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Donnerstag, 19. April 2018



wir sind wieder in Quarteira

Wieder steht uns ein Sommertag ins Haus. Am Vormittag nimmt sich Annette eine große Plastiktüte, geht damit in das Pinienwäldchen und sammelt Müll auf. Was nicht alles so herumliegt im Wald, Plastikflaschen, Trinkbecher, Ölkanister aus Plastik. Die Tüte ist schnell voll, und dann liegt am Strand noch ein Stück Netz, das beim Aufheben immer länger wird, bestimmt 1m, weil es so im Sand vergraben war. Alles kommt in die entsprechende Recyclingtonne. Wir gehen heute auch wieder nach Quarteira, und sei es nur um des Laufens willen. Der Herbert kann auch noch eine kurze Hose gebrauchen, es findet sich aber nichts gescheites. Dann kommen wir am Cartoon Store vorbei. Draußen in den Auslagen sitzt ein Bärli im Ausverkauf. Ach Gott, ist der niedlich, sagt Annette und drückt ihn an ihren Busen. -- Dann nimm ihn doch mit. -- Ach nee, dann wird unser Leo eifersüchtig (unser Bär mit dem roten Pullover) . . . Annette setzt ihn zurück in die Auslage, aber ein paar hundert Meter weiter fragt Herbert, ob sie das Bärli nicht doch mitnehmen will? Ach ja. Herbert wartet an der Promenade auf sie, aber sie kommt mit leeren Händen zurück, denn das Geschäft hat in diesen Minuten geschlossen, macht erst wieder um 15 Uhr auf. Jetzt hat Annette sich schon so auf das Bärli eingeschossen, dass sie zu 15 Uhr nochmal losgeht in den Ort. Danach sitzen wir wieder schön bei uns am Platz. Wir haben uns auch mit Leuten aus Kaiserslautern angefreundet, mit denen wir immer wieder gern reden und Zeit verbringen. Am Abend kommt die GNR, die Guarda Nacional Republicana, mit drei Mann. Sie gehen zu zwei holländischen Wohnmobilen, die sich hier arg ausgebreitet haben, mit Sitzbänken, Spielzeug für die insgesamt drei kleinen Kinder, und diesem und jenem. Sieht schon reichlich nach Camping aus, was die hier betreiben. Es wird lange mit ihnen geredet; die drei Männer haben auch einen Schreibblock dabei, es werden Formulare ausgefüllt, aber so genau können wir das auch nicht sehen von unserem Platz aus. Es ist 19:20 Uhr Ortszeit. Wir räumen vorsorglich unsere Stühle weg und setzen uns nach drinnen. Aber nach den Holländern gehen die drei Männer der GNR zu ihrem Fahrzeug und fahren fort. Trotzdem fahren schon die ersten Wohnmobile weg. Eine der jungen holl. Frauen kommt zu uns und sagt uns (auf englisch) dass man sie aufgeschrieben hat, ihre Personalien, Ausweisnummern, Autokennzeichen usw., die Holländer das Formular aber nicht unterschrieben haben. Jetzt rechnen sie mit einer Geldsumme, die zu bezahlen ist. Sie fragt, ob uns sowas schon mal passiert sei? Nein, noch nie, und wir sind schon seit einer Woche hier. Die Frau will jetzt jeden informieren, und dann wollen die beiden holl. Wohnmobile wegfahren. Überhaupt fahren immer mehr Wohnmobile ab; es ist wie ein Kehraus, wie ein reinigender Regen. Wir zählen acht bis zehn Wohnmobile, die von hier wegfahren. Am Ende stehen wir hier noch zu fünft. Unsere Kaiserslauterer bleiben. Wir denken, dass die GNR nicht zurückkehren wird, weil die meisten Wohnmobilisten jetzt eh das Feld geräumt haben. Es ist schön, dass es jetzt hier so leer geworden ist.


 



auf der Promenade



unser kleiner Edgar - genannt Eddie

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