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Mittwoch, 18. April 2018



auf geht es zum Zigeunermarkt von Quarteira

Die Nacht wurde wieder lang oder vielmehr kurz, weil wir ja weitere Teile von "Weissensee" geschaut hatten bis halb eins. Trotzdem kommen wir leichtfüßig aus dem Bett heute früh. Heute ist Markt in Quarteira - Zigeunermarkt, wie sie das hier nennen. Steht sogar auf dem Stadtplan so drauf als Gypsy Market / Mercado cigano / Marché cigan. Und das in Zeiten, in denen man nicht mal mehr das Wort Neger sagen darf und sie sogar Kinderbücher umschreiben lassen, damit das Wort Neger nicht mehr auftaucht. (Wenn Annette da an eines ihrer Lieblingsbücher aus ihrer Kindheit denkt: "Neger Nobi" von Ludwig Renn.) Total pervers, wie man heute denkt oder wie einem das vorgeschrieben wird, was man denken und sagen soll. (Sie wollen ja sogar das Wort VATERLAND aus der Nationalhymne heraushaben, weil es dem heutigen Gleichstellungsgedanken widerspricht. Aber dann muss auch das Wort MUTTERSPRACHE weg, oder geht es etwa nur um alles männliche, das weg muss? Warum ist heute eigentlich alles nur noch schwachsinnig?) Na ja, wir gehen also los am späteren Vormittag, nehmen den langen Weg über den Praia de Loulé velho (Alt-Loulé), laufen sogar an ein paar Korkeichen vorbei und können mal die Korkrinde anfassen, die nicht direkt weich ist, aber auch nicht hart wie eine übliche Baumrinde. Am Markt angekommen, herrscht wie immer einiger Trubel.


 



Freiheit für die Wohnmobilisten



im Pinienwald stehen sie auch


 



eine Schotterpiste führt uns zur Stadt



sogar hier finden sich ein paar Korkbäume


 



ganze Busladungen werden zum Markt gekarrt

Wir brauchen ja nix, und überhaupt: Wer soll den ganzen Klimbim kaufen? Handtaschen für 5 EUR. Die Preise sind so niedrig, dass man schon deswegen gar nichts haben will, weil es eh nichts taugen kann. Trotzdem sind die Märkte im Süden immer ein kleines Erlebnis. Wie die Waren angepriesen werden in allen möglichen Sprachen, wie lautstark. Wenn wir uns so umschauen, so ist wohl jeder dritte Stand von Zigeunern betrieben. Ist ja gut, wenn sie auf redliche Weise ihr Geld verdienen. Fast ist Annette geneigt, eine Handtasche für 5 EUR zu kaufen, aber dann lässt sie es doch bleiben. Lieber gute Qualität wie die von Kreta, das kleine Handtäschchen aus Leder, von der auch jetzt noch immer Duftwolken vom Leder in die Nase steigen. Für den Rückweg nehmen wir die Rua Foz do Almargem. Foz (Fosch) heißt Flussmündung, also heißt die Lagune Almargem, wie auch der Strand, an dem wir stehen: Praia do Almargem. Wir sind dann froh, als wir wieder daheim eintrudeln. War doch ein ganz schöner Ritt heute. Es ist so windstill, dass wir auch nach dem Abendessen noch bis 21 Uhr draußen sitzen können. Herrlich, das goldene Licht, während die Sonne untergeht. So, wie die Tage jetzt sind, so können sie weitergehen.



auf dem Zigeunermarkt von Quarteira - immer mittwochs



Portugal - das Land der tausend Kacheln


 



wir sind zurück am Praia do Almargem



so hübsch kann man den Nachmittag verbringen



abends in Jacken

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