d10.jpgd07.jpgd02.jpgd01.jpgd19.jpgd18.jpgd21.jpgd13.jpgd11.jpgd08.jpgd14.jpgd04.jpgd06.jpg

Montag, 17. April 2017



heute ist wieder alles geöffnet

Morgens schüttet es aus Eimern, und die Blitze am Himmel sind taghell. Es kracht auch immer wieder. Als sich alles wieder beruhigt hat, fahren wir zurück nach Igoumenitsa, denn zum Draußensitzen am Wasser ist es eh etwas zu kalt. Heute ist wieder so richtig Bambule in der Stadt. Wir wollen ein frisches Brot kaufen, aber man sagt uns, dass es heute nirgends frisches Brot gibt. Also wieder eines von Samstag. Aber wie heißt es immer so schön: Altes Brot ist nicht hart. Aber kein Brot - das ist hart. Wir bummeln an den Geschäften vorbei und landen am Ende im Café Tram, was ein ganz stark französisches Ambiente hat. In den letzten Tagen haben wir auch immer wieder an unsere lange Anreise zurückgedacht, den Landweg nach Griechenland. So schön die Landschaft, die Adriaküste auch war, und so schöne Ausblicke wir auch hatten, aber irgendwann war es immer das gleiche. Der gleiche Häuserstil, die gleiche Küste, die gleiche Sprache, der gleiche Menschenschlag, immer das gleiche und das gleiche und das gleiche. Es gab ja auch keine Steigerung mit zunehmender Entfernung, sondern war Kroatien noch das beste Land von den dreien. Die Entfernung nach Portugal ist ja auch gigantisch, aber Frankreich und Spanien und Portugal sind total verschieden und abwechslungsreich, schon allein die unterschiedlichen Regionen im jeweiligen Land. Das hatten wir auf dieser Route jetzt kaum. Albanien war dann zwar landschaftlich recht schön, die beeindruckenden Berge und die Küste, aber dafür muss man nicht extra nach Albanien fahren. Das gibt es auch anderswo. Albanien war ganz eigenartig. Entweder gab es überhaupt keine Plätze, an denen man mal hätte stehen können, weil die einfach nicht vorgesehen sind, oder die paar freien Flächen neben den Straßen waren voller Müllhaufen oder Glasscherben. Wenn wir daran denken, dass die vielen Wohnblocks, die in allen Städten neu gebaut sind (und leerstehen), alle gleichzeitig ins Alter kommen. Vielleicht hätte man vor zwanzig Jahren kommen müssen, als alles noch ziemlich authentisch war, nachdem das Land nach außenhin jahrzehntelang völlig abgeriegelt war, aber dann hätte es bestimmt kaum ein richtiges Straßennetz gegeben. Wir haben das jetzt mal gemacht, den Landweg nach Griechenland genommen, aber wir würden das kein zweitesmal tun. Mit der Fähre ist alles viel leichter. Der Landweg ist extrem anstrengend, teurer und man bringt nur unnötige Kilometer auf den Tacho. Jetzt sind wir froh, in Griechenland zu sein. Wir freuen uns auf einen grandiosen Sommer und werden im heißesten Hochsommer bestimmt noch gern daran zurückdenken, wie frisch und fast zu kalt es heute im Straßencafé ist. Später am Nachmittag schüttet und kracht es dann wieder aus den vollen.



ein Bummel durch Igoumenitsa



wir sitzen im Café Tram



tolles Ambiente im Café Tram


 



und schon schüttet es wieder aus Eimern

back       |      next