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Samstag, 27. April 2019

Beim gestrigen Sturm gestern Abend ist noch Herberts Fahrrad umgekippt. Wir hatten dann beide Räder auf den Rasen gelegt. Heute früh, als wir zum Einkaufen losradeln wollen, macht Herberts Vorderrad so schleifende Geräusche. Ist da eine Acht drin? Das Schutzblech sieht auch nicht mehr gleichmäßig aus. Wir sind jetzt nicht die größten Handwerker, und Annette erinnert sich, in Tangermünde einen Fahrradladen gesehen zu haben. Da schieben wir jetzt hin, und weil schon wieder die nächste Baustelle auf uns wartet, müssen wir einen großen Bogen machen. Dann Ankunft beim Fahrradladen: Dit hamwa jleich, sagt der Ladeninhaber und werkelt an den beiden Bügeln, die das Schutzblech in Form halten. Dann schleift nichts mehr. Herbert tut alle Münzen, die wir im Portemonnaie haben, in deren Kaffeekasse. Auf dem Rückweg vom Lidl halten wir noch am Lesecafé, das auch wiederum Annette letztens gesehen hatte. (Sie, die nie was sieht, hatte gestern auf dem Elberadweg sogar eine winzig kleine Maus gesehen.) Jetzt betritt sie das Haus mit zwei ausgelesenen Büchern. Ein junges Mädel kommt ihr entgegen: Das Lesecafé existiert nicht mehr. Na, macht nix, und wo man denn anderswo vielleicht Bücher tauschen könne? Mittlerweile ist auch die Mutter des Mädchens zu sehen. Annette sagt, dass ihr deren Haus total gut gefalle, was für ein Ambiente. Das war doch bestimmt früher eine Ruine, oder? Ja, total. Wollen Sie mal schauen, was wir alles gefunden haben beim Restaurieren? Ja gern. Und schon steht Annette in deren Küche. Es ist ein uraltes Haus mit ganz viel Ambiente. In einer Vitrine haben sie Stücke von alten Tongefäßen stehen und sogar ein Paar Babyschuhe, das wohl 200 Jahre alt ist. Uralte Löffel usw. Ähm, was haben Sie denn für Bücher dabei? Ach, zwei Romane. Also wir haben oben ja noch ganz viele Bücher stehen, vielleicht finden Sie ja was. Und schon steigen alle drei die uralte Treppe hinauf bis unters Dach. Die Frau sagt, dass das alles winzig kleine Räume waren und dass ihr Mann mehrere Wände herausgenommen hat. Sie stammt aus Lübeck, aber er ist von hier, und ihr Bruder ist Zimmermann, der in der Zeit der Restaurierung auf Wanderschaft war und hier ganz lange mitgearbeitet hat. Das Haus ist noch längst nicht fertig, aber man sieht schon, wie das mal werden wird. Die Decken sind niedrig, aber was für ein Ambiente. (Viel heimeliger als die heutigen hochmodernen Häuser, die wir Schwimmbäder aussehen.) Annette will die Leute nicht allzu lange aufhalten, findet das Buch "Noch eine Runde auf dem Karussell" von Tiziano Terziani. (Ist vielleicht etwas philosophisch, aber schauen wir mal.) Schade, dass wir die Kamera nicht dabeihaben. Der Tag gibt heute wettermäßig nicht so viel her, aber wir können zwei Stunden draußen sitzen, bis es am frühen Abend wieder regnet. Wir bekommen holländische Nachbarn, und ein dicker Morelo Loft muss rückwärts vom Platz fahren, weil er nicht um die Ecke kommt mit seinen 9m. Er hatte aber zwei Tage hier gestanden.

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