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Dienstag, 21. August 2018



wir erreichen Neustrelitz

Nachdem das Wetter gestern ziemlich trist war und wir keinen Ausflug machten, wollen wir heute mal weiterziehen. Und zwar nach Neustrelitz - Residenzstadt der Herzöge von Mecklenburg-Strelitz. Hört sich ja pompös an, aber damals, im 18. und 19. Jh, hatte man in Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz seine Residenzen; allein die vielen Herrenhäuser, die es heute noch überall im Land gibt. Die Fahrt ist kurz und der erste Eindruck von Neustrelitz ist überaus gut. Es gibt einen Stellplatz nahe dem Stadthafen, und der ist dann auch richtig gut. Kostet 8 EUR und hat sogar Strom, den man per Wertmünzen (à 50 Cents) beziehen kann. Schnell die Fahrräder herunter und auf in die Stadt, wobei wir anfangs etwas skeptisch sind, ob uns das viele Kopfsteinpflaster nicht umbringen wird. Wir radeln dann auch erstmal nur durch den Stadthafen und zum Zierker See. Jeder Ort ist ja von vielen Seen umgeben. Das kleine Mirow zum Beispiel hatte allein schon neun Seen um sich. Das Land der tausend Seen. Vorbei geht es an einem niedlichen Pavillon. Immer wieder lesen wir das Wort Wäschespülhäuschen. Was es wohl damit auf sich hat? Annette füttert aber erstmal die Enten.



jetzt rechts ab zum Wohnmobilstellplatz beim Stadthafen



hier der kleine Stadthafen von Neustrelitz


 



alles ist immer so einladend



erstmal füttert Annette die Enten am Zierker See



vorbei geht es am Theater

Dann radeln wir in die Stadt, vorbei am Theater, bis wir uns auf einem Platz wiederfinden. In Neustrelitz, so hatten wir gelesen, gibt es einen Marktplatz mit einem achtstrahligen Straßenstern, der europaweit einmalig ist. (Wieder so ein Superlativ.) Dieser Platz hier kommt uns nicht allzu groß vor, und so fragen wir jemanden, der uns einheimisch aussieht, wo sich denn dieser achtstrahlige Platz befindet? Sie befinden sich auf diesem Platz, sagt er, schauen Sie sich mal um, es sind acht Straßen, die von hier abgehen. Tatsächlich. Der Mann sagt, dass wir unbedingt auf den Turm der Stadtkirche gehen sollen, denn von oben hätten wir den besten Blick auf das alles. Gut, das machen wir jetzt, oder vielmehr kraxelt Annette wieder allein hinauf. Diesmal ist sie schlau und lässt auch die Handtasche beim Herbert. Die letzten Treppenstiegen sind arg steil, eher wie Leitern, aber der Ausblick oben entschädigt für alles. So richtig aufs Foto passt der Marktplatz dann gar nicht, aber man sieht die acht abgehenden Straßen sehr gut. Herbert hatte sich derweil unten ein Eis gegönnt. Beim Abstieg läutet die eine der drei Glocken dann dreimal - es ist 12:45 Uhr. Sie ist so laut, dass es einem direkt Übelkeit verursachen kann.



auf dem Marktplatz mit seinem achtstrahligen Straßenstern - auf den Kirchturm kraxelt Annette gleich mal



dieser Springbrunnen erinnert uns ganz gewaltig an Portugal



und jetzt immer hinauf


 


 



huhu Herbert


 


 



so geradlinig gehen die Straßen ab vom Marktplatz



so, und jetzt der steile Abstieg



um 12:45 Uhr geht eine der Glocken dreimal los



wir sind auf der Fußgängerzone - alles ist so herrlich restauriert

Wir radeln dann die Fußgängerzone, eine der acht Straßen, entlang, die für Radfahrer frei ist. Alles ist so schön restauriert. Wir könnten auch irgendwo essen gehen, finden auch eine schöne Außenterrasse eines griechischen Restaurants. Genau vorher sieht Annette, wie zwei dicke Jungs von vielleicht zehn Jahren mit Füßen Kronkorken und kleine Steine auf einen Dackel schießen. Moment mal, da muss Annette dazwischengehen. Der Dackel ist schon ganz aufgelöst; es ist angebunden und kann sich der Geschosse kaum noch erwehren. Die Jungs merken schon, wie Annette ankommt. "Ihr blöden Blagen, ihr hört sofort auf damit, sonst mache ich das gleiche mit euch." Annette hat den Arm so erhoben, als würde sie den beiden gleich eine scheuern wollen. Das kennen die ja heute gar nicht mehr, deswegen sind die ja heute alle so verzogen und können sich aufführen, wie sie wollen, weil sie niemals - nie nie nie - mit Konsequenzen rechnen müssen. "Ihr doofen dicken Kinder, haut bloß ab". Annette ist richtig wütend, und die beiden ziehen ab. Dann essen wir und schauen auch noch in die Passage zum Husarenmarkt, einem schön restaurierten Gebäude. Wir kaufen zwei Amerikaner am Bäckerstand, wir lange hat Herbert keinen Amerikaner mehr gegessen? Seit seiner Kindheit? Dann kehren wir heim, machen die Markise auf und genießen den schönen Tag. Am frühen Abend gehen wir noch einmal zum Stadthafen, ist ja nur 3min entfernt. Die Abendstimmung ist gut.



Blick auf die Passsage zum Husarenmarkt, in die wir später auch noch gehen



heute essen wir mal griechisch und fühlen uns auch gleich wie in Griechenland



und so verbringen wir den Nachmittag



Abendstimmung im Stadthafen von Neustrelitz



die beiden sind ja wie Klaas und Stine



unsere Tagesroute ca. 29km

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