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Donnerstag, 21. Dezember 2017



unser Übernachtungsplatz morgens um acht

Die Nacht war ruhig und mild; die Windschutzscheibe ist heute früh ganz trocken, während sie gestern früh klatschnass war von innen. Die Sonne lacht, als wir aus dem Fenster und auf die Berge schauen. Wir fahren dann auch recht früh los, und hier kann man Fotos machen, Fotos über Fotos. Was für eine Landschaft. Wir sind froh, über die Schweiz gefahren zu sein. Und was den Gotthardtunnel angeht, der ja schon gleich kommt, so hatten wir gestern schon gut üben können, denn gestern ging es auch schon durch etliche Tunnel, kürzere und längere (5,2km). Kurz nachdem wir in den Gotthard eingefahren sind, muss Herbert ganz dringend aufs Klo. Nur noch 5km, nur noch 2km, aber es geht nicht; er muss in einer der Notparkbuchten anhalten. Schon etwas tückisch, ist doch der Gotthard nur einspurig. Und was für ein Verkehrsaufkommen. 



in dieser Umgebung hatten wir gestanden



weiter geht es durchs Toblerone-Land



der Himmel reißt auf



ein Tunnel reiht sich an den anderen



der Gotthard kommt



und jetzt knapp 17km durch den Gotthardtunnel

Als wir aus dem Gotthard heraus sind, ist alles noch viel mehr verschneit. Schneefräsen haben die Straße freigeschnitten. Draußen sind es ja nur 2°C, aber die Sonne ist da. Die schneebedeckte Landschaft betont die Konturen so schön, das sieht alles viel besser aus als ohne Schnee. Herbert muss ständig die Windschutzscheibe wischen, weil sie immer wieder ganz verschmiert ist vom Salz auf der Straße. Irgendwann ist der Grenzort Chiusso erreicht, und gleich schon sehen die Tunnel auf italienischer Seite viel schäbiger aus. Alles rußgeschwärzt an den Wänden, nicht mehr so tiptop wie in der Schweiz. Wir erreichen den Großraum Milano und halten uns in Richtung Genova. Zwei Mautstationen passieren wir, aber die Gebühren werden gar nicht angezeigt, geht alles vollautomatisch. Die Beschilderung nach Genua ist sehr gut; man braucht kein Navi, was wir sowieso nicht mögen.



da haben wir unsere Winterlandschaft

Unterwegs halten wir auch mal an für eine Pause, und dabei merken wir, dass unser Frischwassertank schon wieder leer ist. Ja Servus. Auf den italienischen Autobahnen gibt es an ganz vielen Rastplätzen Entsorgungsstationen für Wohnmobile, und wir hoffen, dass sie da auch Wasser haben und es nicht abgestellt ist. Je weiter südlich wir kommen, desto milder wird es. Hier haben wir nun 9°C draußen. An zwei Rastplätzen gibt es keine Wasserstelle, aber an der dritten werden wir fündig. Können Wasser tanken, die Toilette leeren und den Abwassertank und vor allem die Windschutzscheibe mal richtig putzen, denn jetzt fliegt kein Salz mehr durch die Luft. Wir halten uns jetzt immer in Richtung Ventimiglia, den Grenzort nach Frankreich. Es ist schön, als wir das Mittelmeer wiedersehen. Jetzt also immer gen Westen, und die Sonne steht schon so tief jetzt gegen 16 Uhr, dass wir total geblendet sind. Wir wollten ja Sonne, aber sie muss jetzt auch nicht gleich so übertreiben. Hinter Savona verlassen wir die Autobahn, zahlen für die lange Strecke 14,60 EUR und gehen auf die Küstenstraße. Durchfahren Noli und ein paar sehr hübsche Orte der italienischen Riviera. Sehr nett anzuschauen alles, aber nirgends können wir mal anhalten. Die Küstenstraße kurvt dahin, vorbei an hohen Felsen, bis wir irgendwo unterwegs zum Stehen kommen. Mit Blick aufs Meer. Der Herbert geht gleich mal mit der Kamera nach draußen. Derweil kocht Annette einen Kaffee und dazu gibt es ein paar Stücken Ministollen. Und Weihnachtsmusik spielt auch wieder. Wir freuen uns auf die Gegend hier.



an einer der Raststätten der italienischen Autobahn können wir Wasser nachtanken



Durchfahrt durch Noli an der italienischen Riviera



es ist eine hübsche Fahrt



hier wollen wir übernachten



da haben wir die Sonne



unsere Tagesroute ca. 389km

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