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Mittwoch, 17. April 2019



ein letzter Blick auf die Warnow - unter blauem Himmel

In der Früh werden noch letzte Arbeiten erledigt. Annette schaltet auch den Kühlschrank an Bord ein. Wenn das Fahrzeug längere Zeit gestanden hat ohne Gasbetrieb, dauert es immer ein wenig, bis das Gas durchströmt. Sie schaltet einfach am Herd ein Kochfeld ein. Als da das Gas kommt, läuft auch der Kühlschrank über Gas. Der 12V-Hauptknopf tut sich auch etwas schwer und schaltet sich erst beim dritten Drücken ein. Aber alles gut soweit. Wasser wollen wir erst am Zielort tanken, und für den Fall, dass die Wasserpumpe kaputt ist, haben wir noch eine zweite als Reserve. Unsere Reisepläne sind ja auch etwas ins Wasser gefallen. So schön, wie wir uns das vorgestellt hatten - durch Schleswig-Holstein an Ostsee und Nordsee entlang, durch Friesland usw. und immer weiter südwärts und auch rüber nach Holland - so funktioniert das jetzt erstmal nicht, denn wir müssen zur Familie, zu dieser leidigen Kommunion Mitte Mai in Rosenheim. Als der Anruf vor etwa zehn Tagen kam, hat Herbert sofort zugesagt. Na ja, sind ja auch bloß 860km. Jetzt werden wir stattdessen erstmal gen Süden fahren und dann schauen, wo es uns hinverschlägt. Wir hatten auch überlegt, dass wir, wenn wir nun schon so weit südlich sind, auch genauso gut nach Griechenland fahren können, aber das wollen wir trotzdem nicht. Annette hatte es ja generell vor der langen Anreise gegraut - und jetzt bekommen wir fast die Hälfte davon trotzdem auf den Buckel. So, Fahrräder drauf, Wasserhaupthahn der Wohnung aus, Sicherungen aus und los. Kurz vor der Autobahnauffahrt prüfen wir noch den Reifendruck.



wir kommen gut voran auf der A19

Es gondelt sich schön dahin. Wir wollen die Ostertage in Neustrelitz verbringen, denn wir mögen diesen Stellplatz nahe dem Hafen sehr gern. In Mirow tanken wir Diesel und Gas. Jetzt brauchen wir noch eine Autowäsche, und die findet sich in Neustrelitz. Alles läuft so gut, und auf dem Stellplatz findet sich noch ein Platz an der Stirnseite für uns. Wir sind die elften, die hier ankommen. Wir tanken Wasser, richten uns häuslich ein, gehen einkaufen, essen zu Mittag, Der 12V-Knopf tut sich irgendwie schwer. Mal geht der Knopf für die Wasserpumpe, mal nicht. Irgendwann schaltet sich der nicht mehr ein, und der 12V-Knopf auch nicht. Und mit diesem 12V-Knopf steht und fällt die gesamte technische Anlage an Bord. Da kann man noch so viel am Landstrom hängen, es gehen weder die Lampen noch der Fernseher, geschweige denn der Wasserhahn. Ein schöner Mist, einzig der Kühlschrank läuft über Landstrom. Was machen wir jetzt? Die Sicherungen sind alle gut. Wir schrauben das gesamte Panel ab, aber es ist nichts zu sehen. Herbert ruft diesen Campingheini in Waren-Müritz an, bei dem wir letztes Jahr wegen des Fernsehers waren. Wir sagen ihm die Typenbezeichnung, aber er wüsste nicht, wo er das bestellen könnte. Wir rufen hier in Neustrelitz bei Fritz Berger an, aber die sagen, wenn das Teil aus Italien ist, kann das ewig - er sagt monatelang - dauern. Na, das doch wohl nicht? Herbert würde am liebsten nach Hause fahren. Annette geht nach draußen zum Putzen. Und irgendwie, nach langem Drücken, kriegt der Herbert den 12V-Knopf wieder an. Sogar den Knopf für den Kühlschrank. Na, das ist doch schon mal dreiviertel der Bordtechnik. Jetzt haben wir nur kein fließend Wasser, können aber das Wasser vom Tank abzapfen von draußen. Schön blöd, aber besser als nix. Wir rufen auch bei La Strada in Echtzell an, aber die haben schon geschlossen jetzt um 17:20 Uhr. Für morgen hoffen wir, dass die uns ein neues Panel zukommen lassen können. In der ganzen Aufregung haben wir überhaupt keine Fotos mehr gemacht. Wir haben die Befürchtung, dass es ein Ostern auf dem trockenen für uns wird.



in Neustrelitz begrüßt uns die Strelitzie

 

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