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Freitag, 26. April 2019



auf geht es zu einer Radeltour

Während es gestern 26°C hatte, müssen wir uns heute mit 22°C begnügen. Ach, es könnte immer Frühling sein, aber dann würde man es wohl nicht mehr zu schätzen wissen. Nach dem Frühstück mit Frühstückseiern aus dem Bauernladen von Tangermünde machen wir uns bereit zu einer Radeltour. Aus dem kleinen Prospekt haben wir uns die kürzeste Route - 18km - ausgesucht, die Roland-Tour. Die längste, die Fischer-Tour, ist 50km lang. Aber wir wollen es langsam angehen lassen, und am Ende tun wir das alles um der Bewegung willen. Die Tour geht direkt am Elberadweg entlang. Die Elbe hat hier ihren natürlichen Flusslauf, was immer schön aussieht. Nach wenigen Kilometern kommen wir zum NABU-Aussichtsturm, den man erst in 2016/17 gebaut hat. Kaum, dass wir hochgekraxelt sind, fliegen wir auf Knopfdruck ein paar Kraniche vor unserer Nase vorbei. Störche haben wir in dieser einen Woche auch schon mehrere gesehen, im Salat und in der Luft. Wir radeln dann weiter, folgen der Tour und landen im Dorf Buch. Landluft (Kuhstall) erwartet uns. Und was hier für eine Stille herrscht.



die Elbe ist hier so schön naturbelassen in ihrem Flussbett



so geht der Elberadweg entlang



dieser Beobachtungsturm wartet auf uns


 


 


 



Ankunft im Dorf Buch - rechts das Dorfhotel Buch

In Buch gibt es gegenüber der Kirche das Elbezentrum mit Museum. Wir wollen hineingehen, aber die Angestellte sagt uns, dass das Museum erst am 1. Mai öffnet. "Aba wennse zwee Euro passend ham, könnse rinjehn. Wa ham noch keen Wechseljeld." (Nee, hamwa nich, wa ham bloß 'n Zehna.) Die Leute sprechen hier alle so berlinerisch-brandenburgisch, obwohl wir hier ja in Sachen-Anhalt sind. Wir finden den Menschenschlag hier bodenständig und umgänglich. Weiter geht unsere Tour in Richtung Schelldorf. Dann langen wir an der Allee der alten Obstsorten an. Auf einer Tafel sind die Apfelbäume aufgelistet, die man hier vor fast 100 Jahren gepflanzt hat. Wirklich klasse, wenn man sich hier im Herbst nach Belieben bedienen kann. Nach dem Ersten Weltkrieg hat man überall Obstbäume gepflanzt, auch in Mecklenburg ist das so. Wir müssen jetzt links abbiegen auf den Deichverteidigungsweg, der uns gen Norden wieder zum Aussichtsturm bringt. Es ist eine hübsche kleine Ausfahrt und bald schon hat uns Tangermünde wieder. Den Rest des Tages verbringen wir draußen; es wird aber bald so windig, dass wir schon gegen 17 Uhr alles einpacken und drinnen sitzen müssen. Die Fahrräder legen wir ins Gras, bevor sie umkippen. Wir haben derzeit gute Leselektüre: Herbert liest "Die uns lieben" von Jenna Blum, und Annette liest "In Zeiten des abnehmenden Lichts" von Eugen Ruge. Der Herbert hatte es vor ihr gelesen und ihr immer wieder kleine russische Redewendungen daraus vorgelesen, die zu übersetzen sie aber fast immer gescheitert ist. Um 22 Uhr kommt der Regen, und kein Sturzregen, sondern ein Landregen, der wohl stundenlang gehen und die Bauern freuen wird.



die Mutter trinkt Wasser und das Fohlen schaut auch mal in den Trog



auf der Allee der alten Obstsorten, der früheren Fährallee



rechts sind die Obstbäume aufgelistet, die uns am Wegrand erwarten



und so sind die Bäume beschildert - das muss eine wahre Pracht sein im Herbst



am kleinen Rastplatz "Onkel Toms Hütte"



aus der Ferne sehen wir schon die Türme von Tangermünde<

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