d08.jpgd11.jpgd01.jpgd06.jpgd02.jpgd04.jpgd10.jpgd21.jpgd13.jpgd19.jpgd18.jpgd07.jpgd14.jpg

Dienstag, 28. August 2018



weiter geht es durch Mecklenburg

Immer wird jetzt alles patschnass über Nacht. Nicht zu glauben, dass der Sommer sich noch mal blicken lassen will, aber ab Mittwoch soll es ja noch mal heiß werden. Hoffentlich. Am Vormittag verlassen wir Malchow, fahren in Richtung A19, aber die Auffahrt Malchow ist gesperrt wegen Bauarbeiten. Wir müssen erstmal 12km in Richtung Berlin fahren und dann umkehren. Jetzt bleiben wir dann auch gleich drauf auf der Autobahn bis Ausfahrt Krakow am See-Süd. Und gleich geht es schon wieder am See vorbei. Und es stehen auch wieder diverse Obstbäume am Straßenrand. Wir erreichen Krakow am See und kommen zufällig an der Abfahrt zur historischen Badeanstalt vorbei. Von dieser Badeanstalt - eigentlich nur eine Badestelle am Krakower See - hatten wir gelesen. Dass sie unter Denkmalschutz steht, dass sie die älteste Badeanstalt von M/V ist und sie um 1900 erbaut ist. Das müsste die Badestelle sein, wo Annette im Sommer 1975 ihre Abschlussfahrt vom Kindergarten aus hatte. Mit Bussen ging es dahin, und dann hatte sie so ein hässliches Erlebnis dort am See. Sie hatte sich im Klohäuschen eingeschlossen und bekam den Riegel an der Tür nicht mehr zurückgeschoben. Niemand war da und niemand hatte ihre Rufe gehört. Sie hatte Angst, dass die Busse ohne sie abfahren werden, dass man sie gar nicht vermissen werde. (Annette war ein extrem scheues und stilles Kind, das kaum geredet hatte.) Aber nach einer gefühlten Ewigkeit bekam sie den Riegel auf. Und immer wenn es solche Riegel als Türschloss irgendwo gibt - in Griechenland und Marokko hat man die noch ganz oft - muss sie an dieses Erlebnis zurückdenken. Jetzt hier am See glaubt Annette, dass dies wohl die Badestelle von damals gewesen sein müsste, obwohl sie ihr jetzt so klein vorkommt.



und schon wieder kommen wir an einem See vorbei



wir erreichen Krakow am See



schön ist es am Krakower See

Wir fahren dann zurück nach Krakow und parken auf einem größeren Parkplatz, der zu einer Raststätte gehört. Die nennt sich "B103" und wir sind ja hier auch direkt an der B103. Wir tun dann ein paar Schritte durch Krakow am See, aber viel ist hier nicht los. Die Lage am See ist natürlich schön. Am Kirchplatz gibt es einen schönen Brunnen mit einem Karpfen, dem das Wasser aus dem Maul schießt. Das Hotel Nordischer Hof hat russische und litauische und deutsche Gerichte auf der Speisekarte. Liest sich ganz gut, das alles. Aber wir wollen gern in diese Raststätte B103 einkehren, denn da roch es vorhin so gut nach Essen. Nebendran haben sie ja gleich noch die Metzgerei. Vorhin waren alle Tische besetzt, und jetzt sieht es nicht besser aus. Kein Platz zu haben. Wird wohl gut schmecken hier. Na ja, fahren wir halt weiter nach Güstrow, wo wir uns erstmal auf den Parkplatz vom Wildpark stellen. Da waren wir in 2013 mal und haben Güstrow noch in sehr guter Erinnerung. Jetzt essen wir erstmal zu Mittag, aber es ziehen auch schon wieder dunkle Wolken auf. Wir warten erstmal ab. Annette kocht anschließend noch Apfelmus aus den Sommerscheiben, die sie letztens gepflückt hatte. Sie waren zum Essen denn doch etwas zu herb, obwohl sie reif sind (und ganz braune Kerne haben). Das Wetter ist zu hässlich, um jetzt noch einen Ausflug zu machen.


 



auf dem Hauptplatz von Krakow am See



der Karpfen speit unermüdlich Wasser



hier noch die evangelische Kirche von Krakow



viel ist nicht los in Krakow am See . . .



. . . da weinen sogar die Weiden



Ankunft am Wildpark von Güstrow



unsere Tagesroute ca. 48km

back       |      next