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Mittwoch, 22. August 2018



am Zierker See

Grr, bloß 14°C morgens um sechs - der Winter kommt. Erstmal Strümpfe und Hausschuhe anziehen und ein Kissen auf den Schoß, weil sie die langen Hosen so schnelle nicht finden dann, und dann macht sich die Schreiberin ans Werk. Nicht zu glauben, dass die Temperaturen tags auf 33°C an Bord gehen, mit allen Fenstern und Türen auf. Am kleinen Stadthafen oder vielmehr da, wo die Entsorgungsstelle für die Wohnmobile ist, haben wir einen Plan gesehen. Der Zierker See und das Umland. Zwei Wanderwege gibt es um den See, einen mit 9,5km und einen mit 12km. Der längere soll sich gut als Radweg eignen. Na ja, dann radeln wir doch mal los. Wobei es nicht überall direkt am Seeufer entlanggeht. Schade eigentlich, tausend Seen (1.117 Seen) und bisher kamen wir nirgends um einen See herum. Also los. Anfangs geht es direkt am Ufer entlang. Es kommen auch wieder ein paar Apfelbäume, und irgendwo hatten wir gelesen, dass man nach dem Krieg überall im Land Obstbäume gepflanzt hatte für die Bevölkerung, dass noch viele Bäume gut tragen und dass man sich gern an ihnen gütlich tun soll. Wir pflücken vier Äpfel für den Fall, dass wir wieder einem Pferd begegnen. Es sind ja alle Sommeräpfel und sie schmecken wir Sommerscheiben, nur dass sie rötlich sind. So, nach einer Weile kommt ein Aussichtspunkt, ein Holzpavillon, der in den See reicht. Ein Mann ist da, der seinem Hund einen Stock ins Wasser wirft. Hundi rennt und springt immer schon vorm Werfen los. Das Wasser ist so seicht, dass der Hund gar nicht schwimmen muss. Der Mann sagt uns, dass der Weg ab Wiesenthal gesperrt sei wegen Bauarbeiten. Aber es führe ein Weg durch den Wald. Na ja. Wir radeln weiter und verlassen das Seeufer schon recht bald. Es geht durch Zierke und dann kommen wir an einem großen Feld vorbei, auf dem Schweine sind. Muttersauen mit ihren Ferkeln. Kleine Ferkel sind ja die drolligsten Jungtiere, die es gibt. Uns wundert, dass wir die Schweine gar nicht riechen können; sie miefen gar nicht. Ein paar Meter weiter liegen Schafe unter einem Baum im Schatten. In Wiesenthal kommen wir dann ja nicht weiter, biegen ab auf den zweiten Rundweg, der aber dann durch so tiefen weichen Sandboden führt, dass wir die Räder schieben müssen. Wer weiß, wie lange das noch so gehen wird? Wir wissen es nicht, und weil der Weg eh nicht am See vorbeiführt, kehren wir irgendwann um und fahren die alte Strecke wieder zurück. Als wir wieder in der Stadt sind, kauft Herbert drei Amerikaner, einen für Annette. Früher hat sie die ja auch gern gegessen, und die hier sind wirklich gut. Am Stadthafen sehen wir einen Kastenwagen auf einem Floß. Pontons sagen sie hier dazu. Das ganze nennt sich Free Camper. Letztens der Wohnwagen auf so einem Ponton, das nannte sich Water Camper. Ist bestimmt beides toll, und man muss keine Koffer schleppen, hat sein eigenes Zeug dabei. Den Nachmittag verbringen wir dann wieder unter der Markise und kommen abends mit unseren Nachbarn - aus Dortmund - ins Gespräch. Wir bleiben so lange draußen, bis es schon richtig klamm ist. Nur gut, dass wir die Markise rechtzeitig eingeholt hatten.



hier noch ein Blick auf den Stadthafen von Neustrelitz



unsere Radeltour beginnt - und alles ist immer so beschaulich


 



es gibt zwei Aussichtspunkte am Zierker See


 



wenn ihr wüsstet, wie gut ihr es habt hier draußen



wir sind zurück am Marktplatz von Neustrelitz



ein Camper auf einem Floß - ein Free Camper



Abend wird es auf dem Stellplatz von Neustrelitz

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