Hub, denn das Wasser ist total aufgewühlt. Am Stadthafen fährt die Fähre heute ja nicht aufgrund des Sturms. Als wir uns auf den Rückweg machen, kaufen wir noch ein Stück Heilbutt auf dem Fischmarkt. Die Tüte riecht ganz stark nach Räucherofen. Dann kehren wir heim, essen schon mal vom Kartoffelsalat und dann brät Annette ein paar Klopse für heute Abend. Wir staunen, dass es so ruhig ist draußen, keine Böllerei wie in früheren Jahren. Auch liegen die Silvesterraketen usw. wie Blei in den Supermarktregalen. Aber dann ab 16 Uhr geht es los. Es ist ein Krach und ein Lärm, als würde man sich draußen bekriegen. Stundenlang geht das jetzt. Wir sind genervt, und wie soll es erst den Haustieren ergehen? Diesen Blödsinn mit den Silvesterknallern gibt es wohl auch nur in Deutschland. In Frankreich, Spanien, Portugal gibt es diesen Firlefanz gar nicht zu kaufen, da machen die Städte und Gemeinden ein Feuerwerk und das war es dann. Aber in Deutschland ist man froh, dass man über Silvester so rumballern kann, und dass man mit 200km/h über die Autobahn brettern kann. Bloß nicht abschaffen. Wir gehen wie gewohnt um 22 Uhr zu Bett, werden aber natürlich wach von den Böllern um Mitternacht. Das ganze geht in Höchststufe bis 0:35 Uhr. Um 4 Uhr arbeitet noch jemand so eine Batterie ab, die man dann ja auch nicht mehr stoppen kann, wohl nicht mal, wenn man einen Eimer Wasser drüberschütten würde. Dann kehr endlich Ruhe ein. Wir wünschen uns ein gutes neues Jahr mit wenig Sorgen.


 



hier noch ein Blick auf das Heimatmuseum auf der Alexandrinenstraße



die Alexandrinenstraße ist wohl die schönste Straße

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